dilettantisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungdi-let-tan-tisch (computergeneriert)
HerkunftItalienisch
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend unfachmännisch
Beispiele:
dilettantische Reime, Malereien
dilettantische Einfälle, Geschichtsschreibung
dilettantische Oberflächlichkeit
etw. dilettantisch betreiben
Während er sonst alle Arten dilettantischen Musizierens haßte [WerfelVerdi118]
Die Vermengung von Politik mit persönlichen Racheakten schien ihm ebenso dilettantisch wie geschmacklos [Feuchtw.Nero331]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dilettant · dilettantisch
Dilettant m. ‘wer eine Beschäftigung aus Liebhaberei betreibt, Laie’, entlehnt (18. Jh.) aus gleichbed. ital. dilettante, zu ital. dilettare, lat. dēlectāre ‘sich angenehm beschäftigen, ergötzen’; oft geringschätzig ‘Stümper’ (ebenfalls seit 18. Jh.). dilettantisch Adj. ‘laienhaft, unsachgemäß, oberflächlich’ (Ende 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Möchtegern- · Provinz-... · ↗amateurhaft · ↗dilettantenhaft · dilettantisch · gut gemeint, aber schlecht gemacht · gut gewollt, aber schlecht gekonnt · ↗laienhaft · nicht ernst zu nehmen · ↗stümperhaft · ↗unprofessionell · ↗unqualifiziert  ●  Hinterhof-...  ugs. · Hintertreppen-...  ugs. · Hobby-...  ugs. · Küchen-...  ugs. · Wald- und Wiesen-...  ugs. · hobbyhaft  ugs. · ↗schlecht  ugs. · ↗unmöglich  ugs., emotional
Assoziationen
Antonyme
  • dilettantisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abwehrverhalten Darbietung Krisenmanagement Putschversuch Verhandlungsführung Vorgehen Vorgehensweise agierend altmodisch ausgeführt banal chaotisch derart eingefädelt fahrlässig geradezu inszeniert kleinbürgerlich konfus provinziell reaktionär rührend schlampig skandalös stümperhaft unprofessionell unrealistisch unverantwortlich vorbereitet Öffentlichkeitsarbeit

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›dilettantisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da hat man dann auch keine dilettantisch verstümmelte Szenen mehr.
C't, 2001, Nr. 4
Das beschlossene Gesetz ist so dilettantisch formuliert, daß es in der Praxis gar nicht zu handhaben wäre.
Die Welt, 13.03.1999
Der militärisch und politisch oft dilettantisch geführte Kampf dauerte 13 Jahre.
Grimm, T.: Taiping-Bewegung. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 30648
Der zweite Tag verstrich, ich streunte durch die kalte Stadt, auf meiner dilettantischen Suche nach Sofie.
Krausser, Helmut: Eros, Köln: DuMont 2006, S. 289
Den erklärten Westlern erschien die nationale russische Schule dilettantisch, unraffiniert, barbarisch.
Schlögel, Karl: Petersburg, München Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 418
Zitationshilfe
„dilettantisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dilettantisch>, abgerufen am 22.09.2019.

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