bucklig

GrammatikAdjektiv
Nebenform buckelig · Adjektiv
Worttrennungbuck-lig ● bu-cke-lig
WortzerlegungBuckel-ig
Wortbildung mit ›bucklig‹ als Grundform: ↗Bucklige

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. ...
  2. 2. holperig, uneben
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Beispiele:
ein buckliger Mensch (= ein Mensch mit einem verwachsenen Rücken, Buckel)
ein buckliger Schneider
der Bucklige war seinen Mitmenschen gegenüber misstrauisch
Therese Weichbrodt war ... so bucklig, daß sie nicht viel höher war als ein Tisch [Th. MannBuddenbrooks1,83]
2.
holperig, uneben
Beispiel:
ein buckliges Straßenpflaster, ein buckliger Hügel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Buckel · buck(e)lig · buckeln · katzbuckeln
Buckel m. ‘erhabener Metallbeschlag in Form einer Halbkugel in der Mitte des Schildes’. Ahd. buckula f. ‘Schildknauf, Schild’ (11. Jh.), entlehnt aus lat. buccula ‘Bäckchen’, übertragen ‘Schildknauf’. Dagegen dürfte mhd. buckel f. m. weithin unter dem Einfluß von gleichbed. afrz. bo(u)cle stehen, das seinerseits auf lat. buccula (s. oben) beruht, einem Deminutivum zu lat. bucca ‘aufgeblasene Backe’. Im 15. Jh. nimmt Buckel auch die Bedeutungen ‘höckerartiger Rücken’, in der Umgangssprache ‘Rücken’ (nordd. in der Variante Puckel), und ‘kleiner Hügel’ an, am ehesten zu erklären als eine vom Bilde der Wölbung ausgehende semantische Entwicklung. Weniger wahrscheinlich ist die Annahme, in Buckel ‘Höcker, Rücken’ eine Ableitung (von ↗biegen, ↗bücken) zu sehen, und Buckel ‘Hügel’ mit ↗Bühl, ↗Bühel zu verbinden; dann müßte jeweils eine (sematisch bedingte?) lautliche Angleichung an älteres Buckel erfolgt sein. buck(e)lig Adj. ‘mit einem Buckel behaftet’ (15. Jh.), spätmhd. buckeleht. buckeln Vb. ‘einen Buckel machen, auf dem Rücken tragen’ (17. Jh.), vgl. mhd. buckeln ‘mit Erhöhungen versehen’ sowie vereinzeltes ahd. buckilōn ‘sich krümmen’ (um 1000). Dazu (im Hinblick auf den gekrümmten Katzenücken) katzbuckeln Vb. ‘liebedienerisch, unterwürfig sein, schmeicheln’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
auf- und absteigend · buckelig · bucklig · gewellt · ↗hügelig · ↗uneben · ↗wellig  ●  kollin  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›bucklig‹, ›buckelig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›buckelig‹.

Verwendungsbeispiele für ›bucklig‹, ›buckelig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nicht nur in der Buckligen Welt zittert man um die Gäste.
Die Zeit, 21.06.2010, Nr. 25
Nur das blasse bucklige Mädchen kam ihr mahnend in den Sinn.
Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 403
Einer, bucklig, kriegsverletzt, fegte den Hof, jetzt, in der Nacht.
Zeitler, Andreas: Eines Mannes beste Zeit. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 58
Der bucklige Kohn lehnte lässig an einer katholischen Kirche, überlegte das Dasein.
Lichtenstein, Alfred: Cafe Klößchen. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919], S. 41616
Ihm zuzumuten, dass er mir die Arbeit auf meinen buckligen, baumbestandenen Flecken abnimmt, wäre frech.
Süddeutsche Zeitung, 20.06.2002
Zitationshilfe
„bucklig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bucklig>, abgerufen am 05.04.2020.

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