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düpieren

Grammatik Verb · düpiert, düpierte, hat düpiert
Aussprache 
Worttrennung dü-pie-ren
Wortbildung  mit ›düpieren‹ als Erstglied: Düpierung
Herkunft aus duperfrz ‘anführen, hintergehen, zum Narren halten’
eWDG

Bedeutung

gehoben jmdn. täuschen, hereinlegen
Beispiele:
mich kannst du nicht düpieren
daß sie nicht so einfältig sei, sich düpieren zu lassen [ St. ZweigBalzac296]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

düpieren Vb. ‘täuschen, hereinlegen, foppen’, im 17. Jh. aus frz. duper ‘anführen, hintergehen, zum Narren halten’ entlehnt, das von dem Argotausdruck dupe ‘wer im Spiel getäuscht oder betrogen wird, Narr’ abgeleitet ist. Zugrunde liegt lat. upupa f. ‘Wiedehopf’, das onomatopoetisch zu dupe umgebildet ist. Der Wiedehopf gilt als ein dummer Vogel mit auffälligem Verhalten.

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemanden) irreführen · hereinlegen · in die Irre führen · irreleiten  ●  (jemandem) Sand in die Augen streuen  fig. · (jemanden über etwas) täuschen  Hauptform · auf eine falsche Fährte führen  fig. · auf eine falsche Fährte locken  fig. · an der Nase herumführen  ugs., fig. · anschmieren  ugs. · derblecken  ugs., bayr. · düpieren  geh. · hinters Licht führen  ugs. · reinlegen  ugs. · trompieren  ugs., landschaftlich, franz. · verarschen  derb · verkaspern  ugs. · veräppeln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
verletzen  ●  auf den Schlips treten  fig. · brüskieren  geh. · düpieren  geh. · vor den Kopf stoßen  ugs., fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›düpieren‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›düpieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›düpieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da fühlt er sich von denen düpiert, denen er helfen will. [Die Zeit, 11.07.1980, Nr. 29]
Sie fühlte sich düpiert, denn natürlich konnte sie ihm das Vertrauen nicht verweigern. [Die Zeit, 26.05.1972, Nr. 21]
Nicht zuletzt ist der Finanzminister als der heimliche Star des Kabinetts düpiert. [Süddeutsche Zeitung, 25.09.2000]
Sie stellen sich halt manchmal zu naiv an, lassen sich in manchen Situationen düpieren. [Die Welt, 13.04.2004]
Der Herzog verfolgte mit der Auszeichnung auch noch den Zweck, einen anderen zu düpieren. [Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 628]
Zitationshilfe
„düpieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/d%C3%BCpieren>.

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