buh

Grammatik Ausruf
Aussprache  [buː]
Wortbildung  mit ›buh‹ als Erstglied: ↗Buh-Ruf · ↗Buhruf  ·  mit ›buh‹ als Grundform: ↗buhen
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

Ausruf des Missfallens
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

buh · (aus)buhen · Buhmann
buh Interjektion Ausdruck des Unvermögens, des Unwillens (weis bu noch bae, 15. Jh.), Ausruf, um Angst oder Schrecken hervorzurufen (bu(h), 18. Jh.; s. auch ↗puh). Heute besonders Ausspruch des Schmähens und Mißfallens (19. Jh.), wohl unter Einfluß von gleichbed. engl. boo! (eigentlich lautmalend für das Muhen des Rindes). (aus)buhen Vb. ‘durch buh Rufen sein Mißfallen bekunden’, engl. to boo ‘muhen, niederbrüllen, schmähen, ablehnen’. Buhmann m. ‘Schreckgespenst’ (in der Kindersprache, 18. Jh.), auch ‘jmd., auf den alle Schuld geschoben wird, Sündenbock’ (20. Jh.).
Zitationshilfe
„buh“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/buh>, abgerufen am 15.05.2021.

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