bumsen

GrammatikVerb
Worttrennungbum-sen
Wortbildung mit ›bumsen‹ als Erstglied: ↗Bumserei · ↗bumsfidel · ↗bumsvoll
 ·  mit ›bumsen‹ als Letztglied: ↗aufbumsen · ↗dagegenbumsen · ↗durchbumsen · ↗zubumsen
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich dumpf dröhnen
2.
umgangssprachlich
a)
heftig gegen etw. schlagen, klopfen, sodass es bumst
b)
heftig gegen etw. prallen, stoßen
3.
Fußball, Jargon wuchtig u. genau in eine bestimmte Richtung schießen
4.
salopp koitieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bums · bum · Bums · bumsen
bums bum Schallwort für einen Knall oder Fall, auch (mit Sekundärablaut) in der Folge bim, bam, bum für den tiefen Glockenton (s. ↗bim). Belegt seit dem 17. Jh., oft in der Schreibung bumb, bump, bumps; älter sind vollere Formen wie bumblebum (15. Jh.). Substantiviert Bums m. ‘Knall, das dröhnende An-, Aufschlagen’ (19. Jh.), auch ‘Tanzvergnügen’ (nach dem scharf und akzentuiert geschlagenen Rhythmus anspruchsloser Musik); landschaftlich auch ‘Bordell’ (19. Jh.). bumsen Vb. ‘dröhnen, klingen, an-, aufschlagen’ (16. Jh.); heute auch (60er Jahre 20. Jh.) ‘miteinander schlafen’ nach älterem mundartlichen (schwäb. schweiz.) bumsen, bumpsen (vgl. auch schwäb. bumsig ‘lüstern auf ein Mädchen’). In der allgemeinen Umgangssprache verbreitet als weniger derb empfundener Ausdruck neben puffen, stoßen.

Thesaurus

Biologie
Synonymgruppe
(seinen) ehelichen Pflichten nachkommen · ↗(sich) lieben · Geschlechtsverkehr haben · Verkehr haben · intim werden (mit) · ↗verkehren  ●  Sex haben  Hauptform · den Beischlaf vollführen  Amtsdeutsch · ↗erkennen  biblisch · es kommt zum Geschlechtsverkehr  Amtsdeutsch · mit jemandem schlafen  verhüllend · (den) Lachs buttern  derb · (ein) Rohr verlegen  derb · (eine) Nummer schieben  ugs. · ↗(es) treiben (mit)  ugs. · ↗(jemanden) flachlegen  ugs. · ↗(jemanden) vernaschen  ugs. · Liebe machen  ugs. · Sex machen  ugs. · ↗begatten  fachspr. · ↗bimsen  derb · bumsen  ugs. · einen wegstecken  ugs. · ↗ficken  vulg. · ↗kohabitieren  geh. · ↗koitieren  geh. · ↗kopulieren  fachspr. · ↗nageln  derb · ↗pimpern  derb · ↗poppen  ugs. · ↗pudern  ugs., österr. · ↗rammeln  ugs. · schnackseln  ugs. · ↗vögeln  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • nehmen, was übrig bleibt (für Sex)  ●  Reste ficken  vulg., abwertend
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

bumsen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bumsen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und die Frauen sind nicht selten dazu degradiert, gebumst zu werden.
Süddeutsche Zeitung, 31.05.2001
Das süße Mädchen, das von mir nicht verarscht werden wollte, empfand den Ausdruck „bumsen“, den es verstand, als auf eine großväterliche Weise vulgär.
Die Zeit, 09.07.1982, Nr. 28
Weil ich seit Monaten mit Uli zusammen war und immer noch mit keinem anderen Mann gebumst hatte.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 125
Wo irgend etwas bumst oder braust, durchfährt sie ein Beben.
Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 118
Kaum war er in der Stube, bumste es wieder gegen die Hoftür.
Welk, Ehm: Die Heiden von Kummerow, Rostock: Hirnstorff 1978 [1937], S. 353
Zitationshilfe
„bumsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bumsen>, abgerufen am 28.05.2018.

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