brackig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungbra-ckig

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. ...
  2. 2. verdorben, schlecht
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Beispiel:
brackiges (= schwach salzhaltiges) Wasser
2.
verdorben, schlecht
Beispiel:
als alles welkte, stank es brackig und faul aus den Tümpeln [E. ClaudiusMenschen42]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Brackwasser · brackig
Brackwasser n. Gemisch von Süß- und Salzwasser. Das an der Nordseeküste heimische Adjektiv mnl. brac, mnd. nl. brak, nd. bra(c)k ‘salzig, brackig’ (eigentlich wohl ‘scharf, schneidend’ und an ie. *bher- ‘mit einem scharfen oder spitzen Werkzeug bearbeiten, schneiden’ anzuschließen) gelangt im 17. Jh. ins Hd., namentlich in der Fügung brack Wasser, die nl. brak water nachbildet. Im Nl. daneben auch die Zusammensetzung brakwater, der das seit dem 18. Jh. bezeugte nd. Bra(c)kwater, hd. Brackwasser folgt. brackig Adj. ‘salzhaltig’ (und deshalb nicht trinkbar); neben seltenes, doch bis ins 20. Jh. nachweisbares brack (s. oben) tritt Anfang des 19. Jhs. brackisch und in den 30er Jahren des 19. Jhs. brackig (vgl. veraltetes engl. brack ‘salzig, brackig’, wahrscheinlich ebenfalls aus dem Nl. entlehnt, sowie die gleichbed. Weiterbildung engl. brackish).

Typische Verbindungen zu ›brackig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›brackig‹.

Verwendungsbeispiele für ›brackig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich roch ihn gleichsam wie eine brackige See, schmeckte ihn im Mund, modrig und morsch.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 470
Aber so richtig gut sieht man in diesem brackigen Wasser nicht.
Die Zeit, 03.12.2001, Nr. 49
Das Wasser war brackig geworden; Öl schillerte in buten Lachen.
Fühmann, Franz: Das Judenauto, Zürich: Diogenes 1986 [1962], S. 164
Viele haben seit sechs Tagen nichts mehr gegessen und waren gezwungen, das brackige Flut-Wasser zu trinken.
Die Welt, 03.03.2000
In der Senke, in der im frühen Mittelalter ein breiter Graben mit brackigem Wasser vor anstürmenden Feinden schützen sollte, gedeihen heute Kartoffeln und Suppenkräuter.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 169
Zitationshilfe
„brackig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/brackig>, abgerufen am 09.04.2020.

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