schick

Alternative Schreibungchic
GrammatikAdjektiv
Rechtschreibregeln§ 32 (2)
Wortbildung mit ›schick‹ als Letztglied: ↗todchic · ↗todschick · ↗unchic · ↗unschick
 ·  mit ›schick‹ als Grundform: ↗Schickimicki
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
modisch und geschmackvoll
Beispiele:
ein schicker Anzug, Hut
eine schicke Bluse, schicke Kleidung
sie weiß, was schick ist
eine schick gekleidete Frau
schick aussehen
übertragen
Beispiel:
abwertend Die schicke (= vornehme) Gesellschaft, die er mit seiner Gegenwart beehrt [K. MannMephisto195]
umgangssprachlich es ist schick
es gilt als schick
Beispiele:
es ist schick, in eine Bar zu gehen
es gilt als schick, lange Haare zu haben
er hält es für schick, im Auto vorzufahren
2.
salopp ausgezeichnet, großartig
Beispiele:
eine schicke Sängerin, Schallplatte
(es ist) schick, dass du noch gekommen bist
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schick · schick · schicklich · Schickeria · Schickimicki
Schick, auch Chic m. ‘modische Eleganz’. Das zu (sich) schicken (s. ↗schicken) im Sinne von ‘ordnen, (sich) fügen, einrichten’ gebildete, seit dem 15. Jh. belegte nhd. Schick ‘gute Art, gute Stimmung, gutes Aussehen, richtiges Verhalten’ gilt im Dt. des 18. Jhs. als veraltet (Frisch) bzw. (trotz vereinzeltem Gebrauch bei guten Schriftstellern) als nicht literatursprachlich (Adelung, Campe). Mit der im Obd., zumal im Elsaß, in der Schweiz und im Rheingebiet üblichen Bedeutung ‘Anstelligkeit, Geschick(lichkeit), Talent’ wird Schick ins Frz. entlehnt (1. Hälfte 19. Jh.) und ergibt frz. chic ‘berufliche Fähigkeit, das Geschick, ohne Modell zu malen, etw. geschmackvoll zu tun, anspruchsvolle, besondere, verwegene Eleganz’. In diesem Sinne gelangt das Substantiv in der Form Chic ins Dt. zurück (2. Hälfte 19. Jh.), gilt als frz. Wort, und auch in der Schreibweise Schick wird die dt. Herkunft kaum noch empfunden. schick, auch chic, Adj. ‘modisch elegant’, Übernahme (2. Hälfte 19. Jh.) von frz. chic in dessen adjektivischer Verwendung. An das dt. Substantiv bzw. unmittelbar an das Verb schicken schließt sich an schicklich Adj. ‘geeignet, den Umständen angemessen, passend, geziemend’, spätmhd. schickelich ‘geordnet’ (14. Jh.). Schickeria f. ‘extravagant gekleidete und tonangebende Gesellschaftsschicht’, Entlehnung (20. Jh.) von ital. sciccheria ‘Eleganz, Schick’, zu ital. scicche Adj., aus frz. chic (s. oben). Sprachspielerisch Schickimicki m. ‘wer sich betont modisch kleidet, modischer Tand’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
chic · ↗elegant · ↗fesch · ↗flott · ↗kleidsam · ↗modisch · schick · ↗schmissig · ↗schmuck · ↗schnittig  ●  ↗frech  fig. · ↗cool  ugs. · ↗geil  ugs. · ↗schnatz  ugs., regional · ↗schnieke  ugs., berlinerisch · ↗stylish  fachspr., werbesprachlich · ↗todchic (Verstärkung)  ugs. · ↗todschick (Verstärkung)  ugs.
Assoziationen
  • (perfekt) gestylt · durchgestylt · herausgeputzt · ↗piekfein  ●  (schwer) in Schale  ugs. · aufgebrezelt  ugs. · aufgedonnert  ugs. · aufgetakelt  ugs. · ↗geschniegelt  ugs. · geschniegelt und gebügelt  ugs. · geschniegelt und gestriegelt  ugs. · in Kluft  ugs. · wie ein Pfingstochse  ugs. · wie ein Zirkuspferd  ugs.
  • (die) Mode sein · Konjunktur haben(d) · Szene... · ↗aktuell · dem Zeitgeist entsprechend · ↗gefragt · im Trend liegen(d)  ●  (...) ist das neue (...; ist der / die neue ...)  Jargon, floskelhaft · zum guten Ton gehören(d)  fig. · (voll) im Trend  ugs. · ↗Kult  ugs. · ↗angesagt  ugs. · ↗en vogue  geh., franz. · ↗hip  ugs. · hoch im Kurs stehen  ugs. · im Schwange (sein)  geh. · ↗in (betont, Emphase)  ugs., engl. · in Mode  ugs., Hauptform · ↗kultig  ugs. · ↗sexy  ugs., fig. · ↗trendig  ugs. · ↗trendy  ugs.
  • ausgehfertig · ↗stadtfein
Synonymgruppe
nett  ●  schick  fig. · ↗schnatz  fig., regional · ↗schnuckelig  fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

aussehen besonders gekleidet geln gelten gestylt sehr

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›chic‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun ja, sowas ist eben einfach sehr, sehr schick jetzt.
Der Tagesspiegel, 02.11.1998
Aber inzwischen fährt er wohl längst wieder ein schickes Auto.
Bild, 18.03.1998
Ich weiß, wie stolz du immer gewesen bist, mit den schönsten Mädchen und den schicksten Frauen gesehen zu werden.
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 234
Und er gab sich mit dieser Erklärung zufrieden, war sogar stolz auf seine mit wenig Geld so schick gekleidete Frau.
Bredel, Willi: Die Väter. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Bd. 7, Berlin: Aufbau-Verl. 1973 [1946], S. 119
Überhaupt fand ich Bäckerhosen nicht besonders schick, aber sie waren billig, und das freute meine Mutter.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 29
Zitationshilfe
„schick“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schick>, abgerufen am 19.09.2019.

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