Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

bollern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung bol-lern
Wortbildung  mit ›bollern‹ als Erstglied: Bollerwagen
eWDG

Bedeutung

landschaftlich, salopp dumpf dröhnen, poltern
Beispiel:
die ausgeschütteten Kartoffeln bollern dumpf auf den Kellerboden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ballern · bollern · bullern
ballern, bollern, bullern Vb. ‘poltern, krachen, lärmen, knallen, schießen’, spätmhd. bollern, schallnachahmend (neben poltern, s. d.) mit wechselndem Stammvokal.

Thesaurus

Synonymgruppe
poltern · rumpeln  ●  bollern  ugs., regional · bullern  ugs. · rumsen  ugs. · wämsen  ugs., regional
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›bollern‹ (berechnet)

Heizung Holzofen Ofen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bollern‹.

Verwendungsbeispiele für ›bollern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der einen Minute sei sie liebenswert, dann wieder bollere sie los, ziellos gegen alles und jeden. [Die Zeit, 11.02.2008, Nr. 06]
Nur wenn er mit maximaler Leistung bollert, wird es warm und trocken. [Der Tagesspiegel, 25.01.2004]
Die vier Heizungen in meinen drei Räumen bollern nun also tagein tagaus und meine Haut gerbt vor sich hin. [Die Zeit, 18.03.2013, Nr. 11]
Der Riegel hinter dem Tor knarrte und dann bollerte kurz der Wagen. [Die Zeit, 15.05.1952, Nr. 20]
Den Druck und die Dringlichkeit der Tracks spürt man wohl, allein: stumpf bollert keiner. [Süddeutsche Zeitung, 17.11.2004]
Zitationshilfe
„bollern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bollern>.

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