drillen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungdril-len
Wortbildung mit ›drillen‹ als Erstglied: ↗Drillbohrer · ↗Drillmaschine · ↗Drillsaat · ↗Drillverfahren
 ·  mit ›drillen‹ als Letztglied: ↗ausdrillen
eWDG, 1967

Bedeutung

Landwirtschaft etw. mit der Drillmaschine reihenweise und gleichmäßig säen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drillen · Drill
drillen Vb. ‘drehen, wirbeln, bohren, drechseln’ (16. Jh.); ehemals starkes Verb, dessen Ablaut noch in zugehörigem ↗drall, ↗drollig (s. d.) und mhd. gedrollen ‘gedreht, gerundet’ (Part. Prät. zu einem nicht belegten Infinitiv mhd. drillen) erhalten ist, nl. drillen. Vorauszusetzen ist germ. *þrel-, eine Erweiterung von ie. *ter(ə)-, der Wurzel von ↗drehen (s. d.). Zu der seit dem 17. Jh. soldatensprachlich gängigen Bedeutung ‘militärisch streng ausbilden’ (eigentlich ‘die Truppe synchron trainieren in militärischen Operationen’, ausgehend von der Vorstellung drehender Bewegungen) wird im 19. Jh. Drill m. ‘Exerzierdienst, strenge Ausbildung’ üblich.

Thesaurus

Synonymgruppe
abrichten · drillen · ↗einexerzieren · gründlich ausbilden

Typische Verbindungen
computergeneriert

Disziplin Gehorsam Jugend Kadett Kind Leutchen Mädchen Offizier Rekrut Schüler Soldat Talent Truppe erziehen schleifen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›drillen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allmorgendlich, das haben wir ihm in die Hand versprochen, drillen wir herzhaftes Lachen.
Die Zeit, 25.09.1964, Nr. 39
Sie haben versucht, das Kind zu drillen, es hatte keine Chance.
Bild, 07.03.2006
Er hatte mich in einem Monat so weit gedrillt, daß ich den Kompaniedienst mitmachen konnte.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8815
Luthe hatte mich auf wenig Gas und immer noch weniger Gas gedrillt, auf sanftestes Anfahren.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1936. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1936], S. 66
Da er bei seinem Wachstum nach oben wie nach unten eine besondere Energie entwickelt, sollte er immer mit allen Gewichten an der Maschine gedrillt werden.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 49
Zitationshilfe
„drillen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/drillen#1>, abgerufen am 24.10.2019.

Weitere Informationen …

drillen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungdril-len
Wortbildung mit ›drillen‹ als Letztglied: ↗eindrillen
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn. streng ausbilden
Beispiele:
die Soldaten drillen
der Rekrut wurde gedrillt
die Kinder waren für die Prüfung gut gedrillt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drillen · Drill
drillen Vb. ‘drehen, wirbeln, bohren, drechseln’ (16. Jh.); ehemals starkes Verb, dessen Ablaut noch in zugehörigem ↗drall, ↗drollig (s. d.) und mhd. gedrollen ‘gedreht, gerundet’ (Part. Prät. zu einem nicht belegten Infinitiv mhd. drillen) erhalten ist, nl. drillen. Vorauszusetzen ist germ. *þrel-, eine Erweiterung von ie. *ter(ə)-, der Wurzel von ↗drehen (s. d.). Zu der seit dem 17. Jh. soldatensprachlich gängigen Bedeutung ‘militärisch streng ausbilden’ (eigentlich ‘die Truppe synchron trainieren in militärischen Operationen’, ausgehend von der Vorstellung drehender Bewegungen) wird im 19. Jh. Drill m. ‘Exerzierdienst, strenge Ausbildung’ üblich.

Thesaurus

Synonymgruppe
abrichten · drillen · ↗einexerzieren · gründlich ausbilden

Typische Verbindungen
computergeneriert

Disziplin Gehorsam Jugend Kadett Kind Leutchen Mädchen Offizier Rekrut Schüler Soldat Talent Truppe erziehen schleifen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›drillen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allmorgendlich, das haben wir ihm in die Hand versprochen, drillen wir herzhaftes Lachen.
Die Zeit, 25.09.1964, Nr. 39
Sie haben versucht, das Kind zu drillen, es hatte keine Chance.
Bild, 07.03.2006
Er hatte mich in einem Monat so weit gedrillt, daß ich den Kompaniedienst mitmachen konnte.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8815
Luthe hatte mich auf wenig Gas und immer noch weniger Gas gedrillt, auf sanftestes Anfahren.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1936. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1936], S. 66
Da er bei seinem Wachstum nach oben wie nach unten eine besondere Energie entwickelt, sollte er immer mit allen Gewichten an der Maschine gedrillt werden.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 49
Zitationshilfe
„drillen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/drillen#2>, abgerufen am 24.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Drillbohrer
Drill
driftig
driften
Drifteis
Drillich
Drillichanzug
Drillichhose
Drillichjacke
Drillichzeug