branden

GrammatikVerb · brandet, brandete, hat gebrandet
Aussprache
Worttrennungbran-den
Wortbildung mit ›branden‹ als Letztglied: ↗anbranden · ↗aufbranden · ↗emporbranden · ↗entgegenbranden · ↗umbranden

Bedeutungsübersicht+

  1. ...
    1. [bildlich] wogen
    2. brausend ertönen
eWDG, 1967

Bedeutung

Beispiele:
die Wellen branden an die Felsküste, um den Leuchtturm, gegen die Mauer (= steigen anprallend empor und strömen schäumend zurück, brechen sich)
Und reißend sieht man die brandenden Wogen [SchillerTaucher]
bildlich wogen
Beispiele:
der Verkehr brandet um das Denkmal
mitten im brandenden Verkehr
brausend ertönen
Beispiel:
der Beifall, Jubel brandete um den Redner
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Brandung · branden
Brandung f. ‘Wogenprall’ steht seit dem 18. Jh. im Hd. für älteres nd. Branding, eine Entlehnung von gleichbed. nl. branding, zu nl. branden ‘brennen, aufschäumen’. Mnl. nl. branden ist unter Einfluß von mnl. brant ‘Brand, Feuer’ (s. ↗Brand) und dem Prät. brand(d)e (zu mnl. bernen, barnen, bornen, s. ↗brennen) entstanden. Die Bedeutung zeigt den Vergleich des tosenden Meeres mit einer lodernden, brodelnden Masse. branden Vb. ‘wogen, sich brechen (vom Wasser)’ (Ende 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
branden · ↗brechen · ↗rauschen · tosend aufprallen
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein

Typische Verbindungen zu ›branden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›branden‹.

Verwendungsbeispiele für ›branden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es schwillt und steigt, brandet und braust, tobt und tost, wächst an zu einem beutegierigen Ungeheuer.
Voß, Richard: Zwei Menschen, Stuttgart: Engelhorn 1911 [1949], S. 45
Im Publikum jedenfalls brandeten die Emotionen bei der Diskussion schnell hoch.
Der Tagesspiegel, 09.05.2001
Endlich ging mein Vater ans Fenster, und ein tumultartiger Orkan brandete zu unserem ersten Stock empor.
Süddeutsche Zeitung, 20.04.1995
Rings um mich brandete das leise Lärmen der Schlägerei, die auf einmal ausgebrochen war.
Cotton, Jerry [d.i. Hober, Heinz Werner]: Die Killer sind unter uns, Bergisch Gladbach: Bastei [1971] [1956], S. 14
Der Stille Ozean brandete mit eintönigem Rauschen gegen den Strand.
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 67
Zitationshilfe
„branden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/branden>, abgerufen am 09.04.2020.

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