dauernd

Grammatik partizipiales Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung dau-ernd
Grundform dauern1
eWDG

Bedeutung

fortwährend, ständig
entsprechend der Bedeutung von dauern¹ (2)
Beispiele:
es regnet, schneit dauernd
dauernd fragen, stören
er ist dauernd krank, kommt dauernd zu spät, ist dauernd auf Reisen
sie liest dauernd Kriminalromane
diese dauernden Störungen!
sein dauernder Wohnsitz ist L
etw. wird zur dauernden Einrichtung, ist sein dauernder Besitz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dauern1 · Dauer · dauerhaft · dauernd
dauern1 Vb. ‘währen, fortbestehen’. Mnd. mnl. dūren ‘dauern, währen, ausdauernd sein, sich erstrecken’, mhd. tūren, dūren ‘dauern, Bestand haben, aushalten, standhalten’ sind aus lat. dūrāre ‘ausdauern, aushalten, fortdauern, Bestand haben’ (eigentlich ‘hart werden’, zu lat. dūrus ‘hart’) entlehnt. Das zunächst im Mnd. und Mnl. verbreitete Verb dringt im 12. Jh. ins Hd. ein und setzt sich hier in Konkurrenz mit mhd. wern (s. währen) allmählich durch; allgemein gebräuchlich erst im 18. Jh. Die Bedeutung ‘(eine bestimmte Zeit) währen’, die schon mhd. auftritt, dominiert seit etwa 1700. Dauer f. ‘zeitliche Erstreckung, Haltbarkeit, Dauerhaftigkeit’, mhd. dūr ‘zeitlicher Verlauf’ (auch ‘Ausdauer’?), Ableitung vom Verb. Im Mhd. nur vereinzelt auftretend, erscheint das Wort im Nhd. erst wieder in der 2. Hälfte des 17. Jhs., zunächst in der Bedeutung ‘Dauerhaftigkeit’, dann als Bezeichnung für den Zeitbegriff (Anfang 18. Jh.), bis zur Mitte des 18. Jhs. auch in der Form Daure. dauerhaft Adj. ‘fest, haltbar’ (16. Jh.), ‘lang andauernd’ (17. Jh.). dauernd Part.adj. ‘ständig, Bestand habend’ (1. Hälfte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
beharrlich · dauernd · nonstop · ohne Unterbrechung · ohne Unterlass · ohne abzusetzen · pausenlos · ständig · unablässig · unaufhörlich · unausgesetzt · unentwegt  ●  ununterbrochen  Hauptform · am laufenden Band  ugs. · in einer Tour  ugs.
Oberbegriffe
  • in einer bestimmten Häufigkeit · in einer bestimmten Regelmäßigkeit · mehr oder weniger oft · mehr oder weniger regelmäßig · mit einer bestimmten Auftretenswahrscheinlichkeit · mit einer bestimmten Häufigkeit  ●  so oft  Hauptform
Assoziationen
Synonymgruppe
Dauer... · Endlos... · andauernd · dauernd · immerfort · pausenlos · permanent · ständig  ●  ewig  ugs.
Oberbegriffe
  • in einer bestimmten Häufigkeit · in einer bestimmten Regelmäßigkeit · mehr oder weniger oft · mehr oder weniger regelmäßig · mit einer bestimmten Auftretenswahrscheinlichkeit · mit einer bestimmten Häufigkeit  ●  so oft  Hauptform
Assoziationen
Synonymgruppe
andauernd · endlos · immer wieder einmal · immer wieder mal · immer wiederkehrend · in regelmäßigen Abständen · laufend · turnusmäßig · wieder und wieder · wiederholt · wiederholte Male · zum wiederholten Male  ●  (und) täglich grüßt das Murmeltier  Spruch · immer wieder  Hauptform · (es ist) immer wieder das Gleiche  ugs. · aber und abermals  geh., veraltet · am laufenden Meter  ugs. · dauernd  ugs. · ein(s) ums andere Mal  ugs. · ewig  ugs. · immer und ewig  ugs. · immer wieder das gleiche Spiel  ugs. · ständig  ugs.
Oberbegriffe
  • in einer bestimmten Häufigkeit · in einer bestimmten Regelmäßigkeit · mehr oder weniger oft · mehr oder weniger regelmäßig · mit einer bestimmten Auftretenswahrscheinlichkeit · mit einer bestimmten Häufigkeit  ●  so oft  Hauptform
Assoziationen
Synonymgruppe
beständig · die ganze Zeit · die ganze Zeit über · durchgehend · durchgängig · fortgesetzt · fortlaufend · fortwährend · immerfort · immerzu · in einem durch · in einem fort · ohne Unterbrechung · pausenlos · permanent · unablässig · unterbrechungsfrei · ununterbrochen · unverwandt  ●  die ganze Zeit hindurch  Hauptform · andauernd  ugs. · dauernd  ugs. · perennierend  geh., lat. · ständig  ugs.
Oberbegriffe
  • in einer bestimmten Häufigkeit · in einer bestimmten Regelmäßigkeit · mehr oder weniger oft · mehr oder weniger regelmäßig · mit einer bestimmten Auftretenswahrscheinlichkeit · mit einer bestimmten Häufigkeit  ●  so oft  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›dauernd‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›dauernd‹.

Verwendungsbeispiele für ›dauernd‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die vier Jahre dauernde Pause war für die Band keine leichte Zeit.
Die Zeit, 13.02.2012 (online)
Sonst müsste sie nicht dauernd ihre alten Hüte als neue verkaufen.
Süddeutsche Zeitung, 02.12.2004
Dauernd wollten die wissen, wann das nächste Treffen sein sollte.
Der Spiegel, 14.02.1994
Am liebsten würde er wohl dauernd in meiner Nähe sein.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 94
In der Stube ließ es sich auch nur durch dauerndes Einkacheln aushalten.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 917
Zitationshilfe
„dauernd“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dauernd>, abgerufen am 22.01.2022.

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