Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

dastehen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung da-ste-hen
Wortzerlegung da- stehen
Mehrwortausdrücke  wie angewurzelt dastehen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. (vor jmds. Augen) an einer Stelle stehen
  2. 2. ⟨glänzend dastehen⟩ angesehen, wohlhabend sein, erscheinen
eWDG

Bedeutungen

1.
(vor jmds. Augen) an einer Stelle stehen
Beispiele:
vornübergebeugt, kerzengerade, breitbeinig, steif, unbeweglich dastehen
beschämt, müßig, verdutzt dastehen
wie versteinert dastehen
gehobenentblößten, gesenkten Hauptes dastehen
aufrecht stand er da und erwartete sein Urteil
die Leute standen da und wussten nicht, was sie tun sollten
das Auto steht zur Abfahrt bereit da
saloppwie ein Ölgötze, wie ein begossener Pudel dastehen
2.
glänzend dastehenangesehen, wohlhabend sein, erscheinen
Beispiele:
nach seinem Sieg bei der Olympiade steht er glänzend da
gut, rein, schlecht dastehen
saloppganz groß dastehen
mit leeren Händen, ohne Mittel dastehen
früher war er sehr populär, heute steht er ganz isoliert da
allein dastehen (= ohne Angehörige sein)
wie steht er jetzt vor den Kollegen da?
saloppwie stehe ich nun da? (= habe ich das nicht gut gemacht?)
als Held, Dummkopf, Betrüger dastehen
umgangssprachlichdas Unternehmen steht mit seinen Produkten gut da (= erfüllt den Plan gut)
eine einzig dastehende Leistung, Erscheinung
der Fall steht (in seiner Art) einzig da
in solchen Fächern stand ich schon als Realschüler kläglich da [ KischMarktplatz62]

Thesaurus

Synonymgruppe
(gut / schlecht ...) abschneiden · (gut / schlecht ...) dastehen · (vorne / hinten ... ) liegen · auf den vorderen (/ hinteren ...) Plätzen liegen · auf den vorderen (/ hinteren ...) Plätzen rangieren · auf einem der vorderen (/ hinteren ...) Plätzen gelandet sein  ●  (gut / schlecht ...) bewertet werden  Hauptform

Typische Verbindungen zu ›dastehen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›dastehen‹.

Verwendungsbeispiele für ›dastehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Baum steht nicht da, wo die Kamera stehen soll. [Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 111]
Immer aber muß, wenn man zu Tisch geht, schon ein Teller dastehen. [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 356]
Erst 1809, nach dem Tode des Grafen, wurde er freier Bürger, stand jedoch völlig mittellos da. [Lehmann, Dieter: Degtjarjow. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 20084]
Die Theologie steht mit dieser eindrucksvollen Übereinstimmung unter den mit der T. befaßten Wissenschaften allerdings ziemlich isoliert da. [Rendtorff, T.: Todesstrafe. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 38108]
Auch in anderen Ländern stehen Patienten entschieden besser da als wir. [Der Spiegel, 15.06.1992]
Zitationshilfe
„dastehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dastehen>.

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