devot

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung de-vot
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›devot‹ als Erstglied: ↗Devotheit  ·  mit ›devot‹ als Grundform: ↗Devotion
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben, abwertend unterwürfig, übertrieben ergeben
Beispiele:
ein devoter Gruß
eine devote Haltung, Gesinnung, Verbeugung
devote Komplimente
jmdn. devot grüßen
als sie aus dem Laden kamen, verabschiedete sich der Krämer ungemein devot [ O. M. GrafUnruhe117]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

devot Adj. ‘unterwürfig, übertrieben demütig’, Anfang des 17. Jhs. im Sinne von ‘andächtig, fromm, sehr ergeben’ aus lat. dēvōtus ‘zu eigen ergeben, gottergeben, fromm’, Part. Perf. von lat. dēvovēre ‘als Sühnopfer weihen, (sich) aufopfernd hingeben’ (zu lat. vovēre ‘geloben, weihen, wünschen’) entlehnt; mnd. devōt(e) ist schon in der 2. Hälfte des 15. Jhs. bezeugt. Der heute dominierende abschätzige Sinn entwickelt sich Ende des 17. Jhs.

Thesaurus

Synonymgruppe
blind ergeben · devot · ↗hörig · ↗hündisch · ↗knechtisch · ↗kriecherisch · ↗sklavisch · ↗speichelleckerisch · ↗untertänig · ↗unterwürfig  ●  ↗(jemandem) untertan  geh. · ↗servil  geh.
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen zu ›devot‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›devot‹.

Verwendungsbeispiele für ›devot‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich dachte mir, eine noch devotere Frau finde ich nur bei den Moslems.
Die Zeit, 05.04.2010, Nr. 14
Und bislang unterwirft sich das Team der pragmatischen Linie des Trainers geradezu devot.
Süddeutsche Zeitung, 15.09.1995
Das wirkt hilflos, devot und nervt die zu oft fixierte Person.
Kellner, Hedwig: Das geheime Wissen der Personalchefs, Frankfurt a. M.: Eichborn 1998, S. 120
Er imitierte seinen Vater und öffnete ihr devot die Tür, half ihr beim Einsteigen.
Rode, Axel: Das Erbe der Guldenburgs, Bergisch-Gladbach: Lübbe 1986, S. 148
Als männlicher Manager sei aufmerksam und zuvorkommend gegenüber deiner Sekretärin, und vermeide es, die Damen des Büros als devote Untergebene anzusehen.
Commer, Heinrich: Managerknigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1985], S. 8801
Zitationshilfe
„devot“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/devot>, abgerufen am 27.10.2020.

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