diskreditieren

GrammatikVerb · diskreditiert, diskreditierte, hat diskreditiert
Aussprache
Worttrennungdis-kre-di-tie-ren
HerkunftFranzösisch
Wortzerlegungdis-kreditieren
Wortbildung mit ›diskreditieren‹ als Erstglied: ↗Diskreditierung
eWDG, 1967

Bedeutung

etw., jmdn., sich in üblen Ruf, in Misskredit bringen
Beispiele:
eine Partei, den Staat diskreditieren
die ehemals angesehene Firma wurde durch ein gewissenloses Geschäftsgebaren diskreditiert
sie versuchten, ihn zu diskreditieren
sie haben sich durch ihr unmögliches Verhalten diskreditiert
Das sind die Reden, die uns diskreditieren! [BrechtCommune11]

Thesaurus

Synonymgruppe
abkanzeln · ↗abwerten · diskreditieren · ↗herabwürdigen · in Misskredit bringen · ↗niedermachen · ↗schlechtmachen  ●  ↗mobben  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem etwas) anhängen · ↗(jemandem etwas) nachsagen · ↗(jemandem etwas) unterstellen · (jemandem) die Ehre abschneiden · (jemanden) ins Gerede bringen · (über jemanden negative) Behauptungen in die Welt setzen · Lügen verbreiten (über) · Sünden anderer aufzeigen · ↗diffamieren · diskreditieren · ↗herabsetzen · in Misskredit bringen · in Verruf bringen · schlecht reden (über) · ↗schlechtmachen · ↗schmähen · ↗verhöhnen · ↗verleumden · ↗verunglimpfen · zynisch beschreiben  ●  ↗(jemandem etwas) andichten  ugs. · (jemandem etwas) ans Zeug flicken  ugs., veraltend · ↗anschwärzen  ugs. · kein gutes Haar lassen (an)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anliegen Augen Berufsstand Islam Kanzlerschaft Kollaboration Marxismus Protestbewegung Schimmelbusch Sozialismus Umweltpolitik Unfähigkeit Unterstellung Unwahrheit Utopie Verleumdung Weltöffentlichkeit beleidigen destabilisieren diffamieren diskriminieren isolieren kriminalisieren moralisch nachhaltig pauschal per se schwächen vollends vor aller Welt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›diskreditieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hat sich genügend diskreditiert, da gibt es für ihn nicht einmal mehr die Chance, sich selbst in Ordnung zu bringen.
Der Spiegel, 17.01.2000
Reformen dieser weitgehenden Art diskreditieren jede Regierung, die sie zum Wohl der Nation in Gang gebracht hat.
Die Zeit, 10.04.1970, Nr. 15
Zwar das alte »Naturrecht« erscheint durch die historische und rechtspositivistische Kritik diskreditiert.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 627
Immer wieder hat die in der Macht befindliche Regierung ihre Gegner fälschlich als "Staatsfeinde" diskreditiert.
Heller, Hermann: Staatslehre, Leiden: Sijthoff 1934, S. 232
Was man bis dahin vorgebracht hatte, war unbefriedigend und teilweise sogar geeignet, die These des Evolutionismus zu diskreditieren.
Heuß, Alfred: Einleitung. In: Mann, Golo u. a. (Hgg.) Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 3
Zitationshilfe
„diskreditieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/diskreditieren>, abgerufen am 20.11.2019.

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