Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

diskreditieren

Grammatik Verb · diskreditiert, diskreditierte, hat diskreditiert
Aussprache 
Worttrennung dis-kre-di-tie-ren
Wortzerlegung dis- kreditieren
Wortbildung  mit ›diskreditieren‹ als Erstglied: Diskreditierung
Herkunft Französisch
eWDG

Bedeutung

etw., jmdn., sich in üblen Ruf, in Misskredit bringen
Beispiele:
eine Partei, den Staat diskreditieren
die ehemals angesehene Firma wurde durch ein gewissenloses Geschäftsgebaren diskreditiert
sie versuchten, ihn zu diskreditieren
sie haben sich durch ihr unmögliches Verhalten diskreditiert
Das sind die Reden, die uns diskreditieren! [ BrechtCommune11]

Thesaurus

Synonymgruppe
abkanzeln · abwerten · herabwürdigen · in Misskredit bringen · niedermachen · schlechtmachen  ●  diskreditieren  geh. · mobben  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem etwas) nachsagen · (jemandem etwas) unterstellen · (jemandem) die Ehre abschneiden · (jemanden) ins Gerede bringen · (sich) in herabwürdigender Weise äußern (über) · (über jemanden negative) Behauptungen in die Welt setzen · Lügen verbreiten (über) · diffamieren · diskreditieren · herabsetzen · in Verruf bringen · schlecht reden (über) · schlechtmachen · schmähen · verleumden · verunglimpfen  ●  (jemandem etwas) anhängen  fig. · (jemanden) in eine bestimmte Ecke stellen  fig. · in Misskredit bringen  fig. · (jemandem etwas) am Zeug flicken  ugs., veraltend · (jemandem etwas) andichten  ugs. · (jemandem etwas) ans Zeug flicken  ugs., veraltend · (jemanden) mit Dreck bewerfen  ugs. · anschwärzen  ugs. · kein gutes Haar lassen (an)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›diskreditieren‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›diskreditieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›diskreditieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hat sich genügend diskreditiert, da gibt es für ihn nicht einmal mehr die Chance, sich selbst in Ordnung zu bringen. [Der Spiegel, 17.01.2000]
Manche Länder würden sich dann benachteiligt, andere dagegen diskreditiert fühlen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1960]]
Macht jenen Methoden ein Ende, die darauf hinauslaufen, das Parlament zu diskreditieren. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1954]]
Und diese Zeit, das muss man deutlich sagen, diskreditiert bestimmt nicht. [Die Zeit, 25.02.2013, Nr. 08]
Zwar das alte »Naturrecht« erscheint durch die historische und rechtspositivistische Kritik diskreditiert. [Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 627]
Zitationshilfe
„diskreditieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/diskreditieren>.

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