differieren

GrammatikVerb · differierte, hat differiert
Aussprache
Worttrennungdif-fe-rie-ren (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1967

Bedeutung

verschieden sein, voneinander abweichen
Beispiele:
ihre Ansichten, Meinungen differieren sehr stark
die beiden Uhren differieren (= gehen verschieden)
die Rahmen differieren in der Größe um einige Millimeter
differierende Angaben, Daten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Differenz · differieren · Differential · Differentialrechnung
Differenz f. ‘Unterschied, Meinungsverschiedenheit’, mhd. differenze, entlehnt aus lat. differentia ‘Verschiedenheit’ (zu lat. differre, s. unten). Der mathematische Terminus ‘Ergebnis einer Subtraktion’ entwickelt sich im Spätlat. (Boethius) und wird im 15. Jh. ins Dt. aufgenommen. differieren Vb. ‘abweichen, anderer Meinung sein’, entlehnt aus lat. differre ‘auseinandertragen, verzögern, verschieden sein’, zuerst (16. Jh.) dem lat. Gebrauch entsprechend ‘aufschieben’, danach (17. Jh.) im heute üblichen Sinne ‘verschieden sein’. Differential n. ‘unendlich kleine Differenz zwischen abhängigen Größen’ (18. Jh.), mathematischer Terminus der Differentialrechnung f. (18. Jh.), aus nlat. differentialis Adj. ‘eine Differenz betreffend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) abheben (von) · ↗(sich) herausheben · (sich) unterscheiden (von) · ↗abweichen · anders sein (als) · einer anderen (... z.B. Sorte) zuzuordnen sein · ↗herausfallen · nicht dazugehören · verschieden sein · von anderer Art (sein)  ●  aus anderem Holz geschnitzt sein (Person)  Redensart, fig. · differieren (bildungssprachl.)  geh. · ↗divergieren (bildungssprachl.)  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ansicht Anzahl Auffassung Ausstattung Betrag Bewertung Einschätzung Größe Intensität Länge Meinung Preis Prognose Prozentpunkt Schätzung Standpunkt Umfang allerdings beträchtlich enorm erheblich extrem geringfügig je nachdem regional stark unwesentlich voneinander wenig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›differieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alles differiert von sich selbst, und das ist es, was uns zu denken abverlangt wird.
Süddeutsche Zeitung, 15.07.2000
Die Museen sind unterschiedlich groß, die Zahlen der Angestellten differieren erheblich.
Die Zeit, 26.01.1996, Nr. 5
Die mit den revolutionären Prozessen bis 1933 verknüpften M. differierten bereits entsprechend den beiden damaligen Gesellschaftssystemen.
o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 24087
Unter der hellenistischen Königsherrschaft differierte die Situation in den Städten nur unwesentlich.
Heuß, Alfred: Herrschaft und Freiheit im griechisch-römischen Altertum. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1965], S. 25451
Die für seine Zeit überlieferten Ansätze differieren um volle drei Jahrhunderte.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 30278
Zitationshilfe
„differieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/differieren>, abgerufen am 26.04.2019.

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