daran

GrammatikPronominaladverb
Aussprache
Worttrennungda-ran · dar-an (computergeneriert)
Wortbildung mit ›daran‹ als Erstglied: ↗darangeben · ↗darangehen · ↗daranmachen · ↗daransetzen · ↗daranwenden
eWDG, 1967

Bedeutung

Synonym zu dran
1.
räumlich
a)
an dem eben Erwähnten
Beispiele:
auf dem Hof ist eine Leine gespannt. Daran hängen mehrere Wäschestücke
sind die Bretter schon im Schuppen? Nein, sie lehnen noch daran
etw. haftet, klebt daran
daran riechen
daran sitzen, hochspringen
sich daran stoßen
auf seinem täglichen Weg zur Schule geht er an einem alten Giebelhaus vorüber. Bisher ist er immer achtlos daran vorbeigegangen
die Eisenbahnstrecke nach X liegt am Kanal. Daran führt auch die Straße entlang
wenn der Mantel gereinigt werden soll, dürfen keine Knöpfe daran sein
das volle Laub hat der Baum nicht mehr, einzelne Blätter sind aber noch daran
er hatte einen Stock mit einer Eisenspitze daran
b)
an das eben Erwähnte
Beispiele:
dort ist ein Haken. Daran kannst du deinen Mantel hängen
er bemerkte nicht, dass der Zaun frisch gestrichen war, und lehnte sich daran
etw. daran binden, kleben, nageln
mit der Hand daran stoßen
sie gingen an den Tisch in der Ecke und setzten sich daran
daran grenzen
2.
räumlich
übertragen
a)
entsprechend der Bedeutung von daran (Lesart 1 a)
Beispiele:
der Beschluss war richtig. Daran ist nicht zu rütteln
er hat seine Meinung und hält daran fest
umgangssprachlich er hat den Aufsatz schon fertig? Nein, er sitzt noch daran
mir liegt (nichts, sehr viel, wenig) daran, dass er kommt
daran ist kein wahres Wort (= diese Behauptung enthält kein wahres Wort)
ich weiß nicht, ob es daran liegt (= ob das der Grund ist)
b)
entsprechend der Bedeutung von daran (Lesart 1 b)
Beispiele:
der Vorfall ist ihm unangenehm, rühre nicht daran!
die Verhandlungen haben begonnen. Daran werden allgemein große Hoffnungen geknüpft
der Aufsatz ist beinahe fertig, er legt die letzte Hand daran
sich daran klammern, dass ...
sich nicht daran kehren
umgangssprachlich nicht recht daran wollen
3.
zeitlich
a)
daran anschließend, im Anschluss darandanach, dann
Beispiele:
zuerst hörten sie eine Vorlesung, daran anschließend nahmen sie an einem Seminar teil
er aß Mittag und machte im Anschluss daran einen Spaziergang
b)
nahe daran sein, etw. zu tunbeinahe etw. tun, im Begriff sein, etw. zu tun
Beispiele:
er war nahe daran, die Beherrschung zu verlieren
er war nahe daran zu weinen
4.
bezeichnet eine allgemeine Beziehung   was diese Sache angeht, hinsichtlich dieser Sache
Beispiele:
sie spielte gern mit den Kindern und hatte viel Freude daran
hast du immer noch nicht die Lösung gefunden? Daran rätselst du doch jetzt schon einige Tage herum
daran zweifeln
nichts Besonderes daran finden können
ihm ist nichts daran aufgefallen
er hat nichts daran auszusetzen, dass ...
daran wird sich nichts ändern
daran ist nichts zu verderben
er würde gut daran tun, sich ruhig zu verhalten
schuld daran sein, dass ...
das Schlimmste daran ist, dass ...
wir haben uns doch schon irgendwo einmal gesehen? Daran kann ich mich nicht erinnern
das ist eine harte Arbeit, zumal er nicht daran gewöhnt ist
hast du daran gedacht, dass ...
bei dem Gedanken daran stand ihm das Herz still
daran glauben
viel Kraft daran wenden
ich denke gar nicht daran! (= das kommt nicht in Frage!)
5.
in Verbindung mit Wörtern, von denen »an« abhängig ist
losgelöst von einer bestimmten Bedeutung
Beispiele:
die Jungen wollten einen Ausflug machen. Daran sollten auch die Mädchen teilnehmen
daran Anteil haben, nehmen
daran arbeiten, beteiligt sein
er hat Lungenkrebs gehabt und ist daran gestorben
daran ersticken, leiden, zugrunde gehen
es wird nach Erdöl gebohrt, denn das Land ist reich daran
arm daran sein
Bedarf, Mangel, Überfluss, Vorrat daran haben
genug daran haben
wieviel fehlt daran?
6.
leitet einen Relativsatz ein
veraltend, gehoben woran
Beispiel:
wenn er ... Bayreuth, München, Weimar die Plätze nennt, daran man sich erfreuen könne [Th. Mann10,491]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dar- · daran · dran · darüber · drüber
dar- Das alte Adverb dar, ahd. thara (8. Jh.), mhd. dare, dar ‘dorthin, dahin, bis auf diese Zeit’ gehört zum Pronominalstamm ie. *te-, *to- (s. ↗der) mit r-Formans. Im Unterschied zu den unter ↗da (s. d.) behandelten Formen gleichen Ursprungs, ahd. thār, mhd. dā(r), zeigen ahd. thara, mhd. dare eine Vokalerweiterung. Aber gerade in Wortverbindungen bzw. -zusammensetzungen findet früh eine Vermengung der beiden Adverbien statt. Der freie Gebrauch des hier behandelten Wortes erlischt bis auf wenige Reste im 17. Jh., dar wird durch dahin ersetzt. Als erstes Glied lebt dar- in zahlreichen verbalen (darbringen, darlegen, darstellen) und adverbialen Präfixbildungen weiter wie daran, ahd. thar(a)ana, mhd. dāran(e), kontrahiert dran, und darüber, ahd. thar(a) ubari, mhd. darüber, kontrahiert drüber

Typische Verbindungen
computergeneriert

anknüpfen arbeiten beteiligen denken erinnern erkennen festhalten gewöhnen glauben hindern interessiert knüpfen kranken lassen liegen mangeln merken messen mitwirken orientieren scheitern schuld stören teilhaben teilnehmen tun vorbeiführen zerbrechen zweifeln ändern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›daran‹.

Zitationshilfe
„daran“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/daran>, abgerufen am 21.05.2019.

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