dauern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungdau-ern (computergeneriert)
Wortbildung mit ›dauern‹ als Erstglied: ↗Dauerackerland · ↗Dauerarbeitslose · ↗Dauerarbeitslosigkeit · ↗Daueraufgabe · ↗Dauerauftrag · ↗Dauerausscheider · ↗Dauerausstellung · ↗Dauerausweis · ↗Dauerbackware · ↗Dauerbad · ↗Dauerbeatmung · ↗Dauerbelastung · ↗Dauerbeschäftigung · ↗Dauerbetrieb · ↗Dauerbrandofen · ↗Dauerbrenner · ↗Dauerehe · ↗Dauerei · ↗Dauereinrichtung · ↗Dauereinsatz · ↗Dauerengagement · ↗Dauererfolg · ↗Dauererscheinung · ↗Dauerfahrer · ↗Dauerfeldbau · ↗Dauerfeuer · ↗Dauerfleisch · ↗Dauerflug · ↗Dauerform · ↗Dauerfrost · ↗Dauergast · ↗Dauergeschwindigkeit · ↗Dauergewebe · ↗Dauerheilung · ↗Dauerheim · ↗Dauerkarte · ↗Dauerkonflikt · ↗Dauerkrampf · ↗Dauerkrause · ↗Dauerkrise · ↗Dauerkritik · ↗Dauerkunde · ↗Dauerkundschaft · ↗Dauerlauf · ↗Dauerleihgabe · ↗Dauerleistung · ↗Dauerlutscher · ↗Dauerläufer · ↗Dauerlösung · ↗Dauermagnet · ↗Dauermarke · ↗Dauermarsch · ↗Dauermieter · ↗Dauerobst · ↗Dauerparker · ↗Dauerposten · ↗Dauerprüfung · ↗Dauerredner · ↗Dauerregelung · ↗Dauerregen · ↗Dauerrennen · ↗Dauerritt · ↗Dauerschach · ↗Dauerschaden · ↗Dauerschlaf · ↗Dauerschreiber · ↗Dauerschuldverhältnis · ↗Dauerschutz · ↗Dauerseller · ↗Dauersitzung · ↗Dauerskat · ↗Dauerspore · ↗Dauersprecher · ↗Dauerstellung · ↗Dauerstreit · ↗Dauerstress · ↗Dauerstrom · ↗Dauersubvention · ↗Dauertest · ↗Dauerthema · ↗Dauerton · ↗Dauertropfinfusion · ↗Dauerverhältnis · ↗Dauerwald · ↗Dauerware · ↗Dauerwelle · ↗Dauerwurst · ↗Dauerzelle · ↗Dauerzeltler · ↗Dauerzustand
 ·  mit ›dauern‹ als Letztglied: ↗andauern · ↗ausdauern · ↗fortdauern · ↗weiterdauern · ↗überdauern
 ·  mit ›dauern‹ als Grundform: ↗Dauer · ↗dauernd
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. dauert eine Stunde (= etw. hält eine Stunde an)
Beispiele:
die Sitzung dauerte zwei Stunden
die Schmerzen dauern nur kurze Zeit, mehrere Stunden
alles dauerte nur wenige Sekunden
es dauerte zehnmal so lange, wie er gedacht hatte
etw. dauert lange, zu lange
wenn ich hier eine Stunde warten soll, dauert mir das zu lange
wie lange, wieviel Minuten wird es noch dauern?
umgangssprachlich das kann doch nicht ewig dauern!
umgangssprachlich etw. dauert seine Zeit, ein ganzes Weilchen
die Ferien dauern bis zum ersten September
das Fest dauerte bis zum frühen Morgen
umgangssprachlich etw. dauert bis in alle Ewigkeit
Doch dauerte es nur kurz, bis sich der klare Sinn ihrer Augen (= …) mehr und mehr befreite [Voigt-DiederichsWaage15]
2.
