defekt

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung de-fekt
Herkunft aus dēfectuslat ‘fehlend, schadhaft, geschwächt’ < dēficerelat ‘abnehmen, aufhören, fehlen’
eWDG

Bedeutung

schadhaft, mangelhaft, fehlerhaft
Beispiele:
ein defekter Schalter, Draht, Motor, Wagen, ein defektes Fahrzeug, Lager, Rohr
defektes Material
eine defekte Lampe
eine defekte Maschine reparieren
defekt Zähne haben
die Leitung ist defekt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Defekt · defekt
Defekt m. ‘Schaden, Mangel, Fehler’ (Anfang 16. Jh.), aus lat. dēfectus ‘Abtrünnigkeit, das Fehlen, Mangel’, zu lat. dēficere (s. unten). Anfangs auch in der heute unüblichen Bedeutung ‘Lücke, Differenz, Defizit’. defekt Adj. ‘schadhaft, mangelhaft, nicht funktionsfähig’ (Anfang 19. Jh.), älter ‘nicht vorhanden, unvollständig, lückenhaft’ (17. Jh.), aus lat. dēfectus ‘fehlend, schadhaft, geschwächt’, Part. Perf. von lat. dēficere ‘abnehmen, aufhören, fehlen’ (s. ↗Defizit).

