darbringen

Grammatik Verb · bringt dar, brachte dar, hat dargebracht
Aussprache 
Worttrennung dar-brin-gen
Wortzerlegung dar-bringen
Wortbildung  mit ›darbringen‹ als Erstglied: ↗Darbringung

Bedeutungsübersicht+

  1. [gehoben] etw. schenken, opfern
    1. [übertragen] ...
    2. ⟨sich darbringen⟩ sich hingeben, preisgeben
eWDG

Bedeutung

gehoben etw. schenken, opfern
Beispiele:
das Bild des alten Meisters zeigt, wie die Weisen aus dem Morgenlande ihre Gaben darbringen
ein Opfer darbringen
dieser Papst brachte das heilige Opfer nie ohne Tränen dar [ le FortPapst22]
Ward eine Jungfrau einst / der Göttin auf dem Altar dargebracht [ G. Hauptm.Iphigenie in DelphiII 5]
übertragen
Beispiele:
dem berühmten Manne wurden Glückwünsche, Geschenke, Huldigungen, wurde ein Fackelzug, Ständchen dargebracht
jmdm. Dank, Verehrung, seine Freundschaft darbringen
daß ein Wesen ihr unter Gefahren Aufmerksamkeiten darbrachte [ MusilMann509]
sich darbringensich hingeben, preisgeben
Beispiele:
daß er nicht aus sich heraustreten und sich nicht darbringen konnte [ FlakeSchritt11]
Könnte ich mich Dir auf einmal und völlig darbringen! [ H. Mann8,316]

Typische Verbindungen zu ›darbringen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›darbringen‹.

Verwendungsbeispiele für ›darbringen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Geröstetes Korn wurde neben Schrot bei den Römern, den Mayas und Azteken als Opfergabe dargebracht.
Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn - gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 12
Sie bringen sich dar, um zu demonstrieren, dass sie alles begriffen haben.
Süddeutsche Zeitung, 02.02.2001
Wegen ihrer Trennung vom Tempel haben die E. keine Opfer dargebracht.
Kuhn, K. G.: Essener. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 2468
Auch den von Amun benannten Göttern brachte er Opfer dar, um kundzutun, daß er seine Mission vollbracht habe.
Welles, C. Bradford: Die hellenistische Welt. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 4206
Als Buße verpflichtete er sich, seines Volkes Glauben, einen Palast und seinen Sohn darzubringen.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 175
Zitationshilfe
„darbringen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/darbringen>, abgerufen am 03.03.2021.

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