etw. dauert (= etw. bleibt in seinem Zustand bestehen, geht weiter)
Beispiele:
dieser Eindruck wird dauern
eine solche Freundschaft wird nicht dauern
derartige Verhältnisse konnten nicht dauern
so lange die Welt dauert, wird dieser Satz gelten
der Krieg dauerte und dauerte [O. M. GrafUnruhe18]
damit der Haß dauere [GoesBrandopfer5]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dauern1 · Dauer · dauerhaft · dauernd
dauern1 Vb. ‘währen, fortbestehen’. Mnd. mnl. dūren ‘dauern, währen, ausdauernd sein, sich erstrecken’, mhd. tūren, dūren ‘dauern, Bestand haben, aushalten, standhalten’ sind aus lat. dūrāre ‘ausdauern, aushalten, fortdauern, Bestand haben’ (eigentlich ‘hart werden’, zu lat. dūrus ‘hart’) entlehnt. Das zunächst im Mnd. und Mnl. verbreitete Verb dringt im 12. Jh. ins Hd. ein und setzt sich hier in Konkurrenz mit mhd. wern (s. ↗währen) allmählich durch; allgemein gebräuchlich erst im 18. Jh. Die Bedeutung ‘(eine bestimmte Zeit) währen’, die schon mhd. auftritt, dominiert seit etwa 1700. Dauer f. ‘zeitliche Erstreckung, Haltbarkeit, Dauerhaftigkeit’, mhd. dūr ‘zeitlicher Verlauf’ (auch ‘Ausdauer’?), Ableitung vom Verb. Im Mhd. nur vereinzelt auftretend, erscheint das Wort im Nhd. erst wieder in der 2. Hälfte des 17. Jhs., zunächst in der Bedeutung ‘Dauerhaftigkeit’, dann als Bezeichnung für den Zeitbegriff (Anfang 18. Jh.), bis zur Mitte des 18. Jhs. auch in der Form Daure. dauerhaft Adj. ‘fest, haltbar’ (16. Jh.), ‘lang andauernd’ (17. Jh.). dauernd Part.adj. ‘ständig, Bestand habend’ (1. Hälfte 18. Jh.).

dauern2 · bedauern · Bedauern
dauern2 Vb. ‘leid tun, Mitleid erregen’, mhd. tūren, mnd. dūren, ablautend zum Adjektiv ↗teuer (s. d.), mhd. tiure, daher ursprünglich ‘zu teuer, zu kostbar sein, dünken’, aber schon mhd. auch in der heute allein üblichen Bedeutung ‘schmerzen, leid tun’, vielfach in unpersönlicher Konstruktion. Der d-Anlaut begegnet seit dem 15. Jh. und setzt sich ebenso wie der seit dem 16. Jh. auftretende Wechsel von dauren zu dauern Ende 18. Jh. durch. bedauern Vb. ‘bemitleiden, Mitgefühl empfinden’, mhd. betūren ‘zu kostbar dünken, leid tun’, Präfixbildung zu tūren (s. oben); daneben auch mhd. betiuren (das formal heutigem beteuern, s. ↗teuer, entspricht). In unpersönlicher Konstruktion steht der Gegenstand des Mitleids, des Bedauerns ursprünglich (wie beim Simplex) im Genitiv, später im Nominativ. Die heutige Verwendung, die den Gegenstand des Bedauerns nur als Akkusativobjekt kennt, entwickelt sich im 17. Jh. Bedauern n. (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
andauern · ↗anhalten · aufrechterhalten werden · dauern · ↗fortbestehen · ↗fortdauern · fortgesetzt werden · nicht aufhören · nicht nachlassen · ungebrochen sein · von Dauer sein · ↗währen  ●  ↗(so) gehen  ugs. · fortwähren  geh. · ↗weitergehen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) (endlos) in die Länge ziehen · endlos dauern · jeden zeitlichen Rahmen sprengen · unerwünscht viel Zeit in Anspruch nehmen  ●  (sich) endlos hinziehen  ugs. · ↗(sich) hinschleppen  ugs. · ↗(sich) hinziehen  ugs. · ↗(sich) ziehen  ugs. · (sich) ziehen und ziehen  ugs. · ↗(sich) ziehen wie (ein) Kaugummi  ugs. · dauern (gesprochene Sprache, mit langgezogenem 'au')  ugs. · dauern und dauern  ugs. · kein Ende nehmen  ugs. · später und später werden (und)  ugs.
Assoziationen
  • (die) Jahre gingen ins Land · Jahre vergingen, und (...) · nach (endlos) langer Zeit · nach Jahr und Tag
  • ...marathon · Endlos... · Marathon... · ↗endlos · endlos weiter · immer weiter · nicht abreißen · nicht enden wollen · nicht enden wollend · ohne dass ein Ende abzusehen ist · ↗uferlos · ↗unaufhörlich · ↗unbeschränkt · ↗unendlich · ↗unermesslich · ↗unmessbar · ↗unzählig · ↗überlang  ●  ↗ad infinitum  lat. · bis zum Gehtnichtmehr  ugs.
