dorren

Grammatik Verb · dorrt, dorrte, ist gedorrt
Aussprache 
Worttrennung dor-ren
Wortbildung  mit ›dorren‹ als Letztglied: ↗abdorren · ↗ausdorren · ↗eindorren
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben dürr, trocken werden
Beispiel:
[das Korn muß] auf dem Felde dorren [Auerbach4,38]
übertragen
Beispiel:
Seit du verbannt warst, dorrte mir jeder Tag [BrechtEduard14]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dorren · verdorren
dorren Vb. ‘dürr, trocken werden, verdorren’, zur Schwundstufe der Wurzel ie. *ters- ‘trocknen, verdorren’ gebildet (s. ↗dürr). Ahd. thorrēn ‘verdorren, dürr werden, vertrocknen, erstarren’ (9. Jh.), mhd. dorren, asächs. thorron ‘vergehen’, mnl. dorren; vgl. auch anord. þorna ‘trocknen, verdorren’, norw. torne und got. gaþaúrsnan ‘verdorren’. verdorren Vb. gleichbed. mit dorren (durch das Präfix ver- verstärkt), aber heute üblicher; ahd. firthorrēn (8. Jh.), mhd. verdorren. Im Nhd. mischen sich verdorren und verdörren (s. ↗dörren) formal und in ihrer Bedeutung, so daß verdorren auch ‘dürr, trocken machen’ bedeuten kann (seit 16. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›dorren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun, der Rasen meines Inselgartens in der Bai von Rio de Janeiro dorrte unter der steilen Sonne, kaum daß er gewachsen war.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 81
Langsam dorrt es.
Die Zeit, 05.03.1953, Nr. 10
Seine Gestalt dorrte aus wie ein abgestorbener Baum.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 263
Zitationshilfe
„dorren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dorren>, abgerufen am 02.07.2020.

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