braten

GrammatikVerb · brät, briet, hat gebraten
Aussprache
Worttrennungbra-ten (computergeneriert)
Wortbildung mit ›braten‹ als Erstglied: ↗Bratapfel · ↗Brataroma · ↗Brater · ↗Bratfisch · ↗Bratfleisch · ↗Bratgeflügel · ↗Brathenderl · ↗Brathendl · ↗Brathering · ↗Brathähnchen · ↗Bratkartoffel · ↗Bratling · ↗Bratofen · ↗Bratpfanne · ↗Bratrost · ↗Bratröhre · ↗Bratrückstand · ↗Bratspieß · ↗Brattiegel · ↗Bratwurst · ↗Bratöl
 ·  mit ›braten‹ als Letztglied: ↗abbraten · ↗anbraten · ↗aufbraten · ↗ausbraten · ↗durchbraten · ↗weiterbraten · ↗überbraten1 · ↗überbraten2
 ·  mit ›braten‹ als Binnenglied: ↗Fischbratküche  ·  mit ›braten‹ als Grundform: ↗verbraten · ↗zerbraten
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
eine unfertige Speise im zerlassenen Fett in der erhitzten Pfanne mürbe, gar werden lassen
Beispiele:
eine Ente braten
den Fisch braun, knusprig braten
einen ganzen Ochsen am Spieß braten
sie brät sich [Dativ] schnell ein Schnitzel
etw. am kleinen Feuer, über schwacher Flamme, in Butter braten
gebratene Zwiebel
jetzt können wir Äpfel braten in unserem Ofen [SeghersSiebtes Kreuz4,214]
salopp, übertragen
Beispiele:
jmdm. eine Extrawurst braten (= jmdm. eine unverdiente Bevorzugung zuteil werden lassen)
die gebratenen Tauben fliegen niemandem ins Maul (= jeder muß sich anstrengen)
da brat mir einer 'nen StorchAusruf, der Verwunderung, Entrüstung ausdrückt   das ist seltsam!
2.
etw. brätetw. wird im zerlassenen Fett in der erhitzten Pfanne mürbe, gar
Beispiele:
die Ente brät schon, wird wohl zwei Stunden braten müssen, brät langsam
die Kartoffeln braten im Tiegel
übertragen
Beispiel:
salopp er muss in der Hölle braten
3.
salopp
Beispiele:
in der Sonne braten (= sich lange sonnen)
New York briet in diesen Tagen in einer Hitzewelle [Kellerm.Tunnel36]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

braten Vb. ‘über offenem Feuer oder in erhitztem Fett gar und an der Oberfläche braun werden (lassen)’, ahd. brātan (8./9. Jh.), mhd. brāten, asächs. brādan, mnd. mnl. brāden, nl. braden, afries. brēda, aengl. brǣdan (germ. *brēdan ‘erhitzen, erwärmen’) führen wie ↗Brodem, ↗brühen, ↗Brust (s. d.) auf eine vornehmlich im Germ. belegte Wurzelform ie. *bhrē-, *bhrō- ‘heiß aufwallen, wärmen, brennen’ und damit letztlich auf die gleiche Wurzel ie. *bher(ə)- ‘aufwallen, in heftiger Bewegung sein’, die sich auch in Brot, Brei und brennen fortsetzt.

Thesaurus

Synonymgruppe
braten · ↗brutzeln · ↗rösten (mit Fett, im Backofen)  ●  brötscheln (westdeutsch)  ugs. · ↗schmurgeln  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Butter Extrawurst Fett Gans Hammel Olivenöl Pfanne Schnitzel Spiegelei Spieß Steak Würstchen anbraten ausbraten backen durchbraten dünsten frittieren goldbraun goldgelb grillen knusprig kochen kross mitbraten pfeffern salzen schmoren sieden würzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›braten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese ein paar Minuten braten, schon kann das Essen losgehen.
Der Tagesspiegel, 09.03.2002
Rund zwei Stunden nach dem Kochen sollte man sie braten.
Bild, 01.02.2001
Mir wird bei diesen Worten, als sollte ich mich selbst und meine Frau in einer Pfanne braten.
Klabund: Bracke. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 2325
Und ich renne hinter ihm her und brate ihm immer von hinten einen über.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 174
Es war gut gebraten und knackte zwischen den gelben Zähnen.
Konsalik, Heinz G.: Der Arzt von Stalingrad, Hamburg: Dt. Hausbücherei 1960 [1956], S. 83
Zitationshilfe
„braten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/braten>, abgerufen am 22.10.2019.

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