  • kein Ende abzusehen · kein Ende in Sicht  ●  (eine) unendliche Geschichte  ugs. · kein Land in Sicht  ugs., fig.
  • (schon) seit Jahren · (schon) seit Jahrzehnten · (schon) seit Monaten · (schon) seit Wochen · (schon) seit langen Jahren · bereits lange · eine Zeitlang · ewig lange · geraume Zeit · lange Jahre · lange Zeit · längere Zeit · ↗längst · schon lange · schon längst · seit Ewigkeiten · seit Langem · seit Längerem · seit einer ganzen Weile · seit einiger Zeit · seit ewigen Jahren · seit geraumer Zeit · seit längerer Zeit · seit vielen Jahren  ●  ↗lange  Hauptform · seit einer Ewigkeit  fig. · (eine) ziemliche Zeit  ugs. · (eine) ziemliche Zeitlang  ugs. · (schon) eine Weile  ugs. · (seit) ewig und drei Tage(n)  ugs. · eine ganze Weile  ugs. · ↗ewig  ugs., fig. · lange schon  geh. · schon eine (halbe) Ewigkeit  ugs. · schon eine ganze Zeit  ugs. · seit ewigen Zeiten  ugs.
  • Jahre später (...)  ugs., Spruch
  • endlos · endlos lange · ↗ewig · ewig lange · ↗lange · lange Zeit · sehr lange · ziemlich lange  ●  eine halbe Ewigkeit  fig. · eine gefühlte Ewigkeit  ugs. · nicht in endlicher Zeit  fachspr.
  • (künstlich) hinauszögern · Zeit gewinnen wollen · Zeit herausschinden · versuchen, Zeit zu gewinnen  ●  Zeit schinden  negativ · auf Zeit spielen  fig.
  • an kein Ende kommen · kein Land sehen · so schnell nicht fertig werden
  • (das) kann dauern · ↗(das) kann sich (noch) hinziehen
  • nichts überstürzen  ●  Eile mit Weile.  Sprichwort · Aus der Ruhe kommt die Kraft.  ugs., Sprichwort · In der Ruhe liegt die Kraft.  ugs., Sprichwort · Nur ned hudle.  ugs., schwäbisch
Synonymgruppe
(jemandem) leidtun · ↗bedauern  ●  (jemandem) in der Seele weh tun  ugs., Redensart · (jemanden) dauern  geh., veraltend, literarisch
Assoziationen
  • (ich) bitte tausendmal um Entschuldigung · bedaure · bedaure sehr · ich bin untröstlich · tut mir außerordentlich leid · tut mir echt leid · tut mir leid  ●  sorry  ugs., engl.
Synonymgruppe
(Zeit) erfordern · (Zeit) in Anspruch nehmen · ↗(eine Zeit) brauchen · (eine Zeit) dauern  ●  ↗(eine Zeit) währen  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausbildung Fahrt Jahr Jahrzehnt Minute Monat Prozeß Reise Sekunde Stunde Tag Verfahren Weile Woche Zeit allerdings andauern bis es etwa ewig fortdauern kosten lang lange manchmal mindestens noch nur voraussichtlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›dauern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Künftig sollen sie nicht mehr länger als drei Monate dauern.
Die Zeit, 21.11.2013 (online)
Das hat sechs Jahre gedauert, und dann ist es eingestellt worden.
Der Spiegel, 18.07.1983
Es sollte noch sehr lange dauern, bis genaue Berechnungen der Längen möglich wurden.
Krämer, Walter: Geheimnis der Ferne, Leipzig u. a.: Urania-Verlag 1971, S. 254
Wie lange wird es dauern, bis die Übersetzungen fertig sein werden?
o. A.: Einunddreißigster Tag. Donnerstag, 10. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 8307
Er sagte, das fürchterliche Bohren dauere buchstäblich doppelte Zeit gegen früher, weil kein harter Stahl mehr zu haben sei.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1945. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1945], S. 78
Zitationshilfe
„dauern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dauern#1>, abgerufen am 23.10.2019.

