Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

bräunen

Grammatik Verb · bräunt, bräunte, ist/hat gebräunt
Aussprache 
Worttrennung bräu-nen
Wortbildung  mit ›bräunen‹ als Erstglied: Bräunung  ·  mit ›bräunen‹ als Letztglied: anbräunen · nachbräunen · tief gebräunt · tiefgebräunt
 ·  formal verwandt mit: sonnengebräunt · sonngebräunt · wettergebräunt
eWDG

Bedeutungen

1.
braun werden
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
ich bräune rasch in der Sonne
nach drei Tagen war er schon gebräunt
2.
jmdn., etw. braun machen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
die Sonne bräunt die Badenden
die starke Sonne hat ihm das Gesicht, die Haut gebräunt
er will sich in der Sonne bräunen lassen
die bräunende Wirkung von Luft und Wasser
einen Braten, die Zwiebel in Butter, mit Fett bräunen
sich bräunen
Beispiele:
seine Wangen hatten sich gebräunt
im Herbst bräunen sich die Wälder
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

braun · bräunen · Bräune · bräunlich · Braunkohle
braun Adj. Bezeichnung der dunklen, zwischen rot und gelb liegenden Mischfarbe, ahd. (9. Jh.), mhd. asächs. mnd. aengl. brūn, engl. brown, mnl. bruun, nl. bruin, anord. brūnn, dän. schwed. brun (germ. *brūna-) gehen mit griech. phrȳ́nē (φρύνη) ‘Kröte’ (eigentlich ‘die Braune’) auf eine Erweiterung der Wurzel ie. *bher- ‘braun’ zurück, die auch in nhd. Bär1 (s. d.), lit. bė́ras ‘braun’ und mit Reduplikation in nhd. Biber (s. d.), aind. babhrúḥ ‘rotbraun, braun’ vorliegt, sich also häufig in Benennungen brauner Tiere findet. bräunen Vb. ‘braun machen, werden’, ahd. brūnen (10./11. Jh.), mhd. briunen. Bräune f. ‘braune Tönung der Haut’, mhd. briune; seit Paracelsus in der Medizin für Krankheiten der Luftwege, die die Schleimhäute braunrot verfärben, ‘Angina, Diphtherie’. bräunlich Adj. ‘dem braunen Farbton ähnlich’ (17. Jh.), älter brunlecht, braunlicht. Braunkohle f. (18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›bräunen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bräunen‹.

Verwendungsbeispiele für ›bräunen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Augen wirken müde, die Haut, sonst meist frisch gebräunt, ist blass. [Die Welt, 14.03.2001]
Da kann ich dann am Strand liegen und mich bräunen. [Der Tagesspiegel, 15.08.2000]
Die Stücke mit etwas Platz dazwischen auf dem Blech verteilen und 20 bis 24 Minuten backen, bis die Finger leicht gebräunt sind. [Die Zeit, 01.11.2013, Nr. 43]
Die Hände bräunen schnell, Diesel klebt stark und riecht nachhaltig. [Die Zeit, 14.07.1978, Nr. 29]
Wir liebkosen und verziehen, wir vernachlässigen und liften, wir schminken, straffen, bräunen und rasieren es. [Die Welt, 16.11.2005]
Zitationshilfe
„bräunen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/br%C3%A4unen>.

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