buchstabieren

GrammatikVerb · buchstabierte, hat buchstabiert
Aussprache
Worttrennungbuch-sta-bie-ren
GrundformBuchstabe
Wortbildung mit ›buchstabieren‹ als Erstglied: ↗Buchstabiermethode · ↗Buchstabiertafel  ·  mit ›buchstabieren‹ als Letztglied: ↗ausbuchstabieren · ↗durchbuchstabieren · ↗herausbuchstabieren · ↗vorbuchstabieren · ↗zusammenbuchstabieren
eWDG, 1967

Bedeutung

die gesamten Buchstaben eines Wortes in ihrer Reihenfolge einzeln (langsam) nennen
Beispiele:
seinen Namen am Telefon laut buchstabieren
seiner Sekretärin ein unbekanntes Wort buchstabieren
Fritz kann noch nicht richtig lesen, er buchstabiert in der Fibel noch jedes Wort
den Wortlaut mit Mühe entziffern
Beispiel:
eine Inschrift, die unleserliche Handschrift buchstabieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Buchstabe · buchstabieren · buchstäblich
Buchstabe m. ‘Schriftzeichen’ (für einen Sprachlaut). Die verdeutlichende Zusammensetzung von germ. *bōks ‘Buchstabe’ und germ. *stabi- ‘Stab’ (aengl. und anord. auch ‘Buchstabe’) ist anfangs die Bezeichnung für ein Holzstäbchen mit eingeritzen Runenzeichen, vgl. anord. stafr und rūnastafr, aengl. rūnstæf. Danach stehen ahd. buohstab (8. Jh.), mhd. buochstabe, asächs. bōkstaf, mnl. boecstaf, aengl. bōcstæf, anord. bōkstafr, schwed. bokstav die zum Schreiben im Buch verwendeten lateinischen Schriftzeichen. S. ↗Stab und ↗Buch. buchstabieren Vb. ‘langsam, jeden Buchstaben einzeln lesen oder sprechen’ (Anfang 16. Jh.); voraus geht gleichbed. buchstaben, mhd. buochstaben. buchstäblich Adj. ‘wörtlich, dem Wortsinn genau entsprechend, tatsächlich’; seit Anfang 16. Jh. neben buchstabisch, selten buchstäbisch (geläufig im 16. Jh.); auch die lich-Ableitung wird im 16./17. Jh. vorwiegend umlautlos verwendet.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abc Alphabet Begriff Finger Letter Nachname Name Namen Souveränität Speisekarte Vorname Wort Zeile anders ausbuchstabieren durchbuchstabieren fehlerfrei gleichsam herunterbuchstabieren korrekt mit mühsam nach nachbuchstabieren rückwärts umständlich vorbuchstabieren vorwärts zurück zusammenbuchstabieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›buchstabieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Abergläubisch buchstabiere ich, wenn es mir unterläuft, eine fixe Idee.
Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 49
Zwar lassen sich Wörter auch buchstabieren, doch dann wird das Programm dieses Wort beim nächsten Mal erneut mißverstehen.
Der Tagesspiegel, 28.10.1997
Sie hatten den Namen extra buchstabiert, doch es half nichts.
Süddeutsche Zeitung, 06.05.1995
Den heutigen Vormittag habe ich eine reichliche Stunde daran buchstabiert.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1923. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1923], S. 185
Nick versuchte, den Titel zu buchstabieren, und gab es auf.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 963
Zitationshilfe
„buchstabieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/buchstabieren>, abgerufen am 14.10.2019.

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