drall

GrammatikAdjektiv (in Verbindung mit weiblichen Personen)
Wortbildung mit ›drall‹ als Grundform: ↗Drallheit
eWDG, 1967

Bedeutung

rundlich und stramm
Beispiele:
ein dralles Bauernmädchen
eine dralle Kellnerin
Katrin, gut in den Dreißigern, fest und kräftig gewachsen, mit einem drallen, gesundfarbenen Apfelgesicht [E. ClaudiusMenschen10]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drall · Drall
drall Adj. ‘fest, derb, stramm’, ablautend zu ↗drillen (s. d.) und daher verwandt mit ↗drehen (s. d.), eigentlich ‘fest gedreht’, mhd. drel Adv. ‘fest, stark, sehr’, mnd. dral ‘fest gedreht, wirbelnd, sprudelnd (vom Wasser)’, nl. dral. Seit dem 18. Jh. setzt sich nd. drall allmählich im Hd. durch. Drall m. ‘Drehimpuls (bei Feuerwaffen), Neigung’ (18. Jh.). Linksdrall m., Rechtsdrall m. ‘Drehbewegung der Geschosse nach links oder rechts’ (wohl 19. Jh.), auch spöttische Bezeichnung für ein Sympathisieren mit politisch links oder rechts orientierten Gruppen (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
dicklich · drall · ↗mollig · ↗mopsig · ↗prall · ↗rundlich  ●  ↗moppelig  ugs. · ↗pummelig  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
beleibt · dick und fett (verstärkend) · ↗dickbäuchig · ↗dickleibig · drall · ↗feist · ↗fettleibig · ↗füllig · ↗korpulent · ↗kugelrund · ↗massig · ↗mollig · ↗schmerbäuchig · ↗wohlbeleibt · ↗wohlgenährt · über Normalgewicht · ↗übergewichtig · ↗üppig  ●  ↗dick  Hauptform · ↗stark  verhüllend · ↗stattlich  verhüllend · ↗vollschlank  verhüllend · ↗wohlgerundet  verhüllend · (etwas) auf den Rippen haben  ugs., variabel · ↗adipös  fachspr., medizinisch · aus der Form geraten  ugs. · ↗fett  derb · gut gepolstert  ugs., ironisch · ↗wampert  ugs., bair.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bauernmädchen Bedienung Blonde Blondine Brust Bäuerin Dame Deern Dirndl Figur Freundin Girl Hausfrau Kellnerin Komik Königin Magd Maid Model Mädchen Mädel Nackte Putte Schönheit Weib Wirtin blond deftig prall ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›drall‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Kunst des Bowlers besteht darin, der Kugel möglichst viel Drall mitzugeben, sie im Bogen ins Ziel zu lenken.
o. A. [hei.]: Bowling. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1978]
Eva gerät ziemlich drall, fruchtbar könnte man es auch nennen.
Die Zeit, 14.12.2009, Nr. 50
Hintenrum ist bei der drallen Maid aber alles beim Alten.
Bild, 16.04.2004
Je frischer der Raum von Natur ist, um so schöner und draller bleibt das Obst darin.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 232
Er rauchte dralle Wolken nach dem Loch hinauf, wo Paul stecken sollte.
Zeitler, Andreas: Eines Mannes beste Zeit. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 53
Zitationshilfe
„drall“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/drall>, abgerufen am 18.10.2019.

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