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diebisch

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung die-bisch
GrundformDieb

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. auf Diebstahl ausgehend
    1. [bildlich] ...
  2. 2. [umgangssprachlich] verstohlen, heimlich
eWDG

Bedeutungen

1.
auf Diebstahl ausgehend
Beispiele:
ein diebischer Kerl
eine diebische Elster
so wird man Tag und Nacht von diesem diebischen Gesindel bestohlen! [ AndresPortiuncula46]
bildlich
Beispiel:
sie ist eine diebische Elster (= sie stiehlt wie eine Elster)
2.
umgangssprachlich verstohlen, heimlich
Beispiele:
ein diebisches Vergnügen
mit diebischem Lächeln
das macht mir einen diebischen (= großen) Spaß
sich auf, über etw. diebisch (= sehr) freuen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dieb · diebisch · Diebstahl
Dieb m. ‘wer stiehlt, Spitzbube’, ahd. thiob (9. Jh.), mhd. diep, diup, asächs. thiof, afries. thiāf, aengl. þēof, engl. thief, mnl. nl. dief, anord. þjōfr, schwed. tjuv, got. þiufs (germ. *þeuba-) sind in ihrer Herkunft nicht sicher zu erklären. Möglich ist der Anschluß an die Wurzel ie. *teup- ‘sich niederkauern’, wozu lit. tū̃pti ‘sich hinhocken’; Dieb wäre dann als einer zu verstehen, der sich heimlich duckt, um nicht gesehen zu werden. de Vries Nl. 115 hält diese Ausgangsbedeutung für wenig befriedigend und glaubt, daß das germ. gut bezeugte Wort einem vorie. Substrat entstammen könne. diebisch Adj. ‘wie ein Dieb’, mhd. diebisch, mnd. dēvisch. Diebstahl m. ‘Aneignung fremden Besitzes’, mhd. diupstāle f., diepstāl f. Das erste, später an Dieb angeglichene Kompositionsglied liegt vor in ahd. thiuba f. (8. Jh.), mhd. diube f., nhd. Deube f. ‘Diebstahl, Gestohlenes’ (bis ins 18. Jh. bezeugt), das zweite Kompositionsglied in ahd. stāla f. (zu stehlen, s. d.) ‘Diebstahl’. Im 15. Jh. tritt, wohl über die konkrete Bedeutung ‘Gestohlenes, Diebesgut’, Genuswechsel zum Mask. ein.

Thesaurus

Synonymgruppe
diebisch · kleptomanisch veranlagt  ●  (ein) einnehmendes Wesen haben  verhüllend, ironisch · (etwas) gut gebrauchen können  verhüllend, ironisch · es mit Mein und Dein nicht so genau nehmen  verhüllend · langfingrig  fig. · (schon mal ganz) gerne was mitgehen lassen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›diebisch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›diebisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›diebisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber gemerkt hätten sie dann doch nichts, vermag er sich noch heute diebisch zu freuen. [Die Zeit, 29.06.2007 (online)]
So was macht ihm auch heute noch eine diebische Freude. [Die Zeit, 16.12.2004, Nr. 52]
Ich freue mich diebisch darüber, mich mit Erfolg selbst verdreht zu haben. [Die Zeit, 21.05.2001, Nr. 21]
Auch einen Code auszutüfteln, an dem sich der andere festbeißt, macht diebische Freude. [Die Zeit, 09.09.1977, Nr. 37]
Unseren oft mit einem kindlichen Gemüt gesegneten Schriftstellern bereitet diese Äußerung geradezu diebisches Vergnügen. [Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999, S. 2]
Zitationshilfe
„diebisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/diebisch>.

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