denkfaul

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungdenk-faul
Wortzerlegungdenkenfaul
Wortbildung mit ›denkfaul‹ als Grundform: ↗Denkfaulheit
eWDG, 1967

Bedeutung

zu faul zum Denken
Beispiele:
ein denkfauler Schüler
denkfaul sein

Thesaurus

Synonymgruppe
begriffsstutzig · denkfaul · ↗langsam (im Kopf) · ↗stumpfsinnig  ●  ↗dösig  ugs. · ↗schlafmützig  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
denkfaul · ↗desinteressiert · ↗gleichgültig · ↗indifferent · ↗lustlos · ohne Elan · ↗schulterzuckend · ↗unengagiert · ↗uninteressiert  ●  ↗achselzuckend  fig. · kommste heut nicht, kommste morgen  ugs.
Assoziationen
  • (etwas) nicht (so) genau nehmen  ●  nicht alles auf die Goldwaage legen  fig. · (alle) fünf gerade sein lassen  ugs. · ↗(sich) nicht (so kleinlich) anstellen  ugs. · den lieben Gott 'en guten Mann sein lassen  ugs. · nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen  ugs. · nicht päpstlicher als der Papst sein (wollen)  ugs. · wir wollen mal nicht so sein  ugs., regional, Spruch, variabel
  • (dankend) abwinken · (sich) nicht interessiert zeigen · kein Interesse haben · kein Interesse zeigen · keine Lust haben · unmotiviert sein  ●  (einfach) nicht wollen  ugs. · (sich) wenig geneigt zeigen  geh. · keinen Bock haben (auf)  ugs. · keinen Nerv haben  ugs. · null Bock haben (auf)  ugs.
  • freudlos · gelangweilt · ↗lieblos · nicht mit dem Herzen dabei · nicht mit ganzem Herzen dabei · ohne Begeisterung · ohne Einsatz · ohne Engagement · ohne Freude dabei · ohne sich Mühe zu geben · ohne sich anzustrengen · ↗unengagiert  ●  ↗lustlos  Hauptform · ↗wurschtig  ugs. · ↗wurstig  ugs.
  • (innerlich) abwesend · ↗desinteressiert · ↗gleichgültig · ↗teilnahmslos · ↗unbeteiligt  ●  wie die Ölgötzen  ugs. · wie ein Ölgötze  ugs.
  • gewagt · ↗leichtfertig · ↗risikoaffin · ↗risikofreudig · ↗waghalsig  ●  ↗leichtsinnig  Hauptform
  • antriebslos · ↗gleichgültig · ↗halbherzig · ↗lustlos · ohne Antrieb · ohne Elan · ohne Energie · ohne Interesse · ↗schwunglos · ↗träge
  • bummelig  ugs. · ↗herumtrödeln(d)  ugs. · ↗saumselig  geh., veraltend · ↗säumig  geh. · trödelig  ugs. · verbummelt  ugs.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber gerade dass der Film sich auf das moralische Interesse verlässt, macht seinen bequemen, denkfaulen und irgendwie auch erpresserischen Charakter aus.
Die Zeit, 28.08.2000, Nr. 35
Es geht ganz kalkuliert und denkfaul nur ums nächste, dann aber süße Diesseits.
Der Tagesspiegel, 19.04.2000
Die Abwertung der Männer ist zu einem Teil unserer Kultur geworden, einem denkfaulen und heimtückischen Teil.
Süddeutsche Zeitung, 08.09.2001
Die Behauptung, dem Kapitalismus gehe die mehrwertschaffende Arbeit aus, entpuppt sich schon bei einer wenig aufwendigen Analyse als apokalyptische Weissagung zur Gewinnung denkfauler Jünger.
konkret, 1995
Wie er als denkfauler, verwöhnter Snob den ganzen Tag Fernsehshows schaut, Frauen anbaggert und drei Mal die Woche zum Friseur geht - wunderbar abscheulich!
Bild, 22.08.2002
Zitationshilfe
„denkfaul“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/denkfaul>, abgerufen am 26.04.2019.

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