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dauern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungdau-ern (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

jmd., etw. dauert jmdn.jmd., etw. erweckt in jmdm. Mitleid, jmd., etw. tut jmdm. leid
Beispiele:
er dauert mich
sie dauerte ihn
der Mensch, das arme Tier dauerte sie von Herzen
umgangssprachlich er kann einen dauern
es dauert mich, dass ...
das wird dich noch dauern!
es hatte mich gedauert, so viel Geld auszugeben
das Geld hätten sie sich nicht dauern lassen (= sie hätten es gern ausgegeben) [KügelgenJugenderinnerungen386]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dauern1 · Dauer · dauerhaft · dauernd
dauern1 Vb. ‘währen, fortbestehen’. Mnd. mnl. dūren ‘dauern, währen, ausdauernd sein, sich erstrecken’, mhd. tūren, dūren ‘dauern, Bestand haben, aushalten, standhalten’ sind aus lat. dūrāre ‘ausdauern, aushalten, fortdauern, Bestand haben’ (eigentlich ‘hart werden’, zu lat. dūrus ‘hart’) entlehnt. Das zunächst im Mnd. und Mnl. verbreitete Verb dringt im 12. Jh. ins Hd. ein und setzt sich hier in Konkurrenz mit mhd. wern (s. ↗währen) allmählich durch; allgemein gebräuchlich erst im 18. Jh. Die Bedeutung ‘(eine bestimmte Zeit) währen’, die schon mhd. auftritt, dominiert seit etwa 1700. Dauer f. ‘zeitliche Erstreckung, Haltbarkeit, Dauerhaftigkeit’, mhd. dūr ‘zeitlicher Verlauf’ (auch ‘Ausdauer’?), Ableitung vom Verb. Im Mhd. nur vereinzelt auftretend, erscheint das Wort im Nhd. erst wieder in der 2. Hälfte des 17. Jhs., zunächst in der Bedeutung ‘Dauerhaftigkeit’, dann als Bezeichnung für den Zeitbegriff (Anfang 18. Jh.), bis zur Mitte des 18. Jhs. auch in der Form Daure. dauerhaft Adj. ‘fest, haltbar’ (16. Jh.), ‘lang andauernd’ (17. Jh.). dauernd Part.adj. ‘ständig, Bestand habend’ (1. Hälfte 18. Jh.).

dauern2 · bedauern · Bedauern
dauern2 Vb. ‘leid tun, Mitleid erregen’, mhd. tūren, mnd. dūren, ablautend zum Adjektiv ↗teuer (s. d.), mhd. tiure, daher ursprünglich ‘zu teuer, zu kostbar sein, dünken’, aber schon mhd. auch in der heute allein üblichen Bedeutung ‘schmerzen, leid tun’, vielfach in unpersönlicher Konstruktion. Der d-Anlaut begegnet seit dem 15. Jh. und setzt sich ebenso wie der seit dem 16. Jh. auftretende Wechsel von dauren zu dauern Ende 18. Jh. durch. bedauern Vb. ‘bemitleiden, Mitgefühl empfinden’, mhd. betūren ‘zu kostbar dünken, leid tun’, Präfixbildung zu tūren (s. oben); daneben auch mhd. betiuren (das formal heutigem beteuern, s. ↗teuer, entspricht). In unpersönlicher Konstruktion steht der Gegenstand des Mitleids, des Bedauerns ursprünglich (wie beim Simplex) im Genitiv, später im Nominativ. Die heutige Verwendung, die den Gegenstand des Bedauerns nur als Akkusativobjekt kennt, entwickelt sich im 17. Jh. Bedauern n. (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
andauern · ↗anhalten · aufrechterhalten werden · dauern · ↗fortbestehen · ↗fortdauern · fortgesetzt werden · nicht aufhören · nicht nachlassen · ungebrochen sein · von Dauer sein · ↗währen  ●  ↗(so) gehen  ugs. · fortwähren  geh. · ↗weitergehen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) (endlos) in die Länge ziehen · endlos dauern · jeden zeitlichen Rahmen sprengen · unerwünscht viel Zeit in Anspruch nehmen  ●  (sich) endlos hinziehen  ugs. · ↗(sich) hinschleppen  ugs. · ↗(sich) hinziehen  ugs. · ↗(sich) ziehen  ugs. · (sich) ziehen und ziehen  ugs. · ↗(sich) ziehen wie (ein) Kaugummi  ugs. · dauern (gesprochene Sprache, mit langgezogenem 'au')  ugs. · dauern und dauern  ugs. · kein Ende nehmen  ugs. · später und später werden (und)  ugs.
