buttern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbut-tern
GrundformButter
Wortbildung mit ›buttern‹ als Erstglied: ↗Butterei  ·  mit ›buttern‹ als Letztglied: ↗hineinbuttern · ↗reinbuttern · ↗unterbuttern · ↗zubuttern

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Butter bereiten
  2. 2. zu Butter werden
  3. 3. eine Speise mit Butter versehen
  4. 4. [salopp] ⟨Geld in etw. buttern⟩ Geld in etw. hineinstecken
  5. 5. [salopp] ⟨etw. buttert⟩ etw. geht wie geölt
  6. 6. [salopp] eitern
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Butter bereiten
Beispiele:
die Bäuerin war gerade beim Buttern
Das Buttern geschah auf die altherkömmliche Weise durch Stoßen des Rahms im Butterfaß [PaulsenAus meinem Leben42]
2.
zu Butter werden
Beispiele:
es buttert (= es zeigen sich die ersten Butterkügelchen)
der Rahm will heute nicht buttern
3.
eine Speise mit Butter versehen
Beispiel:
den Kuchen noch heiß buttern und zuckern
4.
salopp Geld in etw. butternGeld in etw. hineinstecken
Beispiel:
nachdem er nach und nach an vierundvierzigtausend Goldmark ... in den Spartopf dieser geschickten Gesellschaft gebuttert hatte [A. ZweigRegenbogen210]
5.
salopp etw. buttertetw. geht wie geölt
Beispiel:
Alle Mühen butterten nicht (= hatten keinen Erfolg) [J. WincklerBomberg61]
6.
salopp eitern
Beispiele:
die Wunde buttert
Als wir ihm ... mal einen wandernden Splitter und butternden Sequester aus dem Bein entfernten [F. WolfMamlockI]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Butter · Anke(n) · buttern · Buttermilch · Butterbrot
Butter f. aus Milch erzeugtes ‘Speisefett’, ahd. butira (11. Jh.), mhd. buter, mnd. bot(t)er, mnl. boter, botter, butter, nl. boter, afries. butera, botera, aengl. butere, engl. butter bezeugen westgerm. Verbreitung. Sie sind Entlehnungen aus vlat. *butira, *butura (Vokalquantitäten unsicher), dem als Fem. Sing. aufgefaßten Kollektivplural des Neutr. lat. būtȳrum (mit zahlreichen spätlat. Nebenformen, z. B. buturum). Ausgangswort ist griech. bū́tȳron (βούτυρον) ‘Butter’, eigentlich ‘Kuhkäse’, zu bū́s (βοῦς) ‘Rind, Kuh’ und tȳrós (τυρός) ‘Käse’. Die Antike benutzte als Speisefett Olivenöl, kannte Butter aber als Speise nördlicher Völker (auch der Germanen), verwandte sie selbst jedoch nur zu medizinischen und kultischen Zwecken. Alte dt. Wörter für ‘Butter’ sind ahd. kuosmero (s. ↗Schmer) und ahd. anko (8. Jh.), anksmero, mhd. anke, nhd. (westobd.) Anke(n) m. ‘Butter, Fett’, wohl zu ie. *ongʷen- ‘Salbe, Fett, Butter’ gehörig, wozu auch lat. unguen n. ‘Fett, Salbe’ und lat. ungere ‘salben’. buttern Vb. ‘Butter herstellen’ (16. Jh.). Buttermilch f. (15. Jh.). Butterbrot n. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
buttern · mit Butter bestreichen

Typische Verbindungen zu ›buttern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›buttern‹.

Verwendungsbeispiele für ›buttern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich mußte nicht nur melken, ich mußte auch noch buttern, stundenlang.
Die Zeit, 26.12.1997, Nr. 1
Das Land übernahm das Werk, butterte Millionen hinein, wollte es nach der Gesundung Pilz wieder zurückgeben.
Süddeutsche Zeitung, 08.10.1994
Ich rahmte ab, ich butterte, knetete, machte Käse und überwachte das Füttern des Viehes.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 4418
Die Milch mußte geseiht, der Rahm aufgestellt werden, in den nächsten Tagen mußte sie buttern.
Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 418
Die Bäuerin aber, die gerade gebuttert hatte, schlug als geeignetstes Gegenmittel vor, des Kindes Arm in das Butterfaß zu stecken.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Zitationshilfe
„buttern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/buttern>, abgerufen am 29.03.2020.

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