bräunen

GrammatikVerb · bräunte, ist/hat gebräunt
Aussprache
Worttrennungbräu-nen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›bräunen‹ als Erstglied: ↗Bräunung  ·  mit ›bräunen‹ als Letztglied: ↗anbräunen · ↗nachbräunen · ↗tiefgebräunt
 ·  formal verwandt mit: ↗sonnengebräunt · ↗sonngebräunt · ↗wettergebräunt
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›ist‹
braun werden
Beispiele:
ich bräune rasch in der Sonne
nach drei Tagen war er schon gebräunt
2.
mit Hilfsverb ›hat‹
jmdn., etw. braun machen
Beispiele:
die Sonne bräunt die Badenden
die starke Sonne hat ihm das Gesicht, die Haut gebräunt
er will sich in der Sonne bräunen lassen
die bräunende Wirkung von Luft und Wasser
einen Braten, die Zwiebel in Butter, mit Fett bräunen
sich bräunen
Beispiele:
seine Wangen hatten sich gebräunt
im Herbst bräunen sich die Wälder
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

braun · bräunen · Bräune · bräunlich · Braunkohle
braun Adj. Bezeichnung der dunklen, zwischen rot und gelb liegenden Mischfarbe, ahd. (9. Jh.), mhd. asächs. mnd. aengl. brūn, engl. brown, mnl. bruun, nl. bruin, anord. brūnn, dän. schwed. brun (germ. *brūna-) gehen mit griech. phrȳ́nē (φρύνη) ‘Kröte’ (eigentlich ‘die Braune’) auf eine Erweiterung der Wurzel ie. *bher- ‘braun’ zurück, die auch in nhd. ↗Bär (s. d.), lit. bė́ras ‘braun’ und mit Reduplikation in nhd. ↗Biber (s. d.), aind. babhrúḥ ‘rotbraun, braun’ vorliegt, sich also häufig in Benennungen brauner Tiere findet. bräunen Vb. ‘braun machen, werden’, ahd. brūnen (10./11. Jh.), mhd. briunen. Bräune f. ‘braune Tönung der Haut’, mhd. briune; seit Paracelsus in der Medizin für Krankheiten der Luftwege, die die Schleimhäute braunrot verfärben, ‘Angina, Diphtherie’. bräunlich Adj. ‘dem braunen Farbton ähnlich’ (17. Jh.), älter brunlecht, braunlicht. Braunkohle f. (18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bauch Bein Gesicht Haut Körper Mehl Solarium Sonne Sonnenbank Strand Zwiebel anbräunen erholen gleichmäßig langsam leicht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bräunen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Augen wirken müde, die Haut, sonst meist frisch gebräunt, ist blass.
Die Welt, 14.03.2001
Da kann ich dann am Strand liegen und mich bräunen.
Der Tagesspiegel, 15.08.2000
Zu der erhitzten Margarine Mehl und Zwiebelwürfelchen geben und unter Rühren hell bräunen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 39
Willi hatte sein Turnhemd ausgezogen, ließ sich bräunen, pfiff vor sich hin, rauchte ab und zu.
Hilsenrath, Edgar: Der Nazi & der Friseur, Köln: Literar. Verl. Braun 1977, S. 93
Die Haut der Schultern und der Oberarme, die noch nicht gebräunt war, schimmerte rosig.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 890
Zitationshilfe
„bräunen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bräunen>, abgerufen am 24.05.2019.

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