Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

buschig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung bu-schig
Wortzerlegung Busch -ig
eWDG

Bedeutungen

1.
dicht mit Haaren bewachsen
Beispiele:
buschige Augenbrauen, Wimpern
der Alte hatte einen buschigen Backenbart
ein Hund mit einer buschigen Rute
als der Kater noch ein Kätzchen war, das mit seiner Mutter buschiger Lunte spielte [ LönsMümmelmann4,44]
2.
mit Büschen bestanden
Beispiele:
buschige Anhöhen, Ufer
eine buschige Landzunge ragte weit in den See
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Busch · buschig · Gebüsch · Büschel
Busch m. ‘Strauch’, ahd. busc, bosc (Hs. 12. Jh.), mhd. busch, bosch(e), asächs. -busc, mnd. busch, mnl. bosch, busch, nl. bos, engl. bush, dän. busk, schwed. buske. Das Hauptproblem der Etymologie liegt im Verhältnis der germ. Formen zur mlat.-roman. Wortgruppe mlat. boscus, buscus ‘Wald, Gebüsch’, aprov. bosc, afrz. bois, bos(c), frz. bois, ital. bosco. Fraglich ist, ob eine Entlehnung aus dem Roman. ins Germ. oder umgekehrt aus dem Germ. ins Roman. stattgefunden hat. Nimmt man für Busch germ. Ursprung an (germ. *buska-), so ist die gesamte Wortgruppe zur s-Erweiterung der Wurzel ie. *b(e)u-, *bh(e)u-, *b(h)ū- ‘aufblasen, schwellen’ zu stellen (s. Beule, Bausch). Dagegen gibt es für die mlat.-roman. Formen außerhalb des Germ. keinen sicheren Anknüpfungspunkt. Auffällig bleibt die relativ späte Bezeugung in den einzelnen germ. Sprachen, doch machen die hier bezeugte weite Verbreitung und die Möglichkeit eines etymologischen Anschlusses eine Entlehnung der mlat.-roman. Formen aus dem Germ. wahrscheinlich. Die Redensart auf den Busch klopfen ‘zu erfahren suchen, was hinter einer Angelegenheit steckt’ wird aus der Jägersprache übernommen, eigentlich ‘klopfen, um das verborgene Wild aufzuscheuchen’. – buschig Adj. ‘mit Büschen bestanden’ (16. Jh.), dem spätmhd. buscheht (bis Mitte 19. Jh. noch buschicht) voraufgeht; nhd. auch ‘mit Haaren dicht bewachsen’. Gebüsch n. ‘Gesträuch’, spätmhd. gebüsche. Büschel n. ‘Bündel’, ahd. buskillī(n) (11. Jh.), buskila (Hs. 12. Jh.), mhd. büschel, eigentlich ‘kleiner Busch’.

Thesaurus

Synonymgruppe
buschig · zottelig · zottig
Synonymgruppe
buschig · waldig

Typische Verbindungen zu ›buschig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›buschig‹.

Verwendungsbeispiele für ›buschig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Damit die Pflanzen buschig wachsen, werden sie mehrere Male gestutzt. [Reinhardt Höhn, Blumen für den Balkon: Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag 1976, S. 54]
Hinter den weißen, buschigen Dünen war das Rauschen des Meeres zu hören. [Süddeutsche Zeitung, 11.09.2004]
Seine buschigen Brauen standen hochgezogen, die Augen blieben fast geschlossen. [Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 666]
Der alte Mann mit den buschigen Augenbrauen sagt kein Wort. [Die Zeit, 18.01.2013, Nr. 04]
Ich brauche die genauen Beschreibungen auch als Leser nicht, die buschigen Augenbrauen, der kunstvoll geschwungene Mund. [Die Zeit, 07.09.2009, Nr. 36]
Zitationshilfe
„buschig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/buschig>.

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