draufgehen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungdrauf-ge-hen (computergeneriert)
Wortzerlegungdrauf-gehen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich verbraucht werden
Beispiele:
bei dieser großen Anschaffung, im Urlaub ist alles Geld draufgegangen
die Besprechungen und die Tagungen und das alles, da geht die Zeit drauf [GaiserSchlußball212]
2.
salopp zugrunde gehen
Beispiele:
Experimente, bei denen Tausende von Existenzen draufgehen, ganze Städte [Feuchtw.Jüd. Krieg293]
Bei der Geburt meines ältesten Sohnes bin ich fast draufgegangen [SeghersSiebtes Kreuz4,128]

Thesaurus

Synonymgruppe
(den) Tod finden · ↗(ein) Opfer (des / der ...) werden · (jemanden) das Leben kosten · (sein) Leben lassen · (sein) Leben verlieren · getötet werden · tödlich verunglücken · ↗umkommen · ums Leben kommen  ●  draußen bleiben  veraltend, historisch · zu Tode kommen  Hauptform · ↗(jemanden) dahinraffen  geh. · dahingerafft werden  geh. · draufgehen  ugs., salopp · ↗hopsgehen  ugs., salopp · tot bleiben  ugs., regional, veraltet · vor die Hunde gehen  ugs., sprichwörtlich · über den Deister gehen  ugs., salopp, norddeutsch · über den Jordan gehen  ugs., salopp · über die Wupper gehen  ugs., regional, salopp
Oberbegriffe
  • (die) Augen für immer schließen · (jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · ↗ableben · das Zeitliche segnen · den Tod erleiden · ↗erlöschen · in den letzten Zügen liegen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · sein Leben aushauchen · sein Leben lassen · seinen Geist aushauchen · ↗verdämmern · ↗verscheiden · ↗versterben · ↗wegsterben  ●  (die) Reihen lichten sich  fig. · ↗abtreten  fig. · ↗dahinscheiden  verhüllend · ↗davongehen  fig. · ↗entschlafen  fig., verhüllend · ↗fallen  militärisch · gehen  verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · ↗sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · von der Bühne des Lebens abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · über die Klinge springen (lassen)  salopp · (den) Arsch zukneifen  vulg., fig. · (den) Löffel abgeben  ugs., fig., salopp · (den) Weg allen Fleisches gehen  geh. · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · ↗dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · den Geist aufgeben  ugs. · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Grube fahren  ugs., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · seinen Geist aufgeben  ugs. · vor seinen Richter treten  geh., fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.
Unterbegriffe
  • in Massen sterben · in Massen umkommen · massenhaft sterben · sterben wie die Fliegen
Assoziationen
  • abkratzen  derb · ↗abnippeln  derb · elendig sterben  derb · elendig verrecken  derb · ↗hopsgehen  derb · ↗krepieren  ugs. · ↗verrecken  derb
  • (jemandem) (den) Lebensfaden abschneiden · ↗auslöschen · ↗ermorden · ins Jenseits befördern · ↗killen · ↗meucheln · tot... · ↗umbringen · ums Leben bringen · zum Schweigen bringen · zur Strecke bringen  ●  (jemandem) das Lebenslicht auslöschen  fig., variabel · ↗töten (absichtlich)  Hauptform · (jemandem) den Garaus machen  ugs. · ↗abmurksen  ugs. · ↗abservieren  ugs., salopp · ↗ausknipsen  ugs., fig., salopp · ↗entleiben  geh. · in die ewigen Jagdgründe schicken  ugs. · ins Gras beißen lassen  ugs., fig. · ins Nirwana befördern  ugs. · ↗kaltmachen  ugs. · ↗totmachen  ugs. · um die Ecke bringen  ugs. · ↗umlegen  ugs. · vom Leben zum Tode befördern  geh. · über die Klinge springen lassen  ugs., fig.
Synonymgruppe
draufgehen  ugs. · futsch gehen  ugs. · ↗hopsgehen  ugs., salopp · über die Wupper gehen  ugs., salopp
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Betriebskosten Bulle Ersparnis Freizeit Großteil Gutteil Heizung Hälfte Klamotte Löwenanteil Miete Personalkosten Provision Reisekosten Renovierung Rest Schuldendienst Sozialabgaben Steuergeld Steuermark Taschengeld Tilgung Unterhalt Vertreterprovision Verwaltungskosten Zins Zinsdienst Zinszahlung allein gehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›draufgehen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber deshalb darf man nicht sagen, man geht nicht mehr drauf.
Süddeutsche Zeitung, 29.06.2001
Auch die wirklich wichtigen Dinge erfährt man: Thumb brauchte ganze 23 Tage, um ihre Platte aufzunehmen, 14 Tage gingen fürs Mixen drauf.
C't, 1998, Nr. 16
Gerade solche, die wenig haben, stimmen dafür, daß was draufgehen muß.
Gaiser, Gerd: Schlußball, München: Hanser 1958 [1958], S. 96
Und wenn ich dabei draufgehen würde, es mußte gesagt werden.
Frisch, Max: Stiller, Rheda-Wiedenbrück: Bertelsmann 1997 [1954], S. 132
Ein Teil ihres ersparten Geldes ging für die Fahrkarte drauf.
Courths-Mahler, Hedwig: Ich lasse dich nicht, Augsburg: Weltbild Verl. 1992 [1912], S. 286
Zitationshilfe
„draufgehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/draufgehen>, abgerufen am 21.02.2019.

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