Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

buttern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung but-tern
GrundformButter
Wortbildung  mit ›buttern‹ als Erstglied: Butterei  ·  mit ›buttern‹ als Letztglied: hineinbuttern · reinbuttern · unterbuttern · zubuttern

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Butter bereiten
  2. 2. zu Butter werden
  3. 3. eine Speise mit Butter versehen
  4. 4. [salopp] ⟨Geld in etw. buttern⟩ Geld in etw. hineinstecken
  5. 5. [salopp] ⟨etw. buttert⟩ etw. geht wie geölt
  6. 6. [salopp] eitern
eWDG

Bedeutungen

1.
Butter bereiten
Beispiele:
die Bäuerin war gerade beim Buttern
Das Buttern geschah auf die altherkömmliche Weise durch Stoßen des Rahms im Butterfaß [ PaulsenAus meinem Leben42]
2.
zu Butter werden
Beispiele:
es buttert (= es zeigen sich die ersten Butterkügelchen)
der Rahm will heute nicht buttern
3.
eine Speise mit Butter versehen
Beispiel:
den Kuchen noch heiß buttern und zuckern
4.
salopp Geld in etw. butternGeld in etw. hineinstecken
Beispiel:
nachdem er nach und nach an vierundvierzigtausend Goldmark … in den Spartopf dieser geschickten Gesellschaft gebuttert hatte [ A. ZweigRegenbogen210]
5.
salopp etw. buttertetw. geht wie geölt
Beispiel:
Alle Mühen butterten nicht (= hatten keinen Erfolg) [ J. WincklerBomberg61]
6.
salopp eitern
Beispiele:
die Wunde buttert
Als wir ihm … mal einen wandernden Splitter und butternden Sequester aus dem Bein entfernten [ F. WolfMamlockI]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Butter · Anke(n) · buttern · Buttermilch · Butterbrot
Butter f. aus Milch erzeugtes ‘Speisefett’, ahd. butira (11. Jh.), mhd. buter, mnd. bot(t)er, mnl. boter, botter, butter, nl. boter, afries. butera, botera, aengl. butere, engl. butter bezeugen westgerm. Verbreitung. Sie sind Entlehnungen aus vlat. *butira, *butura (Vokalquantitäten unsicher), dem als Fem. Sing. aufgefaßten Kollektivplural des Neutr. lat. būtȳrum (mit zahlreichen spätlat. Nebenformen, z. B. buturum). Ausgangswort ist griech. bū́tȳron (βούτυρον) ‘Butter’, eigentlich ‘Kuhkäse’, zu bū́s (βοῦς) ‘Rind, Kuh’ und tȳrós (τυρός) ‘Käse’. Die Antike benutzte als Speisefett Olivenöl, kannte Butter aber als Speise nördlicher Völker (auch der Germanen), verwandte sie selbst jedoch nur zu medizinischen und kultischen Zwecken. Alte dt. Wörter für ‘Butter’ sind ahd. kuosmero (s. Schmer) und ahd. anko (8. Jh.), anksmero, mhd. anke, nhd. (westobd.) Anke(n) m. ‘Butter, Fett’, wohl zu ie. *ongʷen- ‘Salbe, Fett, Butter’ gehörig, wozu auch lat. unguen n. ‘Fett, Salbe’ und lat. ungere ‘salben’. buttern Vb. ‘Butter herstellen’ (16. Jh.). Buttermilch f. (15. Jh.). Butterbrot n. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
buttern · mit Butter bestreichen

Typische Verbindungen zu ›buttern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›buttern‹.

Verwendungsbeispiele für ›buttern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich mußte nicht nur melken, ich mußte auch noch buttern, stundenlang. [Die Zeit, 26.12.1997, Nr. 1]
Hier seinen Toast zu buttern und dabei mit den Augen in dem kleinen Garten auf der Rückseite des Hauses umherzuwandern ist ein Genuss. [Die Zeit, 16.08.2004, Nr. 33]
Die Kinder durften sich eine eigene Schweineherde halten, sie lernten buttern, und sie lernten käsen. [Die Zeit, 03.05.1996, Nr. 19]
Auch die CDU buttert hinein in die letzten 72 Stunden. [Die Zeit, 30.09.2013, Nr. 39]
Steirische Investoren butterten mit eigenem Geld und mithilfe von Krediten 45 Millionen Euro in den Bau, 20 Millionen kamen vom Land. [Die Zeit, 21.06.2010, Nr. 25]
Zitationshilfe
„buttern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/buttern>.

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