Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

dreißig

Grammatik Kardinalzahl
Aussprache 
Worttrennung drei-ßig
Wortzerlegung drei -ßig
Wortbildung  mit ›dreißig‹ als Erstglied: 30-jährig · 30er Jahre · 30er-Jahre · Dreißigerjahre · dreißiger Jahre · dreißigjährig
 ·  mit ›dreißig‹ als Binnenglied: Enddreißiger · Mittdreißiger · Tempo-30-Zone
eWDG

Bedeutung

30
Beispiele:
eine dreißig Jahre alte Frau
eine Frau von dreißig (Jahren)
sie ist Mitte, Ende dreißig
umgangssprachlichals sich das Unglück ereignete, ist er zum Glück nur dreißig (= 30 Kilometer Geschwindigkeit pro Stunde) gefahren
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drei · Dreier · dreißig · dreizehn · Dreieck · dreieckig · Dreieinigkeit · Dreifaltigkeit · Dreifuß · Dreimaster · dritter · Drittel · dritteln · drittens
drei Num. Ahd. thrī (8. Jh.), mhd. mnl. drī (gegenüber asächs. thrīa mit sekundär angetretener Endung, woraus mnd. drē), nl. drie, afries. thrē, aengl. þrī, engl. three, anord. þrīr, got. þreis, germ. *þri(ez), lat. trēs, griech. tré͞is (τρεῖς), aind. tráyaḥ, lit. trỹs, aslaw. trịje, russ. tri (три) führen alle auf die mask. Form des Zahlworts ie. *trei̯es ‘drei’. Ablautendes ie. *tri- erscheint in der Kompositionsform griech. tri- (τρι-), lat. tri- (s. tri-) ebenso wie in der Ordinalzahl dritter (s. unten). (nicht) bis drei zählen können ‘dumm sein’ (17. Jh.), vgl. älter der nicht sieben zelen künde (Luther). – Dreier m. ‘kleine Münze, Dreipfennigstück’, mhd. drīer. dreißig Num. ahd. thrīʒug (8. Jh.), mhd. drīʒec (s. -zig). dreizehn Num. ahd. thrīzehan (um 1000), mhd. drīzehen. Dreieck n. geometrische Figur (16. Jh.), Rückbildung aus dreieckig Adj. dreieckicht, mhd. drīeckec; vgl. mhd. drīeckeht und s. Ecke. Dreieinigkeit f. Gott als Einheit der drei göttlichen Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist in der christlichen Religion, mhd. drīeinecheit; vgl. frühnhd. dreyeinec ‘dreieinig’ (um 1500); in gleicher Bedeutung Dreifaltigkeit f. mhd. drīvaltecheit, zu mhd. drīvaltec ‘dreifaltig’ Adj., vgl. ahd. thrī̌falt ‘dreifaltig, dreifach’ (8. Jh.), mhd. drīvalt und s. falten; beide Substantive sind Übersetzungen für den Terminus kirchenlat. trīnitās ‘Trinität’. Dreifuß m. ‘Gestell mit drei Füßen’, ahd. thrī̌fuoʒ (11. Jh.), mhd. drīvuoʒ, Übersetzung von lat. tripūs, griech. trípūs (τρίπους) ‘dreifüßiges Geschirr, dreifüßiger Stuhl der Pythia, der das Orakel verkündenden Priesterin in Delphi’. Dreimaster m. ‘Segelschiff mit drei Masten’ (18. Jh.). dritter Num. Ord. ahd. thritto (8. Jh.), mhd. dritte, got. þridja. Drittel n. ‘dritter Teil’ (14. Jh.), mhd. dritteil, s. Teil. dritteln Vb. ‘in drei gleichgroße Teile aufteilen’ (15. Jh.). drittens Adv. ‘zum dritten, an dritter Stelle kommend’ (17. Jh.). S. auch Drilling.

Typische Verbindungen zu ›dreißig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›dreißig‹.

Verwendungsbeispiele für ›dreißig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir treffen uns schon am Montag um achtzehn Uhr dreißig. [Die Welt, 28.07.2001]
Mit Stand Juni 2004 stehen dreißig Bewerber auf der Liste. [Der Tagesspiegel, 05.06.2004]
Dann fahren sie los, es ist etwa elf Uhr dreißig. [Der Tagesspiegel, 10.01.2002]
Aber nach dreißig Metern hatte er sie wieder hinter sich. [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 250]
Was blieb noch von diesen unglaublich schnell vergangenen dreißig Jahren? [Morgner, Irmtraud: Rumba auf einen Herbst, Hamburg u. a.: Luchterhand 1992 [1965], S. 196]
Zitationshilfe
„dreißig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/drei%C3%9Fig>.

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