bomben

GrammatikVerb
Worttrennungbom-ben (computergeneriert)
GrundformBombe
Wortbildung mit ›bomben‹ als Erstglied: ↗Bomber  ·  mit ›bomben‹ als Letztglied: ↗ausbomben · ↗einbomben · ↗zerbomben · ↗zusammenbomben
 ·  mit ›bomben‹ als Grundform: ↗verbomben
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich
a)
bombardieren
b)
Bomben legen
2.
Sport, Jargon mit großer Wucht (aufs Tor) schießen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bombe · bomben · Bomber · ausbomben · bombenfest · bombensicher · Bombenerfolg
Bombe f. ‘mit Spreng- oder Brandstoff gefüllter Metallkörper’, heute vom Flugzeug abgeworfen, früher aus einem Mörser abgeschossen, Anfang des 17. Jhs. über frz. bombe aus gleichbed. ital. bomba entlehnt, das zu lat. bombus ‘dumpfer Ton, Summen, Brummen’ gebildet ist. Vorauf geht griech. bómbos (βόμβος) ‘dumpfes Getöse’, ein onomatopoetisches Wort, dem dt.bim, bam, ↗bum und ↗bimmeln nahe stehen (s. d. und s. auch ↗baumeln, ↗bummeln). bomben Vb. ‘Bomben werfen, bombardieren’ (19. Jh.), engl. to bomb. Bomber m. ‘Bombenflugzeug’ (30er Jahre 20. Jh.). ausbomben Vb. meist ausgebombt werden ‘durch Bombenangriff geschädigt werden, Wohnung und Besitz verlieren’ (40er Jahre 20. Jh.); s. auch ↗bombardieren. bombenfest Adj. (2. Hälfte 18. Jh.) und bombensicher Adj. (19. Jh.) ‘einem Bombenangriff standhaltend, sehr stabil’; übertragen im Sinne von ‘ganz sicher, mit größter Gewißheit’ werden bombenfest seit Mitte des 19. Jhs., bombensicher seit Anfang des 20. Jhs. verwendet. Daher auch verstärkend Bombenerfolg m. (2. Hälfte 19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alliierter Asche Attentäter Diktator Extremist IRA Luft Luftwaffe NATO Nato Palästinenser Schutt Selbstmordattentäter Serbe Steinzeit Taliban Terrorist Verhandlungstisch herbeibomben kaputt mitbomben morden schießen sprengen wahllos wegbomben weiter weiterbomben zurückbomben zusammenbomben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bomben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber es gehört eben auch zu den Grundrechten, nicht in Stücke gebombt zu werden.
Die Zeit, 06.09.2010, Nr. 36
Und weil sie das nicht bekommt, bombt sie, tötet, entführt.
Der Tagesspiegel, 24.08.2000
Die Nato also bombt weiter, und sie tut es mit gesteigerter Intensität.
Süddeutsche Zeitung, 08.04.1999
Der Konverter erwies sich in dieser Disziplin als ziemlich widerborstig und bombte sich ständig aus dem Ring.
C't, 1990, Nr. 10
Der Versuch, England durch Luftangriffe an den Verhandlungstisch zu bomben, mißlang in der Battle of Britain.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 193
Zitationshilfe
„bomben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bomben>, abgerufen am 19.07.2019.

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