despektierlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungde-spek-tier-lich · des-pek-tier-lich
HerkunftLatein
Wortzerlegungdespektieren-lich
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben geringschätzig, verächtlich
Beispiele:
despektierliche Meinungen, Ausdrücke
jmdn. despektierlich ansehen
Jedermann, der despektierliche Äußerungen gegen die Regierung gebrauchte [WerfelBernadette433]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Despekt · despektieren · despektierlich
Despekt m. ‘Mißachtung’, entlehnt (16. Jh.) aus gleichbed. lat. dēspectio (Genitiv dēspectiōnis), eigentlich ‘das Herabsehen’; dazu despektieren Vb. ‘geringschätzig behandeln’, entlehnt (17. Jh.) aus lat. dēspectāre ‘(mit Verachtung) herabschauen’. Zu lat. spectāre ‘(an)sehen, anschauen, betrachten’, einem Intensivum zu lat. specere, spicere (spectum) ‘sehen’ und ↗de-. Beide heute unüblich, nicht jedoch die Weiterbildung despektierlich Adj. ‘respektlos, abschätzig, verächtlich’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
abfällig · ↗abschätzig · ↗absprechend · abwertend · diskriminierend · ↗geringschätzig · ↗gleichgültig · ↗gnädig · ↗gönnerhaft · ↗herablassend · missbilligend · ↗missfällig · mit Verachtung · ↗naserümpfend · ↗respektlos · ↗verachtungsvoll · ↗verächtlich · von oben herab  ●  despektierlich  geh. · ↗pejorativ  fachspr., linguistisch
Assoziationen
Zitationshilfe
„despektierlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/despektierlich>, abgerufen am 26.05.2019.

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