Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

direktorial

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung di-rek-to-ri-al
Wortbildung  mit ›direktorial‹ als Erstglied: Direktorialsystem · Direktorialverfassung
Herkunft Latein
eWDG

Bedeutung

wie ein Direktor
Beispiele:
direktoriale Gewohnheiten
er hat ein direktoriales Auftreten
Trotz dieses vertraulichen Zusammenseins blieb Hartmanns direktoriale Würde unantastbar [ WildenhainSchauspieler81]

Verwendungsbeispiele für ›direktorial‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unter diesen Umständen glaubte die Versammlung auf eine Beantwortung des direktorialen Schreibens überhaupt verzichten zu müssen. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 02.03.1910]
Mit hochklopfendem Herzen pochte ich an demselben Nachmittage an die Tür des direktorialen Sprechzimmers. [Sudermann, Hermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 918]
Und am Berliner Ensemble bin ich jetzt nicht mehr direktorial eingebunden, sondern beschränke mich auf künstlerische Mitarbeit. [Die Welt, 15.08.2001]
Es beschneidet die direktoriale Entscheidungsgewalt nicht, es bewirkt eher, daß in der „offenen Dramaturgie“ Schauspieler mehr denn je Stücke lesen und beurteilen. [Die Zeit, 22.10.1971, Nr. 43]
Dieses Flugblatt ist in der Ausdrucksweise durchaus sachlich und gemäßigt, mit Ausnahme der Wendung von der „direktorialen Selbstherrlichkeit“. [Die Zeit, 25.06.1971, Nr. 26]
Zitationshilfe
„direktorial“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/direktorial>.

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