Assoziationen
  • (die) Jahre gingen ins Land · Jahre vergingen, und (...) · nach (endlos) langer Zeit · nach Jahr und Tag
  • ...marathon · Endlos... · Marathon... · ↗endlos · endlos weiter · immer weiter · nicht abreißen · nicht enden wollen · nicht enden wollend · ohne dass ein Ende abzusehen ist · ↗uferlos · ↗unaufhörlich · ↗unbeschränkt · ↗unendlich · ↗unermesslich · ↗unmessbar · ↗unzählig · ↗überlang  ●  ↗ad infinitum  lat. · bis zum Gehtnichtmehr  ugs.
  • kein Ende abzusehen · kein Ende in Sicht  ●  (eine) unendliche Geschichte  ugs. · kein Land in Sicht  ugs., fig.
  • (schon) seit Jahren · (schon) seit Jahrzehnten · (schon) seit Monaten · (schon) seit Wochen · (schon) seit langen Jahren · bereits lange · eine Zeitlang · ewig lange · geraume Zeit · lange Jahre · lange Zeit · längere Zeit · ↗längst · schon lange · schon längst · seit Ewigkeiten · seit Langem · seit Längerem · seit einer ganzen Weile · seit einiger Zeit · seit ewigen Jahren · seit geraumer Zeit · seit längerer Zeit · seit vielen Jahren  ●  ↗lange  Hauptform · seit einer Ewigkeit  fig. · (eine) ziemliche Zeit  ugs. · (eine) ziemliche Zeitlang  ugs. · (schon) eine Weile  ugs. · (seit) ewig und drei Tage(n)  ugs. · eine ganze Weile  ugs. · ↗ewig  ugs., fig. · lange schon  geh. · schon eine (halbe) Ewigkeit  ugs. · schon eine ganze Zeit  ugs. · seit ewigen Zeiten  ugs.
  • Jahre später (...)  ugs., Spruch
  • endlos · endlos lange · ↗ewig · ewig lange · ↗lange · lange Zeit · sehr lange · ziemlich lange  ●  eine halbe Ewigkeit  fig. · eine gefühlte Ewigkeit  ugs. · nicht in endlicher Zeit  fachspr.
  • (künstlich) hinauszögern · Zeit gewinnen wollen · Zeit herausschinden · versuchen, Zeit zu gewinnen  ●  Zeit schinden  negativ · auf Zeit spielen  fig.
  • an kein Ende kommen · kein Land sehen · so schnell nicht fertig werden
  • (das) kann dauern · ↗(das) kann sich (noch) hinziehen
  • nichts überstürzen  ●  Eile mit Weile.  Sprichwort · Aus der Ruhe kommt die Kraft.  ugs., Sprichwort · In der Ruhe liegt die Kraft.  ugs., Sprichwort · Nur ned hudle.  ugs., schwäbisch
Synonymgruppe
(jemandem) leidtun · ↗bedauern  ●  (jemandem) in der Seele weh tun  ugs., Redensart · (jemanden) dauern  geh., veraltend, literarisch
Assoziationen
  • (ich) bitte tausendmal um Entschuldigung · bedaure · bedaure sehr · ich bin untröstlich · tut mir außerordentlich leid · tut mir echt leid · tut mir leid  ●  sorry  ugs., engl.
Synonymgruppe
(Zeit) erfordern · (Zeit) in Anspruch nehmen · ↗(eine Zeit) brauchen · (eine Zeit) dauern  ●  ↗(eine Zeit) währen  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausbildung Fahrt Jahr Jahrzehnt Minute Monat Prozeß Reise Sekunde Stunde Tag Verfahren Weile Woche Zeit allerdings andauern bis es etwa ewig fortdauern kosten lang lange manchmal mindestens noch nur voraussichtlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›dauern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Künftig sollen sie nicht mehr länger als drei Monate dauern.
Die Zeit, 21.11.2013 (online)
Das hat sechs Jahre gedauert, und dann ist es eingestellt worden.
Der Spiegel, 18.07.1983
Es sollte noch sehr lange dauern, bis genaue Berechnungen der Längen möglich wurden.
Krämer, Walter: Geheimnis der Ferne, Leipzig u. a.: Urania-Verlag 1971, S. 254
Wie lange wird es dauern, bis die Übersetzungen fertig sein werden?
o. A.: Einunddreißigster Tag. Donnerstag, 10. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 8307
Er sagte, das fürchterliche Bohren dauere buchstäblich doppelte Zeit gegen früher, weil kein harter Stahl mehr zu haben sei.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1945. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1945], S. 78
Zitationshilfe
„dauern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dauern#2>, abgerufen am 23.10.2019.

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