bongen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbon-gen
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›bongen‹ als Grundform: ↗gebongt
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich einen Bon an der Registrierkasse ausstellen
Beispiele:
der Kellner bongt das bestellte Gericht, drei Biere
die Verkäuferin hatte den Betrag bereits gebongt
er hatte falsch gebongt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bon · bongen
Bon m. ‘Gutschein, Kassenzettel’. Ende des 18. Jhs. wird frz. bon, Substantivierung des Adjektivs frz. bon ‘gut’ (aus gleichbed. lat. bonus), in der Bedeutung ‘Zahlungsverpflichtung, Zahlungsanweisung, akzeptierter Wechsel’ übernommen. Bon ist ursprünglich das Wort, mit dem der Zahlungspflichtige den Schein anerkennt, das Akzept eines Wechsels; es kann in Fügungen wie bon pour … (‘gut für …’) mit Angabe einer Geldsumme erscheinen. Schon in der frz. Geschäftssprache wird bon zur Bezeichnung des mit einem solchen Vermerk versehenen Scheins. Dazu (der Aussprache folgend in dt. Schreibweise) bongen Vb. ‘einen Bon ausstellen’ (20. Jh.), redensartlich (ist) gebongt ‘(ist) registriert’, übertragen ‘erledigt, in Ordnung’.

Verwendungsbeispiele für ›bongen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber auf einmal ist die Improvisation gebongt, so ist es, so bleibt es.
Die Zeit, 18.10.1996, Nr. 43
Bloß weil ein Guter Stern drauf strahlt, ist für das deutsche Tennis eine ersprießliche Zukunft aber noch nicht automatisch gebongt.
Süddeutsche Zeitung, 14.07.2001
Das wird schwer Eindruck machen, und schon ist das Wochenende gebongt.
Süddeutsche Zeitung, 06.09.2002
Zitationshilfe
„bongen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bongen>, abgerufen am 02.04.2020.

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