dasig
GrammatikAdjektiv · attributiv
Aussprache
Worttrennungda-sig (computergeneriert)
Wortzerlegungda1-ig
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltet, österreichisch, schweizerisch hiesig
Beispiel:
Es wird gelingen, dich in die dasige Gelehrtenschule zu stellen [RoseggerWaldschulmeister1,27]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dasig Adj. ‘am genannten Ort befindlich’, anfänglich auch demonstrativ ‘derjenige’, Suffixableitung der Kanzleisprache mit s-Einschub (15. Jh.) zu ↗da (s. d.). Zur Bildungsweise s. ↗hiesig.
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unausgepackte Koffer versetzen einen in eine wunderbar dasige, irgendwie betrunkene Stimmung.
Süddeutsche Zeitung, 25.02.2002
Die Tage vergehen in dasiger Gleichgültigkeit, und die Zukunft bietet keine wirklich großen Aussichten.
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2001
Fällt nun einer vom Himmel auf die Erde, aus seinem System in das ihre, so wird die bis nun verborgen gewesene Blutsbruderschaft der dasigen Ankläger und Angeklagten beiden Teilen mit einem Schlage bewußt.
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 943
Er erhielt eine erste musikalische Ausbildung durch seinen Oheim, den eben erwähnten Caspar Bach, nachdem er ursprünglich, wie die Genealogie berichtet, das Bäckerhandwerk seines Vaters erlernen sollte; er wählte jedoch den Musikerberuf zum ausschließlichen Broterwerb und spielte in den verschiedenen thüringischen Städten (Gotha, Arnstadt, Schmalkalden, Erfurt, Eisenach und Suhl) aushilfsweise mit, »um denen dasigen Stadt-Musici zu helfen«.
Benecke, Rolf: Bach (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 4212
Er bediente sich dazu in üblicher Weise mit Vorliebe der Prediger; das allgemeine litterarische Niveau mußte ziemlich niedrig gehalten werden; ein Prediger aus Norden, dem er eine Partie einer Predigtsammlung gesandt hatte, schickte sie zurück, weil nur Postillen und Erbauungsbücher gut abgingen; auch ein anderer schreibt: die Predigten seien für dasige Gegenden zu gut. 78
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1909], S. 3688
Zitationshilfe
„dasig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dasig#1>, abgerufen am 17.10.2017.

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dasig
GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungda-sig (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch, umgangssprachlich verwirrt, verschüchtert
Beispiele:
dasig werden
jmdn. dasig machen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dasig Adj. ‘am genannten Ort befindlich’, anfänglich auch demonstrativ ‘derjenige’, Suffixableitung der Kanzleisprache mit s-Einschub (15. Jh.) zu ↗da (s. d.). Zur Bildungsweise s. ↗hiesig.
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unausgepackte Koffer versetzen einen in eine wunderbar dasige, irgendwie betrunkene Stimmung.
Süddeutsche Zeitung, 25.02.2002
Die Tage vergehen in dasiger Gleichgültigkeit, und die Zukunft bietet keine wirklich großen Aussichten.
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2001
Fällt nun einer vom Himmel auf die Erde, aus seinem System in das ihre, so wird die bis nun verborgen gewesene Blutsbruderschaft der dasigen Ankläger und Angeklagten beiden Teilen mit einem Schlage bewußt.
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 943
Er erhielt eine erste musikalische Ausbildung durch seinen Oheim, den eben erwähnten Caspar Bach, nachdem er ursprünglich, wie die Genealogie berichtet, das Bäckerhandwerk seines Vaters erlernen sollte; er wählte jedoch den Musikerberuf zum ausschließlichen Broterwerb und spielte in den verschiedenen thüringischen Städten (Gotha, Arnstadt, Schmalkalden, Erfurt, Eisenach und Suhl) aushilfsweise mit, »um denen dasigen Stadt-Musici zu helfen«.
Benecke, Rolf: Bach (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 4212
Er bediente sich dazu in üblicher Weise mit Vorliebe der Prediger; das allgemeine litterarische Niveau mußte ziemlich niedrig gehalten werden; ein Prediger aus Norden, dem er eine Partie einer Predigtsammlung gesandt hatte, schickte sie zurück, weil nur Postillen und Erbauungsbücher gut abgingen; auch ein anderer schreibt: die Predigten seien für dasige Gegenden zu gut. 78
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1909], S. 3688
Zitationshilfe
„dasig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dasig#2>, abgerufen am 17.10.2017.

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