buh

GrammatikAusruf
Aussprache
Wortbildung mit ›buh‹ als Erstglied: ↗Buh-Ruf · ↗Buhruf  ·  mit ›buh‹ als Grundform: ↗buhen
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Ausruf des Missfallens
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

buh · (aus)buhen · Buhmann
buh Interjektion Ausdruck des Unvermögens, des Unwillens (weis bu noch bae, 15. Jh.), Ausruf, um Angst oder Schrecken hervorzurufen (bu(h), 18. Jh.; s. auch ↗puh). Heute besonders Ausspruch des Schmähens und Mißfallens (19. Jh.), wohl unter Einfluß von gleichbed. engl. boo! (eigentlich lautmalend für das Muhen des Rindes). (aus)buhen Vb. ‘durch buh Rufen sein Mißfallen bekunden’, engl. to boo ‘muhen, niederbrüllen, schmähen, ablehnen’. Buhmann m. ‘Schreckgespenst’ (in der Kindersprache, 18. Jh.), auch ‘jmd., auf den alle Schuld geschoben wird, Sündenbock’ (20. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›buh‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einer der schärfsten Kritiker der bisherigen Regelung ist der Bundesverband der unabhängigen Handwerker (BUH).
Die Welt, 08.01.2003
Der Bundesverband unabhängiger Handwerker (BUH) schätzt, dass mehrere hunderttausend Betriebe neu entstehen könnten, sobald die Meisterpflicht komplett abgeschafft ist.
Süddeutsche Zeitung, 10.10.2002
Insgesamt rechnet die BUH mit einer Verringerung der Schwarzarbeit nach dem Ende des Meisterzwangs.
Süddeutsche Zeitung, 31.05.2003
Er ist Vorstand des Berufsverbandes unabhängiger Handwerker (BUH) und streitet gegen den Meisterbrief.
Der Tagesspiegel, 04.05.2003
Zitationshilfe
„buh“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/buh>, abgerufen am 07.04.2020.

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