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blutrünstig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung blut-rüns-tig
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
blutdürstig
b)
von Mord und Grausamkeit handelnd
c)
so geschlagen, verletzt, dass Blut rinnt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blutrünstig Adj. ‘bluttriefend’, auch (seit 20. Jh.) ‘blutdürstig, von Mord und Totschlag handelnd, schauerlich’. Mhd. bluotruns, -runsec, -risec, -rüsig, spätmhd. bluotrünstec ‘blutend, blutig wund’ ist abgeleitet von mhd. bluotruns, -runst m. f. ‘blutige Wunde, blutende Verletzung’, einer Zusammensetzung mit mhd. runs, runst f. m. ‘das Fließen, Fluß, Rinnsal’, ahd. runs m., runsa f. ‘Flut, (fließendes) Wasser’ (8. Jh.), s. Runs, Runse, Runst; vgl. ahd. runstīg ‘fließend, strömend’ (10. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›blutrünstig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›blutrünstig‹.

Verwendungsbeispiele für ›blutrünstig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er ist nicht blutrünstig, er ist nicht rachsüchtig – da bin ich mir hundertprozentig sicher. [Die Zeit, 27.06.1997, Nr. 27]
Weshalb kommt man trotzdem nicht los von dieser so blutrünstigen wie zarten Geschichte aus alter Zeit? [Die Zeit, 20.12.1996, Nr. 52]
Der Text ist streckenweise grausam, blutrünstig, um nicht zu sagen eklig. [Die Zeit, 12.07.1996, Nr. 29]
Nur ein einsamer Veteran schaut sich die blutrünstige Propaganda an. [Die Zeit, 08.09.1989, Nr. 37]
Man sagte, daß es von ersterem geradezu wahnsinnig sei, auf so blutrünstige Bedingungen einzugehen. [May, Karl: Winnetou IV, Berlin: Neues Leben 1993 [1910], S. 372]
Zitationshilfe
„blutrünstig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/blutr%C3%BCnstig>.

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