diachronisch

Grammatik Adjektiv
Aussprache [diaˈkʀoːnɪʃ]
Worttrennung dia-chro-nisch
Wortzerlegung diachron-isch
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

diachronisch · Diachronie
diachronisch Adj. ‘die historische Entwicklung einer Sprache betreffend’ (Gegensatz synchronisch). Der von Saussure vor 1913 geprägte und 1916 publizierte sprachwissenschaftliche Terminus frz. diachronique wird im folgenden Jahre ins Dt. übernommen. Er ist eine künstliche Bildung zu ↗dia- (s. d.) und griech. chrónos (χρόνος) ‘Zeit, Dauer’, offensichtlich als Antonym zu früher bezeugtem frz. synchronique Adj. (s. ↗synchronisch). Dazu das entsprechende Substantiv Diachronie f. ‘Betrachtung einer Sprache in ihrer historischen Entwicklung’, frz. diachronie (Saussure vor 1913, publiziert 1916, im Dt. 1917).

Verwendungsbeispiele für ›diachronisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei verkennt er nicht die Schwierigkeiten, insbesondere des diachronischen Vergleichs, "wegen der komparativen Perspektiven auf größere Zeitspannen und wegen der unterschiedlichen Systembedingungen".
Der Tagesspiegel, 02.02.1999
Die unstrittig auf ihn zurückgehende methodische Unterscheidung zwischen synchronischer und diachronischer Sprachwissenschaft war ihm kein Hindernis für eine Verschränkung beider Perspektiven.
Süddeutsche Zeitung, 07.06.1997
Zitationshilfe
„diachronisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/diachronisch>, abgerufen am 06.12.2020.

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