Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

dis-

Grammatik Affix
kann bei Vorhandensein eines Gegensatzwortes den Hauptton tragen
Nebenform di- · Affix (meist vor Konsonanten)
nicht produktiv
Wortbildung  mit ›dis-‹/›di-‹ als Erstglied: Disharmonie · Diskontinuität · Disqualifikation · disharmonieren · diskontinuierlich · diskreditieren · disloyal · disqualifizieren · dissozial
Herkunft aus dis‑lat ‘entzwei-, auseinander-’
eWDG

Bedeutung

drückt den Gegensatz, die Trennung aus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dis- Präfix das vornehmlich in Wörtern auftritt, die aus dem Lat. entlehnt sind bzw. auf das Lat. zurückgehen, vor bestimmten Konsonanten auch in der Form di- (dirigieren) oder (assimiliert an folgendes -f) dif- (differieren). Es kann nach seiner Ausgangsbedeutung ‘entzwei, auseinander’ Trennung (Distanz), Verneinung (diffizil, Disharmonie) oder Verstärkung (dirigieren) ausdrücken. Lat. dis- gehört, wohl mit dem unter dia- (s. d.) behandelten Präfix griech. dia- (δια-, wenn aus *δισα), zu ie. *dis-, einer Nebenform von ie. *du̯is- ‘entzwei, auseinander’ (s. Zwist).
Zitationshilfe
„dis-“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dis->.

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