boomen

Grammatik Verb · boomt, boomte, hat geboomt
Aussprache 
Worttrennung boo-men
Herkunft Englisch
Grundform Boom
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich etw. boomteine Phase plötzlichen wirtschaftlichen Erfolgs, der hohen Nachfrage durchlaufen, einen Boom erleben
Kollokationen:
mit Aktivsubjekt: die Börse, Wirtschaft, der Export, Handel, Tourismus, das Geschäft, eine Branche, ein Markt boomt
hat Präpositionalgruppe/-objekt: etw. boomt mit [hohen] Wachstumsraten, Zuwachsraten; etw boomt trotz der Konjunkturflaute, Rezession
Beispiele:
Kurz vor Weihnachten boomt im Handel noch einmal das Geschäft. [Die Zeit, 19.12.2013]
Der Buchhandel boomt […] im Segment der Ratgeberliteratur. [Neue Zürcher Zeitung, 08.01.2018]
Kein einziger Konjunkturexperte hatte Ende 2012 erwartet, dass Deutschland plötzlich boomen würde. [Süddeutsche Zeitung, 28.12.2013]
Seit den Anschlägen auf das New Yorker World Trade Center boomt die Branche der Sicherheitstechnik. [Die Welt, 14.03.2006]
Jahrelang boomte der Reise‑Markt, doch Publikumszeitschriften für Touristen gab es nicht. [Der Spiegel, 17.06.1974, Nr. 25]
a)
allgemeiner etw. boomtdeutlich wachsen, zunehmen, steigen
Kollokationen:
mit Aktivsubjekt: die Schwarzarbeit, die Schattenwirtschaft boomt; der Absatz, die Nachfrage boomt
Beispiele:
Seit Jahren boomt die Nachfrage nach Fahrrädern, die mit Elektromotoren Radlern das Treten erleichtern oder ganz abnehmen. [Die Welt, 05.09.2016]
Die Löhne schnellten über die Zehn ins Zweistellige[…]; doch auch die Preise boomten. [Die Zeit, 22.02.1980, Nr. 09]
Seitdem Lachs in grossem Stil auf Farmen gehalten werde, boome die Produktion – mit schlechten Erzeugnissen als Folge. [Neue Zürcher Zeitung, 26.12.2017]
Im Gegensatz zu […] [ihrer] Behauptung, »boomt« der Menschenhandel nicht seit 2002 sondern er boomte vor allem Anfang der 1990er Jahre. [menschenhandel heute, 18.11.2013, aufgerufen am 29.04.2016]
b)
Phrasem:
es boomt (= es herrscht Hochkonjunktur)
Kollokationen:
hat Präpositionalgruppe/-objekt: es boomt im Internet, an der Börse
Beispiele:
Das alte Rangoon der Briten, lange Zeit Hauptstadt, ist noch immer das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes [Myanmar]. Es boomt dort gewissermaßen auf dezente[…] Weise. [Die Zeit, 30.04.2014, Nr. 19]
Boomt es in den alten Ländern, dann werden auch die Unternehmen jenseits der Elbe kräftig nach oben gezogen. [Süddeutsche Zeitung, 26.05.1999]
Die Motivation in der Wirtschaft ist gut – es boomt quer durch alle Branchen […]. [Bild, 10.12.2005]
2.
übertragen etw. boomteine Phase großer Beliebtheit oder starker Verbreitung erleben
Kollokationen:
mit Aktivsubjekt: die Bundesliga, das Internet, eine Sportart boomt
Beispiele:
Der Skisport in den USA boomt, das Interesse steigt von Jahr zu Jahr. [Der Standard, 29.01.2015]
In erster Linie boomen Hip‑Hop und Schlager‍(‑Pop), der Deutsch‑Boom scheint weniger einheitlich im Stil als Anfang der 80er Jahre. [Die Zeit, 25.06.2015 (online)]
Der Motorsport boomt, und auch die Marken‑Rennserien haben Hochkonjunktur in Deutschland. [Süddeutsche Zeitung, 05.05.1999]
Boxen, Tennis und Fußball‑Bundesliga boomen, doch das Schielen nach Einschaltquoten und Werbepartnern reduziert die Berichterstattung im Fernsehen auf wenige Sportarten. [die tageszeitung, 27.12.1995]
In der […] Bundesrepublik boomt neben Hund und Katze auch das viel teurere, schwieriger zu haltende[…] Großtier Pferd[…]. [Der Spiegel, 20.11.1978, Nr. 47]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sehr) gut laufen · ↗blühen · boomen · erfolgreich sein · ↗florieren  ●  ↗brummen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›boomen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›boomen‹.

Zitationshilfe
„boomen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/boomen>, abgerufen am 06.06.2020.

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