Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

braun

Grammatik Adjektiv · Komparativ: brauner · Superlativ: am braunsten
Aussprache 
eWDG

Bedeutung

Mischfarbe aus Gelb, Rot und Schwarz
Beispiele:
braun wie Schokolade, Kaffee
die braune Farbe der Kastanie, einer Nuss
ein braunes Pferd, Huhn, ein brauner Schmetterling
eine braune Kommode
braune Erde
braune Wolle, braunes Tuch
nazistischer trug das braune Hemd, die braune Uniform
nazistischdie braunen Bataillone
brauner Teint
Menschen von brauner Haut
jmd. hat braune Augen (= Augen mit brauner Iris)
braunes Haar
braune Butter (= Butter, die längere Zeit der Hitze ausgesetzt worden ist)
ein schönes, dunkles, warmes, kräftiges, helles Braun
etw. sieht braun aus
der Stoff ist braun (und weiß) gestreift
etw. braun färben, rösten, beizen, tünchen, brennen
übertragen
Beispiele:
abwertenddie braune Vergangenheit
die Sonne hat ihn braun gebrannt
sie wollte gern rasch braun werden
saloppjmdn. braun und blau (= heftig) schlagen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

braun · bräunen · Bräune · bräunlich · Braunkohle
braun Adj. Bezeichnung der dunklen, zwischen rot und gelb liegenden Mischfarbe, ahd. (9. Jh.), mhd. asächs. mnd. aengl. brūn, engl. brown, mnl. bruun, nl. bruin, anord. brūnn, dän. schwed. brun (germ. *brūna-) gehen mit griech. phrȳ́nē (φρύνη) ‘Kröte’ (eigentlich ‘die Braune’) auf eine Erweiterung der Wurzel ie. *bher- ‘braun’ zurück, die auch in nhd. Bär1 (s. d.), lit. bė́ras ‘braun’ und mit Reduplikation in nhd. Biber (s. d.), aind. babhrúḥ ‘rotbraun, braun’ vorliegt, sich also häufig in Benennungen brauner Tiere findet. – bräunen Vb. ‘braun machen, werden’, ahd. brūnen (10./11. Jh.), mhd. briunen. Bräune f. ‘braune Tönung der Haut’, mhd. briune; seit Paracelsus in der Medizin für Krankheiten der Luftwege, die die Schleimhäute braunrot verfärben, ‘Angina, Diphtherie’. bräunlich Adj. ‘dem braunen Farbton ähnlich’ (17. Jh.), älter brunlecht, braunlicht. Braunkohle f. (18. Jh.).

Thesaurus

Politik
Synonymgruppe
am äußeren rechten Rand (befindlich / angesiedelt) · faschistisch · faschistoid · nationalsozialistisch · rechtsaußen · rechtsradikal  ●  rechtsextrem  Hauptform · braun  ugs., fig. · faschomäßig (adverbial)  ugs., salopp
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›braun‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›braun‹.

Verwendungsbeispiele für ›braun‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele vergessen das leider – insbesondere, wenn sie von der Idee besessen sind, möglichst braun zu werden. [Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 216]
So waren die weißgekalkten Wände mit bizarren braunen Mustern von Ästen plastisch verziert. [Grzimek, Bernhard: Kein Platz für wilde Tiere, Köln: Lingen [1973] [1954], S. 41]
Seine braunen Augen schauen offen in die Welt, und genauso direkt redet er auch. [Die Zeit, 01.07.1999, Nr. 27]
Die rote Revolution von 1917 ist älter als die braune Revolution von 1933. [Die Zeit, 26.02.1998, Nr. 10]
Ebenso teuer ist der vom Verlag zu beziehende braune Rahmen. [Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 1909, Nr. 9/10, Bd. 60]
Zitationshilfe
„braun“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/braun>.

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