boxen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbo-xen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›boxen‹ als Erstglied: ↗Boxball · ↗Boxerei · ↗Boxhandschuh · ↗Boxkampf · ↗Boxkleidung · ↗Boxprofi · ↗Boxring · ↗Boxsport · ↗Boxstaffel · ↗Boxstellung · ↗Boxverband · ↗Boxweltmeister · ↗Boxweltmeisterschaft · ↗Boxwettkampf
 ·  mit ›boxen‹ als Letztglied: ↗ausboxen · ↗durchboxen · ↗freiboxen · ↗herausboxen · ↗herumboxen · ↗niederboxen · ↗rausboxen · ↗zusammenboxen
 ·  mit ›boxen‹ als Grundform: ↗Boxen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
unter der Leitung eines Ringrichters einen genau nach Regeln festgelegten Faustkampf über eine vereinbarte Rundenzahl austragen
Beispiele:
M boxt (gegen) den Amerikaner C
jmdn. zu Boden boxen
das Boxen errang sich die Sympathie weiter Kreise
er ist Meister im Boxen
2.
übertragen jmdn., sich boxenjmdn., sich puffen
Beispiele:
jmdn. auf den Arm, in die Seite boxen
die Jungen boxten sich (gegenseitig) in die Rippen
salopp, abwertend man muss sich durch die Welt boxen (= kämpfen)
Box doch mit mir [DöblinAlexanderpl.470]
Man mußte den Alten zeitweise schon etwas boxen (= drängen), wenn er andere, langweilige Reden führte [MarchwitzaJugend16]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

boxen · Boxkampf · Boxer
boxen Vb. ‘mit den Fäusten kämpfen’. Engl. to box ‘mit der Hand schlagen’, dessen Herleitung unsicher ist (vielleicht lautmalend und verwandt mit dt. ↗pochen, s. d.), wird mit Bekanntwerden des in England als Sport ausgeübten Faustkampfs im letzten Drittel des 18. Jhs. (anfangs häufig baxen, wohl infolge mündlicher Übernahme) ins Dt. entlehnt. Boxkampf m. engl. boxing-match (um 1900). Boxer m. ‘Faustkämpfer’ (Ende 18. Jh., zunächst auch Baxer), engl. boxer; im Dt. übertragen (auf die Kampfbereitschaft anspielend) ‘der Bulldogge ähnlicher Hund’ (um 1900).

Thesaurus

Synonymgruppe
boxen · ↗hauen · ↗prügeln · ↗schlagen  ●  ↗dreschen  ugs. · ↗kloppen  ugs.
Unterbegriffe
  • (jemandem) eine Ohrfeige geben · ↗(jemanden) ohrfeigen  ●  (jemandem) eine (he)runterhauen  ugs. · (jemandem) eine klatschen  ugs. · (jemandem) eine knallen  ugs. · (jemandem) eine langen  ugs. · (jemandem) eine runterhauen  ugs. · (jemandem) eine scheuern  ugs. · (jemandem) eine schmieren  ugs. · (jemandem) rechts und links eine (he)runterhauen  ugs. · (jemandem) rechts und links eine runterhauen  ugs. · ↗abwatschen  ugs., bair.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amateur Cruisergewicht EM EM-Titel Europameisterschaft Ex-Weltmeister Fallobst Faust Gewichtsklasse Halbschwergewicht Klitschko-Bruder Mittelgewicht Sandsack Schwergewicht Schwergewichtler Supermittelgewicht Tiger Ukrainer Vorprogramm WBC-Titel WM WM-Krone WM-Titel Weltmeisterschaft Weltmeistertitel boxen durchboxen gegeneinander raus weg

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›boxen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Insgesamt gewann er davon 40, boxte einmal unentschieden, verlor vier Mal, drei Mal davon zu unrecht.
Der Tagesspiegel, 14.04.2000
Schon viel eher als in diesem Jahr wollten sie um große Titel boxen.
Die Welt, 09.12.1999
Als sie später mit mir herumalberte und mich in den Arm kniff und boxte, wehrte ich sie kaum ab.
Hein, Christoph: Horns Ende, Hamburg: Luchterhand 1987 [1985], S. 170
Er hat auch mit Kraft auf den Lichtknopf geboxt ohne hinzusehen.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 269
Wenn man boxen kann, kriegt man nicht so leicht Prügel.
Luckner, Felix von: Seeteufel, Herford: Kohler 1966 [1921], S. 23
Zitationshilfe
„boxen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/boxen>, abgerufen am 19.11.2018.

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