Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

draufgehen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung drauf-ge-hen
Wortzerlegung drauf- gehen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [umgangssprachlich] verbraucht werden
  2. 2. [salopp] zugrunde gehen
eWDG

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich verbraucht werden
Beispiele:
bei dieser großen Anschaffung, im Urlaub ist alles Geld draufgegangen
die Besprechungen und die Tagungen und das alles, da geht die Zeit drauf [ GaiserSchlußball212]
2.
salopp zugrunde gehen
Beispiele:
Experimente, bei denen Tausende von Existenzen draufgehen, ganze Städte [ Feuchtw.Jüd. Krieg293]
Bei der Geburt meines ältesten Sohnes bin ich fast draufgegangen [ SeghersSiebtes Kreuz4,128]

Thesaurus

Synonymgruppe
(den) Tod erleiden · (den) Tod finden · (ein) Opfer (des / der ...) werden · (jemanden) das Leben kosten · (sein) Leben lassen · (sein) Leben verlieren · es gibt (...) Tote · getötet werden · tödlich verunglücken · umkommen · ums Leben kommen  ●  draußen bleiben  veraltend, historisch · zu Tode kommen  Hauptform · (jemanden) dahinraffen  geh. · dahingerafft werden  geh. · draufgehen (bei)  ugs., salopp · hopsgehen  ugs., salopp · tot bleiben  ugs., regional, veraltet · vor die Hunde gehen  ugs., sprichwörtlich · über den Deister gehen  ugs., salopp, norddeutsch · über den Jordan gehen  ugs., salopp · über die Wupper gehen  ugs., regional, salopp
Oberbegriffe
  • (jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · (seinen) letzten Atemzug tun · ableben · das Zeitliche segnen · erlöschen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · verdämmern · verscheiden · versterben · wegsterben  ●  (die) Augen für immer schließen  verhüllend · (die) Reihen lichten sich  fig. · abtreten  fig. · aus dem Leben scheiden  fig. · davongehen  fig. · entschlafen  fig., verhüllend · fallen  militärisch · gehen  verhüllend · heimgehen  fig., verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · von der Bühne (des Lebens) abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · (den) Arsch zukneifen  vulg., fig. · (den) Löffel abgeben  ugs., fig., salopp · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · dahinscheiden  geh., verhüllend · den Geist aufgeben  ugs. · den Weg allen Fleisches gehen  geh. · die Grätsche machen  ugs., salopp · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Ewigkeit abberufen werden  geh., fig. · in die Grube fahren  ugs., fig. · in die Grube gehen  ugs. · ins Grab sinken  geh., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · sein Leben aushauchen  geh. · seinen Geist aufgeben  ugs. · seinen Geist aushauchen  geh. · vor seinen Richter treten  geh., religiös, fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
draufgehen  ugs. · futsch gehen  ugs. · hopsgehen  ugs., salopp · über die Wupper gehen  ugs., salopp
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›draufgehen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›draufgehen‹.

Verwendungsbeispiele für ›draufgehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch die wirklich wichtigen Dinge erfährt man: Thumb brauchte ganze 23 Tage, um ihre Platte aufzunehmen, 14 Tage gingen fürs Mixen drauf. [C't, 1998, Nr. 16]
Fast das ganze Geld geht fürs Personal drauf, und die Löhne fallen nicht üppig aus. [Die Zeit, 04.04.2011, Nr. 14]
Der größte Teil des Geldes ging für die Sicherheit drauf. [Die Zeit, 27.06.2010 (online)]
Die 350 Euro, die ihm das Amt im Monat überweist, gehen fürs Kiffen drauf. [Die Zeit, 17.05.2010, Nr. 20]
Gerade solche, die wenig haben, stimmen dafür, daß was draufgehen muß. [Gaiser, Gerd: Schlußball, München: Hanser 1958 [1958], S. 96]
Zitationshilfe
„draufgehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/draufgehen>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
draufgeben
draufbrummen
drauf-
drauf
drastisch
draufgängerisch
draufhaben
draufhalten
draufhauen
draufknallen