chiral

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Worttrennung chi-ral
Herkunft zu chéirgriech (χείρ) ‘Hand’
Wortbildung  mit ›chiral‹ als Grundform: ↗Chiralität
Wahrig und ZDL, 2020

Bedeutung

Chemie von Molekülen   sich spiegelbildlich zueinander verhaltend
Synonym zu händig (2)
Beispiele:
Die meisten Bausteine des Lebens wie Aminosäuren oder Zucker sind chiral, d. h., sie können in zwei Formen existieren, die sich zueinander verhalten wie die rechte zur linken Hand (nach einer internationalen Konvention werden die beiden Formen mit den Buchstaben R und S bezeichnet). [Neue Zürcher Zeitung, 17.10.2001]
Viele Gegenstände und Erscheinungen verhalten sich zueinander wie Bild und Spiegelbild. Chiralität (Händigkeit; abgeleitet von griechisch cheir – »Hand«) kommt auch bei Kristallen und Molekülen vor. Chirale Moleküle unterscheiden sich in der Anordnung eines Atoms. In einer chiralen Umgebung haben die beiden spiegelbildlichen Formen, auch Enantiomere genannt, verschiedene Eigenschaften. [Eucor, 18.03.2015, aufgerufen am 07.04.2020]
Die Erbsubstanz DNA liegt in der sogenannten Doppel-Helix-Struktur vor – das heißt, sie ist schraubenartig aufgebaut, ebenso wie weitere biologisch wichtige Moleküle. Man bezeichnet sie als chiral oder händig. [Der Standard, 22.02.2011]
Prochiral bezeichnet einen Zustand, der in einem weiteren Schritt zur »Chiralität« führt. Man spricht auch von »Händigkeit«, weil rechte und linke Hand »chiral« sind, also übereinander gelegt nicht zur Deckung gebracht werden können. [Der Tagesspiegel, 12.08.2003]
Zitationshilfe
„chiral“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/chiral>, abgerufen am 28.05.2020.

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