designieren

Grammatik Verb · designiert, designierte, hat designiert
Aussprache 
Worttrennung de-si-gnie-ren · de-sig-nie-ren
Wortbildung  mit ›designieren‹ als Erstglied: ↗Designation
Herkunft aus dēsīgnārelat ‘bezeichnen, einrichten, anordnen, für ein Amt bestimmen’
eWDG

Bedeutung

gehoben jmdn. im Voraus zu etw. ernennen, für ein Amt vorsehen
Beispiele:
ich designiere ihn dazu
der designierte Rektor, Minister
der designierte Nachfolger des Ministerpräsidenten
Haben Sie schon einen Ingenieur nach Glasgow designiert? [ Wasserm.Wahnschaffe2,11]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Signatur · signieren · designieren · signifikant · Signifikant · Signifikat · Signet
Signatur f. ‘Aufschrift, Unterschrift, Unterzeichnung, Standortnummer (eines Buches)’, entlehnt (15. Jh., anfangs in lat. Flexion) aus spätlat. sīgnātūra ‘Kennzeichnung, Kennzeichen’, mlat. ‘Unterschrift, Siegelzeichen’, zu lat. sīgnāre ‘mit einem Zeichen, Siegel-, Prägezeichen, Stempel versehen,(be)zeichnen’, gebildet zu lat. sīgnum (s. ↗Signum). Signatur steht in der Kanzleisprache für ‘(abgekürzte) Unterschrift, Namenszug, Siegel’ (bei Briefen, Akten und Urkunden), seit dem 16. Jh. in der Kaufmannssprache für ‘Bezeichnung, Kennzeichen, Marke’, seit dem 17. Jh. in der Druckersprache für ‘Bogenzeichen’. signieren Vb. ‘mit einem (Kenn)zeichen versehen, unterschreiben, unterzeichnen’ (15. Jh.), aus lat. sīgnāre (s. oben); in der Kanzleisprache ‘mit einemabgekürzten Namenszug, einer Chiffre, einem Siegel versehen, bestätigen’, dann allgemein ‘mit einer Signatur versehen’, in der Kaufmannssprache ‘unterschreiben’ (16. Jh.), ‘Waren, Frachtgut mit dem Handelszeichen versehen’ (17. Jh.). designieren Vb. ‘für ein Amt vorsehen, bestimmen’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. dēsīgnāre ‘bezeichnen, einrichten, anordnen, für ein Amt bestimmen’, zu lat. sīgnāre (s. oben) und ↗de-. signifikant Adj. ‘bezeichnend, bedeutsam, bedeutungsvoll’ (19. Jh.), nach lat. sīgnificāns (Genitiv sīgnificantis) ‘bezeichnend, treffend, deutlich, anschaulich’, Part.adj. zu lat. sīgnificāre (sīgnificātum) ‘ein Zeichen geben’, auch ‘bezeichnen, bedeuten’; vgl. lat. -ficus ‘machend’, zu lat. facere ‘machen, tun’. In der Sprachwissenschaft substantiviert Signifikant m. ‘Bezeichnendes zeichnendes, Wortform, Wortkörper’, daneben Signifikat n. ‘Bezeichnetes, Wortbedeutung’ (20. Jh.). Signet n. ‘Handsiegel, Petschaft, Herkunfts-, Güte-, Firmenzeichen’, entlehnt (14. Jh.) aus mlat. signetum ‘kleines Siegel’, gebildet zu lat. sīgnum (s. ↗Signum).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) auftragen · (jemanden) betrauen (mit) · Auftrag erteilen · ↗beauftragen · ↗bestimmen · designieren · in Auftrag geben · ↗verdingen · ↗vorsehen · ↗zuweisen  ●  ↗mandatieren  veraltet
Assoziationen
  • (jemandem) die Leviten lesen · (jemandem) eine harte Rückmeldung geben · ↗(jemandem) heimleuchten · ↗ausschelten · ↗ausschimpfen · ↗ermahnen · ↗rüffeln · ↗rügen · scharf kritisieren · ↗schelten · ↗verwarnen · zur Ordnung rufen · ↗zurechtweisen  ●  (jemandem etwas) ins Stammbuch schreiben  fig. · (jemandem) einen Verweis erteilen  Amtsdeutsch · ↗tadeln  Hauptform · (jemandem) Bescheid stoßen  ugs. · (jemandem) aufs Dach steigen  ugs., fig. · (jemandem) den Arsch aufreißen  derb · (jemandem) den Kopf waschen  ugs., fig. · (jemandem) den Marsch blasen  ugs., veraltend · (jemandem) deutlich die Meinung sagen  ugs. · (jemandem) die Flötentöne beibringen  ugs., fig. · (jemandem) die Hammelbeine langziehen  ugs., fig. · (jemandem) die Meinung geigen  ugs. · (jemandem) die Schuhe aufpumpen  ugs., fig. · (jemandem) eine (deutliche) Ansage machen  ugs. · (jemandem) eine (dicke) Zigarre verpassen (möglicherweise veraltend)  ugs. · (jemandem) eins auf den Deckel geben  ugs. · (jemandem) zeigen, wo der Frosch die Locken hat  ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo der Hammer hängt  ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo es langgeht  ugs., fig. · (jemanden) Mores lehren  geh. · (jemanden) auf Linie bringen  ugs. · (jemanden) auf Vordermann bringen  ugs., fig. · (jemanden) frisch machen  ugs., fig. · ↗(jemanden) lang machen  ugs. · ↗(jemanden) zusammenfalten  ugs. · ↗(sich jemanden) vorknöpfen  ugs. · ↗abmahnen  fachspr., juristisch · admonieren  geh., veraltet · ↗zurechtstutzen  ugs., fig. · ↗zusammenstauchen  ugs., fig.
  • (die) Anweisung haben · (jemandem) aufgetragen sein · (jemandem) befohlen sein · (jemandes) Auftrag sein · angewiesen sein (zu) · gehalten sein (zu) · nicht dürfen · ↗sollen (/ müssen)
  • (jemanden) anweisen (etwas zu tun)  ●  ↗(jemandem etwas) befehlen  Hauptform · ↗(jemandem etwas) gebieten  geh. · (jemandem) sagen, er soll(e) ...  ugs. · ↗(jemanden etwas tun) heißen  geh., veraltet

Typische Verbindungen zu ›designieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›designieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›designieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nachdem Otto aber vom Vater designiert worden war, billigte der Adel die Entscheidung.
Nitschke, August: Frühe christliche Reiche. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7189
Auch soll der Monarch das Recht verlieren, den Premierminister zu designieren, wenn das Parlament dazu nicht in der Lage sein sollte.
Süddeutsche Zeitung, 27.07.1998
Aber die Grünen sind noch lange nicht so weit, ihren Minister zu designieren.
Die Zeit, 07.06.1985, Nr. 24
Aber er führt hier noch seinen ursprünglichen Namen, war also noch nicht zum Thronfolger designiert.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 23124
Vom Propheten Ahia designiert, wurde Jerobeam von den Nordstämmen zum König ausgerufen.
Kraus, Hans-Joachim: Israel. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 24536
Zitationshilfe
„designieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/designieren>, abgerufen am 07.05.2021.

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