bombenfest

Grammatik Adjektiv · Komparativ: bombenfester · Superlativ: am bombenfestesten, Steigerung selten, Superlativ ungebräuchlich
Aussprache  [ˌbɔmbn̩'fɛst]
Worttrennung bom-ben-fest
Wortzerlegung bomben-fest
eWDG und ZDL

Bedeutung

salopp wie gewünscht festsitzend, unbeweglich, unerschütterlich, sicher, unverrückbar
Beispiele:
etw. steht bombenfest (= ist völlig sicher)WDG
dass er kommt, steht schon heute bombenfestWDG
Das Gold verbindet sich intensiv mit der Zahnsubstanz und hält bombenfest. [Die Welt, 23.01.2019]
Den Herren unter den 800 Gästen flogen die Hüte vom Kopf, die Damen mussten ihre Kleider festhalten, doch bei Eugenie hielt das Haar bombenfest. [Süddeutsche Zeitung, 13.10.2018]
»Das alles«, versichert Zimmermann nun mit sichtlichem Bemühen, diesmal ein glaubwürdiges Gesicht zu wahren, »ist unterschrieben und also bombenfest«, »unverrückbar«. [Der Spiegel, 05.11.1990]
Denn daß es nicht mit richtigen Dingen zuging, und teuflische Mächte dort die Hand im Spiele hatten, das stand bei ihnen bombenfest. [Hagenbeck, John u. Ottmann, Victor: Südasiatische Fahrten und Abenteuer, Dresden: Deutsche Buchwerkstätten 1924, S. 159]
Ob durch einen erneuten Auftritt des Rechtsterroristen oder eines ihm Gleichgesinnten vor den hochdekorierten Militärs der Führungsakademie die Stellung Volker Rühes in Öffentlichkeit und Kabinett noch bombenfester wird? [Frankfurter Rundschau, 06.01.1998] ungewöhnl.

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bombe · bomben · Bomber · ausbomben · bombenfest · bombensicher · Bombenerfolg
Bombe f. ‘mit Spreng- oder Brandstoff gefüllter Metallkörper’, heute vom Flugzeug abgeworfen, früher aus einem Mörser abgeschossen, Anfang des 17. Jhs. über frz. bombe aus gleichbed. ital. bomba entlehnt, das zu lat. bombus ‘dumpfer Ton, Summen, Brummen’ gebildet ist. Vorauf geht griech. bómbos (βόμβος) ‘dumpfes Getöse’, ein onomatopoetisches Wort, dem dt.bim, bam, ↗bum und ↗bimmeln nahe stehen (s. d. und s. auch ↗baumeln, ↗bummeln). bomben Vb. ‘Bomben werfen, bombardieren’ (19. Jh.), engl. to bomb. Bomber m. ‘Bombenflugzeug’ (30er Jahre 20. Jh.). ausbomben Vb. meist ausgebombt werden ‘durch Bombenangriff geschädigt werden, Wohnung und Besitz verlieren’ (40er Jahre 20. Jh.); s. auch ↗bombardieren. bombenfest Adj. (2. Hälfte 18. Jh.) und bombensicher Adj. (19. Jh.) ‘einem Bombenangriff standhaltend, sehr stabil’; übertragen im Sinne von ‘ganz sicher, mit größter Gewißheit’ werden bombenfest seit Mitte des 19. Jhs., bombensicher seit Anfang des 20. Jhs. verwendet. Daher auch verstärkend Bombenerfolg m. (2. Hälfte 19. Jh.).
Zitationshilfe
„bombenfest“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bombenfest#1>, abgerufen am 18.04.2021.

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bombenfest

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Aussprache  [ˈbɔmbn̩ˌfɛst]
Worttrennung bom-ben-fest
Wortzerlegung Bombefest
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

von Bauwerken   so massiv gebaut, dass durch Bombardement kein Einsturz droht
Beispiele:
Durch glühende Kugeln und Bomben wurden 200 Häuser »bis auf die bombenfesten Speicherböden abgedeckt«. [Südkurier, 22.07.2017]
Die Natur hat ganze Arbeit geleistet und nur wenig übrig gelassen, die hölzernen Gebäude sind verfallen, ein riesiger Wassertank und eine »power station« aus dickem Beton mit einer bombenfesten Decke und einem Bunker im Basement zeugen von den Absichten der Erbauer. [Der Spiegel, 03.06.2004 (online)]
Acht Jahre später, 1768, kam der junge Goethe, damals Studiosus in Leipzig, zum ersten Male nach Dresden und stieg hinauf zur Kuppel, von wo er den Schutt des Krieges immer noch »zwischen die schöne städtische Ordnung hineingesät« sah. »Das hat der Feind getan!« erklärte ihm der Küster, nicht ohne die Kunst des Baumeisters George Bähr zu rühmen, der die Kuppel der Frauenkirche »auf einen so unerwünschten Fall schon eingerichtet und bombenfest erbaut hatte«. [Die Zeit, 22.12.1998]
Im Anschluß an diese Frage soll der weitere Vorwurf der Anklage behandelt werden, der sich damit befaßt, Speer habe für von Hitler angeordnete Bauten von bombenfesten Flugzeugfabriken die Verwendung ungarischer Juden als Arbeitskräfte gebilligt. [o. A.: Einhundertvierundachtzigster Tag. Dienstag, 23. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1947], S. 24404]
Als Aufenthalt wurde mir ein altes, nach früheren Begriffen bombenfestes Gebäude angewiesen, das vordem Zeughaus war. [Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690–1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004, S. 4143. Zitiert nach: Bebel, August: Aus meinem Leben, 3 Teile, Berlin: JHW Dietz Nachfolger, 1946 [1910].]

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bombe · bomben · Bomber · ausbomben · bombenfest · bombensicher · Bombenerfolg
Bombe f. ‘mit Spreng- oder Brandstoff gefüllter Metallkörper’, heute vom Flugzeug abgeworfen, früher aus einem Mörser abgeschossen, Anfang des 17. Jhs. über frz. bombe aus gleichbed. ital. bomba entlehnt, das zu lat. bombus ‘dumpfer Ton, Summen, Brummen’ gebildet ist. Vorauf geht griech. bómbos (βόμβος) ‘dumpfes Getöse’, ein onomatopoetisches Wort, dem dt.bim, bam, ↗bum und ↗bimmeln nahe stehen (s. d. und s. auch ↗baumeln, ↗bummeln). bomben Vb. ‘Bomben werfen, bombardieren’ (19. Jh.), engl. to bomb. Bomber m. ‘Bombenflugzeug’ (30er Jahre 20. Jh.). ausbomben Vb. meist ausgebombt werden ‘durch Bombenangriff geschädigt werden, Wohnung und Besitz verlieren’ (40er Jahre 20. Jh.); s. auch ↗bombardieren. bombenfest Adj. (2. Hälfte 18. Jh.) und bombensicher Adj. (19. Jh.) ‘einem Bombenangriff standhaltend, sehr stabil’; übertragen im Sinne von ‘ganz sicher, mit größter Gewißheit’ werden bombenfest seit Mitte des 19. Jhs., bombensicher seit Anfang des 20. Jhs. verwendet. Daher auch verstärkend Bombenerfolg m. (2. Hälfte 19. Jh.).
Zitationshilfe
„bombenfest“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bombenfest#2>, abgerufen am 18.04.2021.

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