brodeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbro-deln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›brodeln‹ als Letztglied: ↗aufbrodeln · ↗emporbrodeln · ↗herumbrodeln · ↗hervorbrodeln · ↗zusammenbrodeln
eWDG, 1967

Bedeutung

dampfend, wallend aufsteigen
Beispiele:
Dämpfe, Nebel brodeln
brodelnde Fluten
wallend sprudeln
Beispiele:
das kochende Wasser brodelt im Topf
Bläschen steigen brodelnd hoch
bildlich undeutlich hörbar werden
Beispiele:
Rufe und Schreie brodelten durch den Saal
ein dumpfes Brodeln war zu hören
die gejagten Triolen und brodelnden Tremolos im Baß [Wasserm.Gänsemännchen26]
übertragen gären
Beispiele:
in der Masse brodelte es
es brodelt in jmdm. vor Groll
brodelnder Volkszorn
wild brodelnde Gedanken
London brodelte vor Tatenlust [BrechtDreigroschenroman40]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

brodeln Vb. ‘(dampfend) wallen’, nur im Dt. bezeugt. Spätmhd. brodelen ist zu ahd. (9. Jh.), mhd. brod n. ‘Brühe’ gebildet, das mit asächs. broð, mnd. brot, aengl. broþ, engl. broth, anord. broð zu der unter ↗Brot (s. d.) genannten Wurzel gehört.

Thesaurus

Synonymgruppe
blubbern · brodeln · ↗gluckern · ↗glucksen
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) zusammenbrauen  fig. · ↗(weiter) schwelen  fig. · brodeln  fig. · ↗gären  fig. · ↗schwären  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gerücht Gerüchte-Küche Gerüchteküche Hexenkessel Kessel Kochtopf Kulisse Lava Lavasee Magma Oberfläche Topf Ursuppe Volksseele Vulkan aufbrodeln beben blubbern brutzeln dampfen gewaltig gären hinbrodeln innerlich kochen köcheln schäumen weiterbrodeln zischen über

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›brodeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn die alle in einem Raum sind, dann brodelt da etwas.
Die Zeit, 01.02.2013 (online)
Es macht ihm zwar zu schaffen, Emotionen brodeln in ihm.
Der Tagesspiegel, 03.02.1999
Es brodelte in ihm manchmal mehr Bitterkeit und Ingrimm, als er sich zugeben wollte.
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 451
In einem großen Aluminiumtopf brodelte eine rotbraune Soße, darin ein großes Stück Fleisch.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 181
Eine Weile ist die Wohnung sauber, dann aber brodelt es wieder.
Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 87
Zitationshilfe
„brodeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/brodeln>, abgerufen am 21.03.2019.

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