blumig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungblu-mig
eWDG, 1967

Bedeutung

reich an Blumen
Beispiele:
eine blumige Wiese
blumige Matten
abwertend, scherzhaft, bildlich verbrämt durch bildliche Wendungen
Beispiele:
ein blumiger Stil
eine blumige Diktion
blumige Reden, Redensarten
sich blumig ausdrücken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Blume · blumig · geblümt · verblümt · unverblümt · Blumenkohl · Karfiol
Blume f. Blüten hervorbringende krautige Pflanze. Gemeingerm. Gebrauch von Bildungen mit m-haltigen Suffixen bezeugen ahd. bluomo m. (8. Jh.), bluoma f. (9. Jh.), mhd. bluome m. f., asächs. blōmo m., mnd. blōme f., mnl. bloeme, blomme, nl. bloem f., anord. blōmi m., blōm n., schwed. blomma, got. blōma m. (germ. *blōmō-). Sie gehören zu der unter ↗blühen (s. d.) behandelten Wurzelerweiterung ie. *bhlē-, *bhlō-. blumig Adj. ‘blumenreich’ (17. Jh.), Ableitung vom Substantiv. geblümt Part.adj. ‘mit Blumen verziert’, zu älterem blümen ‘mit Blumen schmücken’, mhd. blüemen; vgl. ahd. bluomōn (9. Jh.). verblümt Part.adj. ‘durch Umschreibung verhüllt’, zu älterem, mit blümen gleichbed. verblümen, mhd. verblüemen, das heute meist in der verneinten Form unverblümt Adj. ‘geradeheraus, ohne Rücksicht’ (16. Jh.) gebraucht wird. Blumenkohl m. Übersetzung (Ende 16. Jh.) von ital. cavolfiore ‘Blumenkohl’ (aus ital. cavolo ‘Kohl’ und fiore ‘Blume’), das auch als Karfiol m. eingedeutscht wird (2. Hälfte 16. Jh.) und noch heute im Obd. üblich, aber im Rückzug begriffen ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
blumig · ↗floral · ↗verspielt
Synonymgruppe
blumenhaft · ↗blumenreich · blumig
Synonymgruppe
blumig · ↗launig · ↗ungefähr · ↗unpräzise · ↗unverbindlich · ↗vage · ↗wolkig
Assoziationen
Antonyme
  • blumig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absichtserklärung Aroma Ausdrucksweise Beschreibung Bukett Duft Formulierung Geruch Gruß Metapher Metaphorik Phrase Prosa Redeweise Rhetorik Schilderunge Sprache Umschreibung Verheißung Versprechen Versprechung Wendung Werbespruch Wiese Wort formuliert fruchtig holzig umschreiben würzig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›blumig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und immer wieder beschreibt er blumig die Klänge der Band.
Die Zeit, 11.01.2010, Nr. 02
Seine Sprache ist jetzt auch nicht mehr so blumig wie vorhin.
Der Tagesspiegel, 03.05.2005
Er schien uns männliche Tat, ein fröhliches Schützengefecht auf blumigen, blutbetauten Wiesen.
Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 5
Dreimal war der Schnee zerronnen und den blumigen Wiesen gewichen.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 772
Der ganze Osthimmel flammte in glühendem Rot und warf sein Licht über das blumige grüne Wiesental.
Thoma, Hans: Im Winter des Lebens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 27992
Zitationshilfe
„blumig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/blumig>, abgerufen am 20.03.2019.

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