distanzlos

Aussprache
Worttrennungdi-stanz-los · dis-tanz-los (computergeneriert)
WortzerlegungDistanz-los
Wortbildung mit ›distanzlos‹ als Erstglied: ↗Distanzlosigkeit
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

ohne die nötige Distanz, den nötigen inneren (u. auch räumlichen) Abstand zueinander

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) anbiedernd · Grenzen ignorierend · Grenzen verletzend · ↗anhänglich · ↗aufdringlich · bedrängend · belästigend · distanzlos · drängelnd · drängend · in (bester) Stalker-Manier · ↗indiskret · ↗lästig · nicht abzuschütteln · peinlich indiskret · ↗penetrant · ↗schmierig · ↗unangenehm · unangenehm vertraulich · von peinlicher Indiskretion · übertrieben zuvorkommend  ●  ↗grenzüberschreitend  Jargon · ↗zudringlich  Hauptform · lästig wie eine Klofliege  ugs. · nicht (wieder) loszuwerden  ugs. · ↗übergriffig  geh.
Assoziationen
  • (viel) Sitzfleisch haben · nicht zum Aufbruch zu bewegen (sein) · ↗schwer (wieder) loszuwerden (sein)
  • Paparazzo · Skandal-Fotograf  ●  Paparazza  weibl. · Paparazzi  Plural
  • aus tiefster Seele · ↗dringend · drängend · ↗eindringlich · flehend · ↗flehentlich · ↗händeringend · in flehendem Tonfall · ↗inständig · inständigst · ↗nachdrücklich · sehnlichst · unter Flehen  ●  beschwörend  Hauptform
  • (jemandem) sein Herz ausschütten · (jemandem) sein Leid klagen · (jemanden) behelligen mit  ●  (seine Sorgen) abladen bei  fig., variabel · (sich) ausweinen bei  auch figurativ · (jemandem) die Ohren volljammern  ugs. · (seinen Frust) rauslassen bei  ugs., variabel · ↗(sich) auskotzen  derb, fig.
  • (sich) Vertraulichkeiten herausnehmen · ↗(sich) aufdrängen · ↗bedrängen · ↗belästigen · lästig fallen · lästig sein · lästig werden · nicht in Ruhe lassen · zudringlich werden  ●  (jemandem) auf den Pelz rücken  ugs.
  • (sich) anbiedern(d) · als wären sie Freunde · ↗kumpelhaft · ↗plumpvertraulich · wie unter Freunden

Typische Verbindungen
computergeneriert

Begeisterung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›distanzlos‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Spannend soll der Osten sein, aber für Hanseaten ungewohnt distanzlos.
Die Welt, 02.07.2002
Mir fällt es schwer, über ein Werk zu schreiben, zu dem ich mich in einem familiären Verhältnis fühle, distanzlos.
Die Zeit, 23.09.1999, Nr. 39
Eine Weile soll der Neid einer distanzlosen Öffentlichkeit sie sehr beschäftigt haben.
Süddeutsche Zeitung, 28.05.1996
Der Läppische ist sehr umweltlabil, ist gleichermaßen wehleidig, klagend, von kraftloser Aggressivität und sozial durch distanzlose Zudringlichkeit störend.
Werner, Reiner: Das verhaltensgestörte Kind, Berlin: Dt. Verl. d. Wiss. 1973 [1967], S. 64
Die distanzlose Konfrontation mit dem Martyrium klagt den Verlust der Menschenwürde an und geht dazu bis an die Grenzen der Darstellbarkeit.
o. A.: Lexikon der Kunst - K. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 25244
Zitationshilfe
„distanzlos“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/distanzlos>, abgerufen am 18.02.2019.

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