driften

Grammatik Verb · driftet, driftete, hat gedriftet
Aussprache 
Worttrennung drif-ten
Grundform Drift
Wortbildung  mit ›driften‹ als Letztglied: ↗abdriften · ↗auseinanderdriften · ↗verdriften
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

auf dem Wasser treiben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Trift · Drift · driften · triften · Viehtrift
Trift f. ‘Viehweide, Holzflößung, Strömung des Wassers’, mhd. trift ‘das Treiben, Schwemmen oder Flößen, Weide, Herde, das Tun, Lebensweise’, mnd. drift ‘das Treiben des Viehs, Weide, Herde, Strömung des Wassers, Wassergebiet, Weg’, mnl. drift, dricht, drecht ‘Heftigkeit, Eifer, Drang, Viehherde, Bezirk’, nl. drift ‘Zorn, Leidenschaft, Herde, Strömung, Trift, Abtrift’, anord. drift, dript ‘Schneegestöber, Blumenduft’, schwed. drift ‘Trieb, Antrieb, Betrieb, Strömung’ ist mit ti-Suffix gebildetes Verbalabstraktum zu dem unter ↗treiben (s. d.) behandelten Verb. Mnd. drift bezeichnet auch ‘das Treiben der Strömung, durch Winde bewirkte Meeresströmung sowie das dadurch verursachte (Ab)treiben des Schiffes (vom Kurs)’; in dieser Bildung gelangt der seemännische Ausdruck in der nd. Form Drift f. in die Literatursprache (vereinzelt 18. Jh., häufiger seit etwa 1900), entsprechend driften Vb. ‘im Meer treiben’ (20. Jh.). triften Vb. ‘(Vieh) treiben’ (15. Jh.), ‘flößen’ (16. Jh.), vereinzelt mhd. triften ‘fortfahren’. Viehtrift f. mhd. vihetrift.

Typische Verbindungen zu ›driften‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›driften‹.

Verwendungsbeispiele für ›driften‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer versucht, seine Entscheidung zu begründen, driftet unweigerlich ins Vage.
Die Zeit, 18.02.2013, Nr. 07
Die Geschichten hätten schließlich auch mehr in Richtung konventioneller Comedy driften können.
Die Welt, 10.09.2005
Bis dahin läßt er sich nicht aus der Bahn driften.
Süddeutsche Zeitung, 28.09.1998
Vielleicht drifteten die Schiffe sogar zusammen mit dem Eisfeld in die richtige Richtung?
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 188
Innerhalb gewisser, allerdings recht enger Grenzen driftet die subjektive Zäsur.
Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 141
Zitationshilfe
„driften“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/driften>, abgerufen am 09.04.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Drifteis
Drift
driesch
Dribbling
Dribbler
driftig
Drill
Drillbohrer
drillen
Drillich