dominant

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungdo-mi-nant
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›dominant‹ als Erstglied: ↗Dominantakkord · ↗Dominantseptakkord
eWDG, 1967

Bedeutung

vorherrschend
Beispiel:
das dominante Element ist in diesem Stück der Rhythmus
Biologie überdeckend
Gegenwort zu rezessiv
Beispiele:
eine dominante Erbeigenschaft
ein dominantes Merkmal
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dominieren · dominant · Dominante
dominieren Vb. ‘vorherrschen, überwiegen, überragen’, im 14. Jh. aus lat. dominārī ‘herrschen’ entlehnt, zu lat. dominus ‘Herr, Gebieter’. dominant Adj. ‘vorherrschend’ (18. Jh.), lat. domināns (Genitiv dominantis), Part. Präs. zu dominārī; heute meist dominierend. Dominante f. fünfter Ton (Quinte) einer Tonleiter, als musikalischer Begriff seit dem 17. Jh. verwendet (vgl. frz. dominante), seit dem 18. Jh. auch in dt. Texten; in der Substantivierung des Adjektivs (s. oben) ‘vorherrschendes Merkmal’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
befehlshaberisch · bestimmend · dominant · ↗herrisch · ↗tonangebend
Synonymgruppe
beherrschend · bestimmend · dominant · dominierend · ↗führend · herrschend · ↗maßgebend · ↗maßgeblich · ↗tonangebend · vorherrschend  ●  ↗prädominant  geh., bildungssprachlich, lat.
Assoziationen
Synonymgruppe
am ausgeprägtesten · am stärksten ausgeprägt · ↗ausschlaggebend · beherrschend · bestimmend · dominant · dominierend · ↗entscheidend
Psychologie
Synonymgruppe
anmaßend · ↗arrogant · ↗aufdringlich · dominant · ↗großtuerisch · ↗hochfahrend · ↗hoffärtig · ↗vermessen · ↗überheblich · übertrieben selbstbewusst  ●  ↗präpotent  österr. · ↗insolent  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • aufgeblasen · durchdrungen von der eigenen Bedeutsamkeit · ↗geschwollen · ↗großspurig · selbstwichtig · selbstüberzeugt · von sich selbst überzeugt
Antonyme
Synonymgruppe
Haupt... · Kern... · Leit... · bestimmend · dominant · ↗maßgeblich · ↗wesentlich(ste/r) · wichtigste(r)
Assoziationen
Synonymgruppe
dominant · durchdringend · in die Nase stechen(d) · ↗intensiv · ↗penetrant · sich vordrängen(d) · ↗stark  ●  alles andere überdecken(d)  variabel · ↗aufdringlich (Geruch, Duft)  Hauptform

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktionssystem Allel Artgenosse Center Diskurs Erbanlage Erbgang Führungsfigur Führungsstil Marktposition Marktstellung Mutation Männchen Part Persönlichkeit Position Rolle Schwarz Spezies Spielweise Stellung Vaterfigur Weib Weltmacht derart einstmals extrovertiert rezessiv vererbt ÖVP

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›dominant‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allerdings fängt sie langsam an, eine dominantere Art an den Tag zu legen.
Bild, 24.09.2001
Wir bereiten uns auf einen ziemlich dominanten älteren Herrn vor.
Der Tagesspiegel, 26.05.2001
Gleichwohl war in den meisten Fällen der staatliche Leiter dominant.
Herbst, Andreas u. a.: Lexikon der Organisationen und Institutionen - P. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 4854
Ihre Sprache ist, wo immer von »Kritik« und von »Alternativen« die Rede ist, genau die der dominanten Ordnung.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 465
Die jeweils dominanten Reaktionen sind inadäquat, also hinderlich für die betreffende Leistung.
Lück, Helmut E.: Soziale Aktivierung. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 28956
Zitationshilfe
„dominant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dominant>, abgerufen am 23.10.2019.

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