dröhnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungdröh-nen
Wortbildung mit ›dröhnen‹ als Erstglied: ↗dröhnig  ·  mit ›dröhnen‹ als Letztglied: ↗aufdröhnen · ↗durchdröhnen · ↗erdröhnen · ↗ineinanderdröhnen · ↗zudröhnen
 ·  mit ›dröhnen‹ als Grundform: ↗Gedröhn · ↗Gedröhne
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
durchdringend und dumpf hallend tönen
Beispiele:
Motoren dröhnen in der Werkhalle
eine Stimme dröhnt in dem hallenden Gebäude
Lärm dröhnt durch die Nacht
Orgeltöne dröhnen durch die Kirche
eine Salve, der Schall der Becken dröhnt durch den Saal
an der Front dröhnt der Donner der Geschütze
ein Zug fährt dröhnend über die Brücke
ein dröhnendes Gelächter
Neben uns dröhnen drei Abschüsse [RemarqueIm Westen57]
2.
etw. dröhntetw. ist von durchdringend und dumpf hallenden Tönen erfüllt
Beispiele:
die Werkhalle dröhnt von Maschinengeräusch und lautem Gehämmer
der ganze Saal dröhnte von der Musik
bildlich
Beispiele:
die Erde, der Boden dröhnt unter dieser Erschütterung
vom Lärm dröhnt (= brummt) mir der Kopf, dröhnen (mir) die Ohren
3.
landschaftlich, salopp eintönig über belanglose Dinge sprechen
Beispiele:
er dröhnte, ohne aufzuhören
denn so ein Schnaps wärmt noch mal so gut, wenn ein bißchen dabei geklönt und gedröhnt wird [NachbarMond94]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dröhnen Vb. ‘großen Lärm verbreiten, durch Lärm erzittern’, ein nd., seit dem 17. Jh. im Hd. übliches Verb. Mnd. nd. drȫnen, mnl. drōnen, nl. dreunen ‘dröhnen, erzittern’, isl. drynja ‘dröhnen, lärmen, schwach brüllen’, schwed. dröna ‘schwach brüllen, träge sein’ gehören wie ↗Drohne (s. d.) und seine Verwandten zur Schallwurzel ie. *dher- ‘murren, brummen, dröhnen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
brausen (Wellen) · ↗donnern · dröhnen · ↗tosen
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Synonymgruppe
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen
Synonymgruppe
(ein) röhrendes Geräusch machen · (einen) Mordskrach machen · (sehr) laut werden · dröhnen · ↗röhren (Motor)
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Synonymgruppe
brüllen · ↗schreien  ●  ↗bläken  ugs. · ↗blöken  ugs. · dröhnen  ugs. · ↗plärren  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bagger Bass Box Boxen Ghettoblaster Glocke Hammerschlag Lautsprecher Lautsprecherboxen Lärm Marschmusik Motor Musikbox Ohr Pauke Popmusik Preßlufthammer Rockmusik Techno-Musik Trommel aufdröhnen dumpf durchdröhnen entgegen herüber laut lauter los scheppern zudröhnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›dröhnen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die sind schrill bunt bemalt und aus einer Box dröhnt unüblich laute Musik.
Der Tagesspiegel, 09.04.2002
Auch da dröhnt es manchmal, aber das gehört zum Spiel.
Süddeutsche Zeitung, 17.12.1998
Immer mehr füllten sich die Straßen und dröhnten wider von dem Liede.
Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 114
Da dröhnte und sang noch einmal und noch einmal das Horn, das Horn.
Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 141
Er hatte etwas von einem Schmied, jedes Argument dröhnte von Kraft.
Schleich, Carl Ludwig: Besonnte Vergangenheit, Lebenserinnerungen (1859-1919). In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1921], S. 31483
Zitationshilfe
„dröhnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dröhnen>, abgerufen am 06.12.2019.

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