Thesaurus

Synonymgruppe
außer Betrieb · funktioniert nicht (mehr) · funktionsunfähig · ↗funktionsuntüchtig · hat seine Funktion eingestellt · in die Brüche gegangen · läuft nicht · nicht funktionierend · nicht mehr benutzbar  ●  defekt  Hauptform · abgekackt  ugs. · fratze  ugs. · geht nicht (mehr)  ugs. · ↗hin  ugs. · im Eimer  ugs. · ↗kaputt  ugs. · verreckt  ugs.
Assoziationen
  • (völlig) kaputt · ↗entzwei · ↗marode · nicht mehr zu gebrauchen · ↗unbrauchbar · vernichtet · zerbrochen · ↗zermahlen · zermalmt · zerstört · zertrümmert  ●  ↗diffrakt  lat. · aus dem Leim gegangen  ugs. · ↗auseinander  ugs. · geschrottet  ugs. · ↗hin  ugs. · ↗hinüber  ugs. · im Arsch  derb · im Eimer  ugs. · ↗irreparabel  geh. · reif für den Sperrmüll  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · ↗rott  ugs., regional · schrottig  ugs. · völlig hinüber  ugs. · zu nichts mehr zu gebrauchen  ugs. · ↗zuschanden  geh., veraltend
  • (in seiner Funktion) eingeschränkt · Mängel aufweisen(d) · abgestoßen · ↗angeknackst · angestoßen · beeinträchtigt · berieben (Bucheinband) · ↗beschädigt · ↗fehlerhaft · funktionsbeeinträchtigt · mit (kleineren) Mängeln · mit einem Defizit (bei etwas) · mit kleinen Macken · mängelbehaftet · nicht mehr alle Funktionen haben(d) · nicht mehr einwandfrei · nicht mehr tadellos · nicht mehr voll funktionsfähig · nicht mängelfrei · ↗schadhaft  ●  ↗mangelhaft  Hauptform · angemackelt  ugs. · nicht ohne Makel  geh. · vermackelt  ugs.
  • (sich selbst) zerlegen · (sich) in seine Einzelteile auflösen · ↗auseinanderbrechen · ↗auseinanderfallen · ↗durchbrechen · ↗entzweibrechen · ↗entzweigehen · in ... Teile zerbrechen · in Stücke brechen · in alle Einzelteile auseinanderfallen · in den Eimer gehen · in die Brüche gehen · in seine Einzelteile auseinanderfallen · in zwei Teile brechen · ↗kaputtgehen · mitten durchbrechen · ↗zerbröckeln · zerfetzt werden · zerstört werden  ●  (sich) in Wohlgefallen auflösen  ironisch · (die) Grätsche machen  ugs., salopp · ↗aus dem Leim gehen  ugs. · ↗auseinandergehen  ugs. · in Stücke gehen  ugs. · in die Binsen gehen  ugs.
  • (eine) Reparatur durchführen · (eine) Reparatur vornehmen · (einen) Mangel beheben · (einen) Mangel beseitigen · (einen) Schaden beheben · (einen) Schaden beseitigen · ↗(wieder) herrichten · (wieder) in Gang bringen · ↗(wieder) in Stand setzen · (wieder) in einen gebrauchsfähigen Zustand versetzen · ↗(wieder) instand setzen · (wieder) zum Laufen bringen  ●  ↗reparieren  Hauptform · ↗richten  süddt. · (wieder) ganz machen  ugs. · ↗(wieder) heil(e) machen  ugs. · ↗(wieder) hinbekommen  ugs.
  • ausfallen · es nicht mehr tun · nicht mehr gehen · nicht mehr laufen · nicht mehr wollen  ●  (den) Geist aufgeben  fig. · nicht mehr funktionieren  Hauptform · (die) Grätsche machen  ugs., fig. · ↗(sich) verabschieden  ugs., fig.
  • aufhören zu laufen · ↗ausgehen · nicht funktionieren · ↗stehenbleiben · ↗streiken (Motor)
  • halt dich nicht lange damit auf  ●  wirf es weg  Hauptform · (das) ist gut für die Tonne  ugs. · (das) kann weg  ugs. · (etwas) kann (zum Müll o.ä.)  ugs., variabel · (nur) weg damit  ugs. · hau weg den Scheiß (gespielt prollig)  ugs. · immer weg damit  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · schmeiß es weg  ugs. · sieh zu, dass das wegkommt  ugs.
Synonymgruppe
angeknackst · ↗angeschlagen · angestoßen · ↗beschädigt · defekt · in Mitleidenschaft gezogen · lädiert · ↗mitgenommen · ramponiert · ↗schadhaft · ↗wurmstichig
Unterbegriffe
  • verbeult  ●  verblötscht  ugs., rheinisch, kölsch · zerdötscht  ugs., ruhrdt., rheinisch
Assoziationen
  • (in seiner Funktion) eingeschränkt · Mängel aufweisen(d) · abgestoßen · ↗angeknackst · angestoßen · beeinträchtigt · berieben (Bucheinband) · ↗beschädigt · ↗fehlerhaft · funktionsbeeinträchtigt · mit (kleineren) Mängeln · mit einem Defizit (bei etwas) · mit kleinen Macken · mängelbehaftet · nicht mehr alle Funktionen haben(d) · nicht mehr einwandfrei · nicht mehr tadellos · nicht mehr voll funktionsfähig · nicht mängelfrei · ↗schadhaft  ●  ↗mangelhaft  Hauptform · angemackelt  ugs. · nicht ohne Makel  geh. · vermackelt  ugs.
  • (völlig) kaputt · ↗entzwei · ↗marode · nicht mehr zu gebrauchen · ↗unbrauchbar · vernichtet · zerbrochen · ↗zermahlen · zermalmt · zerstört · zertrümmert  ●  ↗diffrakt  lat. · aus dem Leim gegangen  ugs. · ↗auseinander  ugs. · geschrottet  ugs. · ↗hin  ugs. · ↗hinüber  ugs. · im Arsch  derb · im Eimer  ugs. · ↗irreparabel  geh. · reif für den Sperrmüll  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · ↗rott  ugs., regional · schrottig  ugs. · völlig hinüber  ugs. · zu nichts mehr zu gebrauchen  ugs. · ↗zuschanden  geh., veraltend
  • abgehalftert · ↗abgerissen · ↗abgetakelt · abgewirtschaftet · am Ende · ↗desolat · in einem schlechten Zustand · ↗marode · ↗mies · ruiniert · ↗schäbig · ↗ungepflegt · verdorben · ↗verkommen · verlottert · verludert · verlumpt · ↗verschlissen · ↗verwahrlost · verwildert · zerfasert · zerfleddert · ↗zerlumpt · zerschlissen  ●  ↗(äußerlich) heruntergekommen  Hauptform · (herumlaufen) wie ein Penner  derb, abwertend · ↗abgefuckt  derb, jugendsprachlich · abgeranzt  ugs. · ↗abgerockt  ugs., salopp · abgewrackt  ugs. · auf den Hund gekommen  ugs. · ↗gammelig  ugs. · muchtig  ugs., berlinerisch · vergammelt  ugs.
  • Beeinträchtigung · ↗Beschädigung · ↗Defekt · ↗Fehler · ↗Knacks · Läsur · ↗Makel · ↗Riss · ↗Schaden · ↗Sprung
  • dürftig · ↗lausig · ↗nachteilig · ↗negativ · ↗schädlich · ↗ungut · ↗ungünstig · von Nachteil · ↗widrig  ●  ↗schlecht (für)  Hauptform · zu wünschen übrig lassen  ugs.
  • (etwas) ramponiert · (leicht) lädiert · nicht der (die/das) allerneueste · schon (etwas) mitgenommen · schon bessere Tage gesehen haben

Typische Verbindungen zu ›defekt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›defekt‹.

Verwendungsbeispiele für ›defekt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei rund 2000 solcher Leiden kennen sie inzwischen das defekte Gen;
Süddeutsche Zeitung, 30.04.2002
Beim Bergen des defekten Anhängers gab es zusätzliche Einschränkungen für den Verkehr.
Der Tagesspiegel, 25.08.1997
Aber der junge Mann wies ihn als unbrauchbar und defekt zurück.
Klabund: Der Marketenderwagen. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 2324
Sie wechselte auch über dem Eingang außen eine defekte Glühbirne aus.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 195
Hier hilft nur noch die Werkstatt durch Auswechseln der defekten Teile.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 213
Zitationshilfe
„defekt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/defekt>, abgerufen am 27.02.2021.

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